Jerusalem

22. Juli 2008 13:38; Akt: 22.07.2008 15:10 Print

Eine Warnung an Barack Obama?Eine Warnung an Barack Obama?

Mit einer Planierraupe hat in Jerusalem ein Mann einen Bus und zwei Autos gerammt. Der Tatort befindet sich unmittelbar neben dem Hotel, wo Barack Obama ab heute Abend logieren wird. Der Angreifer wurde von der Polizei erschossen.

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Zum Auftakt seiner Reise besuchte Barack Obama am 19. Juli die US-Truppen in Kuwait. Dabei spielte er mit den Soldatinnen und Soldaten eine Partie Basketball. Anschliessend reiste Obama weiter nach Afghanistan, wo er am Sonntag das Frühstück auf einer US-Militärbasis in Kabul einnahm. Staatspräsident Hamid Karzai (l.) empfing den Kandidaten zu einem Gespräch über die prekäre Sicherheitslage. Obama will zusätzliche Soldaten nach Afghanistan verlegen. Nächste Station Bagdad: Mit Ministerpräsident Nuri al-Maliki ging es am Montag um einen möglichen Truppenabzug aus dem Irak ab 2010. Mit General David Petraeus und dem republikanischen Senator Chuck Hagel (r.) machte sich Obama vom Helikopter aus ein Bild über die Sicherheitslage in Bagdad. General Petraeus, der Oberkommandierende der US-Truppen im Irak, informierte den Kandidaten über die Fortschritte im Kampf gegen die Aufständischen. Am Dienstag folgte ein Abstecher in die von Sunniten bewohnte Provinz Anbar. Dabei genehmigte sich Obama ein Gläschen Tee. In Jerusalem verübte ein Bulldozerfahrer am Dienstag einen Anschlag unweit des Hotels, in dem Obama am Abend erwartet wurde. Am Dienstagnachmittag traf Obama auf dem Flughafen der jordanischen Hauptstadt Amman ein. Neben ihm der demokratische Senator Jack Reed, ein möglicher Kandidat für die Vizepräsidentschaft. Etwas Sightseeing muss sein: Die Konservatorin May Shear erklärt Obama sowie den Senatoren Reed (l.) und Hagel die römische Zitadelle von Amman. Nächste Station in Jordanien: Ein Treffen mit König Abdullah. Obama, der Friedensbringer? Ein Maler in Ramallah im Westjordanland skizziert seine Hoffnungen. Bei seinem Besuch in Israel am Mittwoch besuchte Obama als erstes die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Nach einem Meeting mit Staatspräsident Shimon Peres ging es weiter nach Ramallah zur Visite bei Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. In der israelischen Stadt Sderot wurden Obama die Überreste einer Kassam-Rakete gezeigt, die aus dem Gazastreifen abgefeuert wurde. Den Abschluss des Israel-Besuchs bildete am frühen Donnerstagmorgen ein Abstecher zur Klagemauer in Jerusalem. Der mit Spannung erwartete Besuch in Berlin begann mit einer Visite bei Angela Merkel im Bundeskanzleramt. Vor dem Brandenburger Tor demonstrierten WWF-Aktivisten, was sie vom möglichen neuen US-Präsidenten erwarten. 200 000 jubelten Obama bei seiner Rede an der Siegessäule zu. Einige wenige Fans hatten das Privileg, den Kandidaten aus nächster Nähe erleben zu dürfen. Empfang durch Nicolas Sarkozy am Freitag im Elysée-Palast in Paris. Der französische Staatspräsident wirkt eher säuerlich - ärgert er sich darüber, dass Obama viel mehr Zeit in Berlin verbracht hat? Zum Abschluss unternahm Obama am Samstag mit dem britischen Premierminister Gordon Brown einen Spaziergang in London, zur offenkundigen Überraschung der Touristen.

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Zwei Menschen wurden bei dem Anschlag am Dienstag verletzt, wie die Behörden mitteilten. Das Fahrzeug sei von einer Baustelle im Westen der Stadt losgefahren. Ein Zivilist habe den Vorfall beobachtet und auf den Fahrer geschossen.

Die Planierraupe sei dennoch weitergefahren. «Ein Grenzschützer schoss weiter und der Terrorist wurde getötet», sagte der Polizeisprecher. Eine Person sei bei dem Vorfall verletzt worden.

Der Zwischenfall ereignete sich laut CNN in der Nähe des King David Hotel - dort will sich der demokratische Präsidentschaftskandidat Obama heute Abend einquartieren. Ob ein Zusammenhang besteht, ist unklar.

Bei einem ähnlichen Übergriff wurden Anfang des Monats in Jerusalem drei Menschen getötet und Dutzende verletzt. Der palästinensische Fahrer wurde von einem Soldaten und der Polizei erschossen.

(SDA/AP)