Wende im Fall McCann

02. September 2010 15:07; Akt: 02.09.2010 15:41 Print

«Ich weiss, wer Maddie hat»«Ich weiss, wer Maddie hat»

Neue Wende im Fall der entführten Madeleine McCann: Ein lange Zeit als Hauptverdächtiger geltender Mann schrieb auf seinem Totenbett einen Brief. Darin verrät er, was mit der damals Dreijährigen passiert ist.

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Es sind schon mehr als drei Jahre her, seit die kleine Britin Madeleine McCann aus ihrem Hotelzimmer an der portugiesischen Algarve verschwand. Nun ist ein Offenbarungsbrief aufgetaucht, den Raymond Hewlett kurz vor seinem Tod im April geschrieben haben soll. Hewlett galt selbst als Hauptverdächtiger im Entführungsfall.

Laut der britischen Zeitung «The Sun» soll Hewlett seinem Sohn den Brief überlassen haben. Darin gibt er zu: «Ich habe Maddie nicht entführt. Ich weiss aber, wer dahinter steckt.» Nach Hewletts Aussagen soll eine Roma-Bande, die in Playa da Luz auf der Suche nach Kindern für reiche Paare gewesen sei, hinter der Entführung stecken.

Ein Mitglied der Bande war ein Kumpel des Todkranken und soll im Suff gestanden haben, dass er für das Verschwinden Maddies verantwortlich sei. Dabei habe es nichts mit Pädophilie zu tun, sondern nur mit illegalen Adoptionen. Die Bande habe Kleinkinder gesucht, die sie dann an wohlhabende Paare weitervermittelte. Sie machten ein Bild und schickten es den Interessenten. Erst bei einer Zusage entführten sie das Kind.

In seinem letzten Brief entschuldigt sich der verurteilte Kinderschänder Hewlett ausserdem für all die Vergewaltigungen Minderjähriger. Die Privatdetektive der Familie McCann hielten die Informationen für «extrem interessant».

(kle)