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Schwelbrand
05. Januar 2010 15:38; Akt: 05.01.2010 15:42 Print
Spanischer Nationalpark wird geflutet
In Mittelspanien glüht die Erde: Um einen ungewöhnlichen Torfbrand in dem Nationalpark Las Tablas de Daimiel zu löschen, wird dieser komplett geflutet.
Dazu werden nach Presseberichten vom Dienstag aus zwei Staudämmen rund zehn Milliarden Liter Wasser über ein Leitungssystem in das Gebiet geleitet - das entspricht in etwa der Menge, die in zehn grosse Fussballstadien passen würde. Rund 8,5 Millionen Euro wirft die spanische Regierung für die Rettung des Parks auf.
Viele heisse Jahre haben das Torfgebiet Las Tablas de Daimiel austrocknen lassen. Wegen eines Brandes soll es nun geflutet werden.(Bild: Keystone)
Las Tablas de Daimiel liegt bei Ciudad Real und zählte einst zu den wichtigsten Feuchtgebieten der Iberischen Halbinsel. Jahrelange Dürre und die zahlreichen illegalen Brunnen zur Bewässerung von Ackerland haben das Biosphärenreservat jedoch weitgehend ausgetrocknet.
Im Sommer 2009 entzündete sich schliesslich die darunter liegende Torfschicht wegen der grossen Hitze von selbst. Seither frisst die Glut sich durch den Untergrund. Luft, die durch Risse im Boden eindringt, facht den Brand ständig neu an.
Umweltschützer kritisierten, es handle sich nur um eine Notlösung. Das Grundproblem sei eine verantwortungslose Agrarpolitik. Die UNESCO hatte gedroht, dem Park den Status des Biosphärenreservats abzuerkennen. Auch die EU-Kommission leitete eine Untersuchung ein. Torfbrände sind eigentlich vor allem aus Südostasien und Afrika bekannt.
(sda)


























