Die 6,5 Tonnen Kaliumnitrat seien bereits vor mehreren Wochen an einer Strassensperre in einem Lastwagen gefunden worden, teilte die israelische Armee mit. Sie seien als Zuckerlieferung aus der Europäischen Union für den Gazastreifen gekennzeichnet gewesen.
Ein EU-Vertreter in Israel sagte, der Bericht werde geprüft. Falls sich die Angaben als zutreffend herausstellen sollten, handle es sich um eine illegale Tat, die zu verurteilen sei. Die EU ist der grösste Lieferant von Hilfsgütern für den Gazastreifen, dessen Grenzen Israel seit der Machtübernahme der Hamas in dem Gebiet weitgehend geschlossen hat.
Kaliumnitrat kann zur Herstellung von Sprengstoff sowie als Antriebsstoff für selbst gebaute Raketen verwendet werden. Daneben wird die Chemikalie in Düngemitteln verwendet.
Verdächtige nach Tod von israelischen Soldaten festgenommen
Im Zusammenhang mit dem Tod von zwei israelischen Soldaten im Westjordanland haben die palästinensischen Sicherheitskräfte mehrere Verdächtige festgenommen. Der palästinensische Ministerpräsident Salam Fajjad erklärte am Samstag, die Waffen, die den Toten gestohlen worden seien, seien bereits an die israelischen Behörden zurückgegeben worden. Er sprach den Familien der Getöteten sein Beileid aus.
Fajjad äusserte sich auf einer Wirtschaftskonferenz in der Nähe von Tel Aviv. Der israelische Präsident Schimon Peres sagte, die Reaktion der palästinensischen Regierung auf den Zwischenfall in Hebron sei ermutigend. Fajjad erklärte, die Palästinenser wollten nicht nur reden, sondern handeln. Die Soldaten, die nicht im Dienst waren, waren am Freitag zu Fuss in der Nähe von Hebron unterwegs, als sie erschossen wurden. Es war der erste tödliche Angriff auf Israelis seit der formellen Wiederaufnahme der Friedensgespräche nach der Konferenz von Annapolis Ende November.
(sda)|
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