Volk am Hungern

20. Dezember 2011 08:33; Akt: 20.12.2011 08:33 Print

USA sorgen sich um NordkoreanerUSA sorgen sich um Nordkoreaner

Die USA und Japan zeigen Geschlossenheit nach dem Tod des koreanischen Machthabers Kim Jong-Il. Und hoffen auf eine Verbesserung der Beziehung zum isolierten Land.

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US-Aussenministerin Hillary Clinton und ihr japanischer Amtskollege Koichiro Gemba sprechen am 20. Dezember im Washington an einer Pressekonferenz im Aussenministerium. (Bild: Keystone)

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Die USA äussern sich weiterhin zurückhaltend nach dem Tod des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-Il. US-Aussenministerin Hillary Clinton hat die Hoffnung geäussert, dass sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern verbessern.

Nach einem Gespräch mit ihrem japanischen Kollegen Koichiro Gemba sagte Clinton am Montag (Ortszeit) in Washington, sie sei besorgt um das Wohlergehen des nordkoreanischen Volkes. Japan und die USA seien an einem friedlichen und stabilen Übergang in Nordkorea interessiert.

Die beiden Minister appellierten zugleich an Nordkorea, mit konkreten Schritten seine Bereitschaft zur atomaren Abrüstung zu demonstrieren. Die USA und Japan stünden in engen Konsultationen mit den anderen Teilnehmer der Sechs-Parteien-Gespräche.

An den Verhandlungen über eine Abrüstung der atomaren Waffentechnologie in Nordkorea nahmen neben den beiden koreanischen Staaten, den USA und Japan auch Russland und China teil. Die Gespräche liegen seit 2008 auf Eis.

Obama sichert Hilfe zu

Auch US-Präsident Barack Obama und der japanische Regierungschef Yoshihiko Noda erörterten gemeinsam die Lage in Asien nach dem Tod Kim Jong Ils. Wie das Weisse Haus mitteilte, sicherte Obama Noda telefonisch die US-Unterstützung bei der Verteidigung zu.

Obama habe die Entschlossenheit der USA betont, «unsere engen Verbündeten, einschliesslich Japans, zu verteidigen». Obama habe auch die Wichtigkeit unterstrichen, die Stabilität auf der koreanischen Halbinsel und in der gesamten Region aufrechtzuerhalten.

Einheiten von Winterübungen abgezogen

Nordkoreas Armee rief derweil laut Medien mehrere Einheiten von jährlichen Winterübungen in die Kasernen zurück. Einige nordkoreanische Einheiten seien inmitten ihrer Übungen zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt, berichtete die nationale südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Militärkreise.

«Alle militärischen Einheiten haben zudem die Sicherheitsmassnahmen verstärkt», hiess es. Es gebe jedoch bislang keine ungewöhnlichen Bewegungen oder Anzeichen von Provokationen auf der Seite Nordkoreas, hiess es.

Die meisten nordkoreanischen Stützpunkte entlang der Grenze zu Südkorea hätten nach Kims Tod die Flaggen auf Halbmast gesetzt, wie schon nach dem Tod von Kims Vater und früheren Staatschef, Kim Il-Sung, im Juli 1994.

Schärfere Repressionen befürchtet

Der 69-jährige Kim Jong-il hatte nach Darstellung der amtlichen Medien am Samstag während einer Zugfahrt einen Herzinfarkt erlitten. Sein jüngster Sohn Kim Jong-Un wurde als «Grosser Nachfolger» bezeichnet und soll offenkundig die Macht übernehmen.

Im vergangenen Jahr waren ihm bereits wichtige politische und militärische Posten übertragen worden. Ob die starke Militärführung den knapp 30 Jahre alten Kim als Machthaber anerkennt, ist allerdings noch offen.

Menschenrechtsorganisationen rechnen in dieser Zeit des Übergangs mit einer Verschärfung der Repressionen gegen die Bevölkerung. Die Vorbereitung der Machtübergabe an Kim Jong-Un könne Anlass zu «hunderten Hinrichtungen» geben, sagte der Verantwortliche für Asien und den Pazifikraum bei Amnesty International, Sam Zarifi.

(sda)

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  • Sarah am 20.12.2011 10:15 Report Diesen Beitrag melden

    Jöö, sie sorgen sich

    Versteh gar nicht warum. Die USA haben doch 2,74 Millionen Uran-Geschosse in Südkorea eingelagert.

    • Michael am 20.12.2011 11:50 Report Diesen Beitrag melden

      Ach ja?

      Woher weisst Du das? Ach stimmt ja... im Internet gelesen gell :)

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  • Hanspeter G. am 20.12.2011 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    USA ist schon längst durschaut worden

    Das ich nicht lache! In Amerika bekommen 12% der Bevölkerung zu wenig Essen, Essensbons werden verteilt, das Essen wird vielerorts aus dem Mülleimer gefischt, und und und.. Und da macht sich USA Sorgen um die Hungersnot in Nordkorea!? Das ist nicht antiamerikanisch sondern die reine Wahrheit! Die USA bereiten lediglich eine Legitimation für evtl. Sanktionen gegen das Land wegen Atomwaffen, das ist der wahre Grund und nichts anderes!

    • Christoph am 20.12.2011 11:53 Report Diesen Beitrag melden

      Sanktionen

      Sanktionen gegen Nordkorea gibt es schon Lange und zwar von so ziemlich allen Staaten bis auf China. Wenn Sie die Situation in den USA mit Nord Korea vergleichen ist das purer Hohn gegenüber den Opfern der Militärdiktatur in Nord Korea. Essensmarkenbezüger in den USA leben im Luxus, verglichen mit Nordkoreanern.

    • Huns am 20.12.2011 12:07 Report Diesen Beitrag melden

      Armes Amerika

      Informieren Sie sich selbst über die Armut. Gemäss letzten angaben sind etwa 40 Millionen Lebensmittelmarkenbezieher registriert. Es gibt viele Dokumentationen und Berichte über die Verwahrlosung der Bevölekrung, Neue Stadtrandsiedlungen des Ex-Mittelstands. Die leute Hausen in ihren Autos und müssen 2 Jobs haben um die Zinsen zurückzuzahlen. Leider realität. Und dann noch 600 Millionen fürs Kriegsbudget und die "sorge um Nordkore" wirken hier wie hohn.

    • Tommy am 20.12.2011 14:36 Report Diesen Beitrag melden

      @Hanspeter

      Hauptsache die USA sind IMMER die Bösen. Wenn Obama sich Sorgen um die 12% hungernden Amis machen würde, dann würden Sie wohl einfach das Gegenteil sagen. Nämlich er solle sich lieber um die viel grössere Hungersnot in Nordkorea sorgen. Logisch haben die Amerikaner auch Hintergedanken wenn sie so etwas sagen, aber die hat jeder andere Staat auch.

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  • Anita am 20.12.2011 10:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arme gibt's überall

    Ja genau. Wer Amerika inkl USA kennt, weiss dass es dort auch Elends- und Armenviertel gibt. Aber diese haben eben keine potentiellen Atombomben. Das ist der einzige Grund, weshalb sich die USA "Sorgen" macht wegen den armen Nordkoreaner.