Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Fall Maddie
19. Juni 2009 15:07; Akt: 19.06.2009 15:07 Print
Lügt der Verdächtige?
Raymond H., der neue Verdächtige im Fall Maddie, sorgt für weitere Spekulationen. Nun wurde bekannt, dass der verurteilte Pädophile bei einer Aussage gelogen haben soll. Er fuhr zur Tatzeit ein ganz anders Auto, als er bisher behauptete.
Bei seinem Verhör mit den zwei privaten, von den McCanns beauftragten Ermittlern hatte der 64-jährige Raymond H. behauptet, er habe zu dem Zeitpunkt, als die vierjährige Madeleine McCann verschwand, einen blauen Dodge besessen. Diese Aussage wurde in der britischen Sonntagspresse abgedruckt. Daraufhin meldete sich Peter Verran, ein ehemaliger Wächter und Kollege H.s.
Verran widerspricht in der Tageszeitung «The Mirror» Hs. Aussage kategorisch. Er habe H. in Juni 2007 – einen Monat nach Maddies Entführung - in Marokko auf einem Campingplatz kennengelernt. H. fuhr einen blauen Dodge, den er «erst kurz zuvor gegen seinen weissen Mercedes-Kastenwagen eingetauscht hatte». H. habe ihm erzählt, dass der weisse Wagen zu klein für seine Familie geworden war. Kurz vor der Weiterreise nach Marokko habe er in Fuzeta, 65 Kilometer von Praia da Luz entfernt, das Auto gegen den blauen Dodge eingetauscht.
Zeugen sahen weissen Kastenwagen vor dem Ferienressort
Das Brisante an der Behauptung Verrans ist, dass mehrere Augenzeugen angegeben hatten, im Mai 2007 einen weissen Kastenwagen vor dem Ferienressort der McCanns beobachtet zu haben. Gleichzeitig hatte H. Verran bei einem Gespräch verraten, dass er vom Fall des verschwundenen Mädchens «besessen» gewesen sei und dass er «oft» mit seinem Wagen an den Ort fuhr, an dem sie verschwunden war.
Die Ermittler versuchen nun Hs. Version der Geschichte zu überprüfen: Ist es wahr, dass er mit seinem blauen Dodge an den Ferienressort fuhr, müssten sich Augenzeugen auch an den Wagen erinnern, den H. selber als «auffällig» beschreibt.
(kle)




























