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Nahost-Konflikt
16. Januar 2009 15:45; Akt: 16.01.2009 15:55 Print
Positionen von Israel und Hamas zu Waffenstillstand
Ägypten bemüht sich in getrennten Gesprächen mit Israel und der Hamas um einen Waffenstillstand im Gazastreifen.
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Kampfzone Nahost
Nachfolgend eine Übersicht über die Positionen beider Seiten, wie sie in Kreisen der Israelis und der radikal-islamischen Organisation sowie von westlichen Quellen genannt werden:
Dauer des Waffenstillstands
- Die Hamas hat vorgeschlagen, die Waffen ein Jahr lang schweigen zu lassen. Der Waffenstillstand soll verlängert werden können. Bedingung für ein Ende der Kämpfe ist der Rückzug der Israelis aus dem Küstengebiet binnen fünf bis sieben Tagen nach Erreichen einer Übereinkunft.
- Israel verlangt einen unbegrenzten Waffenstillstand, weil sonst ein Wiederaufflammen der Kämpfe programmiert sei.
Grenzübergänge
- Die im Gazastreifen herrschende Hamas fordert die sofortige Öffnung der Grenzübergänge zu Israel und Ägypten. Sie besteht zudem auf internationalen Garantien, dass Israel die Übergänge nicht wieder schliesst.
- Die Hamas sträubt sich dagegen, die Grenzübergänge wieder von der Regierung des Palästinenser-Präsidenten Mahmud Abbas kontrollieren zu lassen. Sie lehnt es ausserdem ab, dass Abbas' Präsidentengarde wieder den Grenzübergang Rafah nach Ägypten bewacht.
- Die Hamas würde die Bewachung der Grenzen durch türkische Sicherheitskräfte akzeptieren.
- Israel will, dass die Grenzübergänge von der Autonomiebehörde unter Abbas bewacht werden und lehnt internationale Garantien ab.
Wiederaufbau
- Die Hamas strebt eine Wiederaufbau-Konferenz für den Gazastreifen ab und erhofft sich davon eine Aufwertung für sich.
- Israel und die USA fordern, dass die Palästinenser-Regierung unter Abbas die Führung beim Wiederaufbau übernimmt, der nach ersten Schätzungen der Palästinenser 1,4 Milliarden Dollar kosten wird.
(sda)


























