Empörung

08. November 2009 22:25; Akt: 09.11.2009 10:04 Print

Maizar spricht im Ausland von einem Moschee-Verbot

Der Schweizer Muslimführer Hisham Maizar spielt mit dem Feuer: Die aktuelle Debatte ziele auf ein Moschee-Verbot ab. SVP-Nationalrat Lukas Reimann ist entsetzt.

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«Die Schweiz: Gegen den Islam, nicht gegen Minarette», titelt die islamische News-Website Islamonline.net. Im Artikel über die Anti-Minarett-Initiative kommt der hierzulande als sehr gemässigt bekannte Präsident der Föderation Islamischer Dachverbände (FIDS), Hisham Maizar, mit brisanten Aussagen zu Wort: «Das Minarett-Verbot ist der erste Schritt, um auch Moscheen zu verbieten und die Anwesenheit von Muslimen in der Schweiz zu begrenzen», so Maizar. Die politische Rechte habe daraus nie ein Geheimnis gemacht.

Empört reagiert darauf Lukas Reimann vom Anti-Minarett-Initiativkomitee: «Herr Maizar verbreitet offenbar bewusst Falschinformationen, um via das Ausland den Druck auf die Schweiz zu erhöhen. Ein Moschee-Verbot war nie Thema für uns und wird es auch nicht sein. Wir stehen voll hinter der Religionsfreiheit.» Maizar rechtfertigt die Aussage gegenüber 20 Minuten: Die Minarett-Gegner hätten an einem Podium angekündigt, nach der Abstimmung weitere Probleme mit dem Islam anzusprechen.

Islamonline.net ist nach eigenen Angaben die meistbesuchte islamisch-religiöse Website und hat Millionen Leser im gesamten islamischen Raum. Der Artikel hat auf der Website bereits wütende Kommentare provoziert: «Die Schweizer Regierung setzt ihre rassistischen Kampagnen fort.» Das ganze Gerede von Menschenrechten sei nichts als Lüge, schreibt ein User.

(loo/20 Minuten)