26. Mai 2008 06:17; Akt: 26.05.2008 09:20 Print

Carter: Israel begeht «Menschenrechtsverbrechen»Carter: Israel begeht «Menschenrechtsverbrechen»

Der frühere US-Präsident Jimmy Carter hat Israels Blockade des Gazastreifens als «eines der grössten derzeit auf der Erde existierenden Menschenrechtsverbrechen» bezeichnet.

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«Es gibt keinen Grund, dieses Volk so zu behandeln», sagte der 83-jährige Friedensnobelpreisträger am Sonntag in einer Rede bei einem Literaturfestival im walisischen Hay-on-Wye. Gleichzeitig warf Carter der Europäischen Union vor, im Nahen Osten versagt zu haben.

Die EU solle die Bildung einer Einheitsregierung mit der Hamas und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas unterstützen und die radikalislamische Organisation zu einem Waffenstillstand ermutigen.

Carter, der von 1977 bis 1981 US-Präsident war, war einer der Architekten des historischen Friedensabkommens zwischen Israel und Ägypten 1979. Es war der erste derartige Vertrag zwischen dem jüdischen Staat und einem arabischen Land.

Anfang Mai traf sich Carter im syrischen Damaskus mit dem im Exil lebenden Hamas-Chef Chaled Maschaal. Die USA und die EU betrachten die Hamas als terroristische Organisation und weigern sich bislang, mit ihr zu sprechen.

(sda)