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Klimagipfel
18. Dezember 2009 08:44; Akt: 18.12.2009 11:15 Print
Obama soll die Lösung bringen
Nachdem die nächtliche Verhandlungsrunde beim Klimagipfel ohne sichtbare Fortschritte beendet worden ist, ruhen die Hoffnungen nun auf Barack Obama: Der US-Präsident ist am Morgen in Kopenhagen eingetroffen.

Das Eintreffen Präsident Obamas hat nochmals für einen Hoffnungsschub in Kopenhagen gesorgt. (Bild: Keystone)
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Die Präsidentenmaschine Air Force One landete auf dem Kopenhagener Flughafen. Nach einer Begegnung mit dem gastgebenden dänischen Regierungschef Lars Loekke Rasmussen will sich der US-Präsident unter anderem am Vormittag mit dem chinesischen Regierungschef Wen Jiabao treffen.
Ein Delegierter schläft, während sich in einem andern Raum Unterhändler um eine Schlusserklärung für die Kopenhagener Klimakonferenz bemühen.(Bild: Reuters)
Ein Streit zwischen Washington und Peking über die internationale Überprüfbarkeit von Klimaschutzmassnahmen gilt als eines der Haupthindernisse für ein umfassendes Abkommen in Kopenhagen.
Erfolglose Nachtsitzung
In der Nacht gelang es Unterhändlern einer Kerngruppe der wichtigsten Staaten und Regionen nicht, wenigstens eine grobe Linie in die wichtigsten Streitpunkte zu bringen. Sichtlich gestresst verliessen Minister und Delegierte in den frühen Morgenstunden den Verhandlungssaal im Kongresszentrum.
Der schwedische Ministerpräsident und amtierende EU-Ratspräsident Fredrik Reinfeldt sagte dem Fernsehsender SVT: «Die Lage ist sehr ernst». Es gebe eine Gruppe beim Gipfel, die sich «nicht konstruktiv» verhalte und verwies auf Schwellenländer wie China und Indien. Auch die USA hätten «nicht genug getan», sagte Reinfeldt unmittelbar vor einem weiteren Sondertreffen der Kerngruppe.
Die Gespräche hätten sich vor allem auf die Senkung des Kohlendioxid-Ausstosses konzentriert. Zudem sei es um die Frage gegangen, wie den vom Klimawandel besonders stark getroffenen Entwicklungsländern kurzfristige und langfristige Finanzhilfen garantiert werden könnten.
Merkel, Sarkozy und Clinton
An dem Treffen hatten neben Reinfeldt unter anderem die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, Russlands Präsident Dmitri Medwedew, EU- Kommissionspräsident José Manuel Barroso, UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon und ein Vertreter der chinesischen Delegation teilgenommen.
Die USA wurden durch Aussenministerin Hillary Clinton vertreten. Die EU hatte zu dem Mini-Gipfel eingeladen, nachdem am Donnerstag die knapp zweiwöchigen UNO-Klimaverhandlungen an den tiefen Gräben zwischen Industrie- und Entwicklungsländern zu scheitern drohten.
Miese Stimmung
Die Stimmung bei dem Mammuttreffen mit mehr als
«Wir brauchen die Zustimmung jeder einzelnen Delegation», betonte Japans Premierminister Yukio Hatoyama. Ziel war eigentlich die Einigung auf die wichtigsten Eckpfeiler eines Weltklimaabkommens, das von 1. Januar 2013 an das Kyoto-Protokoll ablösen soll.
(sda)


























