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Neue Verdächtige
25. Februar 2010 13:55; Akt: 25.02.2010 14:08 Print
Mossad-Mord: Da warens schon 26
Die Zahl der Beteiligten an der Ermordung eines Hamas-Funktionärs in Dubai steigt stetig. Die Polizei hat nun bereits 26 Verdächtige identifiziert. Mehrere von ihnen reisten über Zürich ins Emirat.

Die Reiserouten des Mordkommandos. (Bild: Reuters)
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Der Mossad-Mythos
Ursprünglich ging man von 11 Personen aus, die an der Ermordung von Mahmud al Mabhuh am 19. Januar in seinem Zimmer eines Luxushotels in Dubai beteiligt waren. Danach war die Rede von 17 Beteiligten, und am Mittwoch präsentierten die Behörden eine Liste mit 26 Namen, die zum Mordkommando gehört haben sollen. Von den neuen Verdächtigen sind sechs mit britischen, vier mit irischen, zwei mit französischen und drei mit australischen Pässen gereist. Nicht aufgelistet sind zwei Palästinenser, die in Jordanien verhaftet wurden.
Ein Mörder reiste mit einem australischen Pass unter dem Namen Adam Korman. Der echte Korman lebt in Tel Aviv und verkauft Musikinstrumente.(Bild: Reuters)
Verübt wurde der Mord an dem hochrangigen Funktionär der radikal-islamischen Hamas vermutlich vom israelischen Geheimdienst Mossad, obwohl Jerusalem dies wie üblich nicht bestätigt. Auch in den neuen Fällen haben die Killer die Identitäten von real existierenden Menschen verwendet. Gemäss der israelischen Zeitung «Haaretz» wurden zehn Israelis mit doppelter Staatsbürgerschaft identifiziert, unter ihnen der gebürtige Australier Adam Korman, der in Tel Aviv lebt und Musikinstrumente verkauft.
Australien will nicht schweigen
Er sei «schockiert und verängstigt», sagte der 34-jährige Korman. Die Verwendung seines Namens sei «unverantwortlich und eine Verletzung der Menschenrechte». Die australische Regierung zeigte sich empört. Man werde «nicht schweigen», sagte Premierminister Kevin Rudd, denn es handle sich «nicht um eine Kleinigkeit». Man werde gegen jedes Land vorgehen, das australische Pässe fälsche, betonte Rudd. Der israelische Botschafter in Canberra wurde ins Aussenministerium einbestellt.
Laut der Polizei in Dubai waren die nunmehr enttarnten Verdächtigen nicht direkt an der Tat beteiligt, sie hätten vielmehr «logistische Unterstützung» geleistet. Mitglieder des Teams hätten Dubai vor dem Mord mindestens viermal besucht. Eine aufwändige Rekonstruktion ergab, dass acht mutmassliche Attentäter über Zürich ins Emirat gereist waren, die restlichen über Rom, Paris und Frankfurt. Die Flucht erfolgte über verschlungene Wege, vermutlich um die Spuren zu verwischen, was aber nicht gelang.
Vor dem Mord gefoltert?
Ebenfalls publik wurden am Mittwoch Details aus dem Obduktionsbericht. Demnach scheint es, als wäre Mahmud al Mabhuh vor seiner Ermordung gefoltert worden. Seiner Familie wurde mitgeteilt, man habe Anzeichen von Elektroschocks an seinen Beinen, hinter seinen Ohren, an den Genitalien und über dem Herzen gefunden. Auf einem Kissen habe man Blut gefunden, was darauf hindeute, dass Mabhuh erstickt wurde. Die Killer hätten Medikamente neben sein Bett gelegt, offenbar um einen Unfall vorzutäuschen, so die Polizei.
Teil 1 der Überwachungsvideos zum Mord in Dubai...
...Teil 2: Die Mörder kommen im Hotel an...
...Teil 3: Was vor und nach dem Mord geschah. (Videos: YouTube)
(pbl)


























