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Hans-Rudolf Merz
03. November 2008 08:45; Akt: 04.11.2008 19:09 Print
«Unverdiente Boni sollen zurückbezahlt werden»
Gut einen Monat nach seinem Herz-Kreislauf-Stillstand ist Hans-Rudolf Merz zurück im Bundeshaus. Auf den Finanzminister warten viele Aufgaben - er fühle sich dazu allerdings bereit.
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Bangen um Bundesrat Merz
Sechs Wochen nach seinem Herz-Kreislauf-Stillstand ist Finanzminister Hans-Rudolf Merz wieder an seinen Arbeitsplatz im Bundeshaus zurückgekehrt. Er zeigte sich am Montagmorgen gut gelaunt, lächelnd und überwältigt vom Empfang im Bernerhof, dem Sitz des Finanzdepartements. «Ich bin ausgesprochen dankbar und glücklich, dass ich nach einer Rekonvaleszenz von sechs Wochen heute genesen und voller Tatendrang meine Arbeit als Chef dieses Departements und als Mitglied des Bundesrates wieder aufnehmen darf», sagte Merz vor den Medien. Er habe ausserordentliches Glück gehabt - in neun von zehn Fällen ende eine solche Angelegenheit böse, sagte er und dankte seinem privaten Umfeld, seiner Stellvertreterin, den Mitarbeitenden und den Ärzten.
Das Ereignis sei für ihn überraschend eingetreten. Es habe sich gezeigt, wie sehr manchmal Gesundheit und Krankheit, Leben und Tot beieinander sein könnten. Aber nicht nur die Gesundheit, auch ein Land und eine Wirtschaft könnten - wie dies geschehen sei - über Nacht in Schwierigkeiten geraten. «Das haben wir jetzt erlebt mit der Finanzkrise», sagte Merz. Er betrachte es jetzt als seine Aufgabe, zur Lösung der Probleme, die jetzt entstanden seien, beizutragen und einen Beitrag an die weitere Gesundheit des Landes zu leisten. Dazu gehöre ein gesunder Finanzhaushalt und ein vernünftiges und nachvollziehbares Steuersystem. Es müssten auch Finanzierungen bereitgestellt werden für jene, denen es jetzt und in Zukunft weniger gut gehen werde.
In der Bonus-Frage glaubt Hans-Rudolf Merz, dass es rechtlich schwierig sein dürfte, Marcel Ospel zur Rückzahlung seines Bonus zu zwingen, wie er auf eine entsprechende Frage antwortete. Er appellierte jedoch an die obersten Kader und Verantwortlichen, selbstverantwortlich zu handeln und aus eigenem Antrieb die Boni zurückzuzahlen. «Wer unverdiente Boni bekommen hat, soll diese zurückzahlen», sagte Merz.
«Kardiologische Tests okay»
Die Rückkehr von Merz ins Amt ist mit den Ärzten abgestimmt. «Alle kardiologischen und neurologischen Tests sind zur vollen Zufriedenheit der Ärzte verlaufen», schreibt das EFD. Der Finanzminister hatte am vergangenen 20. September an seinem Wohnort einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten. Nach der Reanimation im Spital Herisau wurde er an jenem Samstag im Kantonsspital St. Gallen ins künstliche Koma versetzt und am folgenden Tag ins Berner Inselspital überführt. Dort erhielt er in einer Notoperation fünf Bypässe.
Merz hatte bereits Anfang Oktober erklärt, er werde nach seiner vollständigen Genesung wieder ins Amt zurückkehren. Er hatte damals - erst elf Tage nach dem Kollaps - das Berner Inselspital bereits wieder verlassen und befand sich in der Rehabilitation. Die Nachricht löste erfreute Reaktionen aus, und die Parteien betonten, dass die Schweiz gerade angesichts der Finanzmarktkrise einen starken Finanzminister brauche.
(meg/ap)
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Alle 47 Kommentare





























Schweizer Bürger, ehemaliger Gym.lehrer
Völlig einverstanden mit Herrn Bundespräsidenten Merz, dem ich herzlich danke. Pierre Perrenoud
SUPERMODIVATOR
In der Zeit der Panikmacherei, der Wirtschaftsfinanzkrise und allgemein-Negativ-Stimmung in der Politik wie in der Wirtschaft ein ein so aufgestellter, gesunder Bundesrat Merz einfach genial. Nehmen wir uns alle ein Beispiel an ihm - herzlich alles Gute auf der weiteren BR-Laufbahn!
Bravo Merz
Endlich ist der aktuell vernünftigste Bundesrat zurück!