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Folgen der Minarett-Initiative
12. Dezember 2009 23:40; Akt: 13.12.2009 00:50 Print
PR-Offensive in der islamischen Welt
Zwei Wochen nach der Annahme des Minarettverbots führt die Schweiz eine beispiellose Informationsoffensive in allen 57 muslimischen Staaten. Obs hilft, wird sich weisen - zu Anti-Schweiz-Demos in zwei islamischen Ländern kam es bereits.
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Minarettverbot sorgt international für Schlagzeilen
«Wir haben unsere Botschaften im muslimischen Raum instruiert, rasch den Kontakt mit den Regierungsstellen des Gastlandes sowie mit relevanten Persönlichkeiten und Meinungsführern aufzunehmen», sagt Adrian Sollberger, Sprecher des Departementes für auswärtige Angelegenheiten (EDA), der «NZZ am Sonntag». Die Diplomaten sollen auch aktiv gegenüber den lokalen Medien Auskunft geben.
Die Schweizer Botschafter sprechen in den muslimischen Ländern flächendeckend mit Ministern, Scheichs und Muftis und versuchen, den genauen Inhalt des Minarettverbots zu vermitteln. So soll verhindert werden, dass wegen Falschinformationen eine antischweizerische Welle entstehen kann, wie es Dänemark wegen der Mohammed-Karikaturen erlebt hat.
Bis jetzt hat die Strategie Erfolg. «Es haben keine Gewaltakte gegen schweizerische Aussenstellen stattgefunden», sagt Sollberger. Hingegen kam es vor einer Woche in Kairo und den pakistanischen Städten Lahore und Rawalpindi zu kleineren antischweizerischen Demonstrationen, wie erst jetzt bekannt wurde.
(kub)


























