
Die USA wollen in Kopenhagen erstmals konkrete Zielmarken für den Abbau von Treibhausgasen anbieten. Das gab ein Vertreter der US-Regierung in Washington bekannt. Bis 2020 sollen die Treibhausgase um 17 Prozent im Vergleich zu 2005 gesenkt werden. Bis 2025 sollen sie um 30 Prozent und bis 2030 um 42 Prozent sinken.
Wie ebenfalls am Mittwoch bekannt wurde, wird US-Präsident Barack Obama persönlich zum Klimagipfel nach Kopenhagen reisen. Er wird aber nicht an den entscheidenden Verhandlungen der Schlussphase teilnehmen. Wie die dänische Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf Regierungskreise in Washington berichtete, reist Obama lediglich am 9. Dezember für einen Tag in Dänemarks Hauptstadt. Einen Tag später nimmt er in Oslo den diesjährigen Friedensnobelpreis in Empfang.
In entscheidender Phase nicht dabei
Nach Angaben von US-Medien schliesst das Weisse Haus aus, dass der US-Präsident in der entscheidenden Phase der UNO-Klimakonferenz zwischen dem 16. und 18. Dezember in Kopenhagen dabei ist. Für diese Tage hat Dänemarks Ministerpräsident Lars Rasmussen die Staats- und Regierungschefs aus 192 Ländern eingeladen. Sie sollen den Inhalt eines globalen Klimaschutzabkommens fertig aushandeln.
Bisher haben über 60 Staats- und Regierungschefs ihre Teilnahme zugesagt, darunter der britische Premier Gordon Brown, der französische Präsident Nicolas Sarkozy und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel. Für die Schweiz wird Umweltminister Moritz Leuenberger nach Dänemark reisen.
Weniger Amerikaner von Klimawandel überzeugt
Laut einer Umfrage der «Washington Post» und des Fernsehsenders ABC sind 72 Prozent der Amerikaner überzeugt, dass ein Klimawandel stattfindet. Im Vorjahr waren es noch 80 Prozent. Der Rückgang wird einerseits auf die politische Polarisierung zurückgeführt – Republikaner sind nur noch zu 54 Prozent vom Klimawandel überzeugt, gegenüber 76 Prozent im Vorjahr – und andererseits auf die Rezession. Allerdings sind nach wie vor 55 Prozent überzeugt, dass die USA ihren CO2 reduzieren sollen, und zwar auch wenn Schwellenländer wie China und Indien weniger tun.
(pbl/sda)|
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