
Der Chef des UN-Hilfswerks für die Palästinenser (UNRWA), Chris Gunness, verurteilte das Verhalten der Hamas am Mittwoch als «absolut inakzeptabel». Hamas-Polizisten seien am Dienstagabend in ein Lager der UN in Gaza eingedrungen und hätten
Hamas-Sozialminister Ahmad Kurd stritt die Aktion nicht ab. Er warf der UN-Organisation vor, die Hilfsgüter an lokale Gruppen weiterzuleiten, die Verbindungen zu Gegnern der Hamas hätten. Die Hamas-Regierung verlange von den UN eine «sofortige Entschuldigung» für das «Verbreiten falscher Nachrichten», sagte Sprecher Taher Nunu.
Die israelische Regierung erklärte: «Wir haben schon in der Vergangenheit gesagt, wir wissen, dass die Hamas humanitäre Hilfsgüter und Spenden internationaler Organisationen stiehlt.»
Abbas vor EU-Parlament
Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas hat unterdessen seine Bereitschaft zum Dialog mit der Hamas bekräftigt. «Die nationale Versöhnung ist eine unserer Prioritäten», sagte Abbas am Mittwoch vor dem EU-Parlament in Strassburg. «Wir haben schon Anfang Juni einen Dialog ohne Vorbedingungen gefordert... Unsere Tür bleibt offen, und wir werden eine Spaltung unseres Volkes nicht zulassen.»
Abbas ist Vorsitzender der gemässigten Fatah-Organisation und Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, der die Hamas im Juni 2007 die Kontrolle über den Gazastreifen entrissen hatte. Abbas' Autorität beschränkt sich seither faktisch auf das Westjordanland. Nach dem Krieg zwischen der Hamas und Israel dringt die Europäische Union verstärkt auf eine Versöhnung der palästinensischen Fraktionen, um die Isolation des Gazastreifens zu beenden und den Wiederaufbau voranzubringen.
Den israelischen Streitkräften warf Abbas vor, bei dem Militäreinsatz im Gazastreifen Kriegsverbrechen begangen zu haben. «Mehr als
Schiff will Hilfsgüter nach Gaza bringen
Trotz der israelischen Seeblockade des Gazastreifens setzte am Mittwoch ein Frachtschiff mit
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