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Nahost
06. April 2011 15:56; Akt: 06.04.2011 16:04 Print
Journalisten leben gefährlich in Palästina
Palästinensische Sicherheitskräfte greifen nach Meinung von Human Rights Watch häufig Journalisten an. Grund dafür sei Abschreckung.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat Misshandlungen von Journalisten in den Palästinensergebieten kritisiert. Sowohl die Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde im Westjordanland als auch der Hamas-Organisation im Gazastreifen schüchterten Journalisten ein oder belästigten und misshandelten sie, heisst es in einem am Mittwoch in Ramallah veröffentlichten Bericht. All dies habe eine abschreckende Wirkung auf die Meinungsfreiheit.
Misshandlungen von Journalisten in den Palästinensergebieten wird kritisiert.(Bild: Keystone)
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«Die palästinensischen Sicherheitskräfte sind berüchtigt dafür geworden, Journalisten einzuschüchtern und anzugreifen, die nur versuchen, ihre Arbeit zu machen», sagte der für den Nahen Osten zuständige Vizedirektor Joe Stork.
Human Rights Watch forderte die US-Regierung und die Europäische Union auf, ihre Finanzhilfen für die Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas an Bedingungen zu knüpfen. Demnach sollten die Vorfälle strafrechtlich verfolgt und die für Misshandlungen zuständigen Offiziere bestraft werden.
In dem 35 Seiten langen Bericht werden Beispiele aufgeführt, wie Sicherheitskräfte Journalisten geschlagen, gefoltert oder willkürlich festgenommen haben. In anderen Fällen sei die Ausrüstung beschlagnahmt worden. Journalisten seien auch daran gehindert worden, das Westjordanland oder den Gazastreifen zu verlassen.
(sda)



























