Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Ölpest im Golf von Mexiko
21. Juli 2010 13:50; Akt: 21.07.2010 13:50 Print
BP zeigte manipuliertes Foto
BP kommt nicht aus den negativen Schlagzeilen heraus: Der Ölkonzern hat ein verfälschtes Bild aus seinem Katastrophenzentrum veröffentlicht.

Bildmanipulation bei BP: Das Foto wurde bearbeitet; im Original war der untere Bildschirm leer. (Bild: Keystone/AP/Americablog.com)
Das manipulierte Foto, das am Wochenende auf der Website des Unternehmens zu sehen war, erweckt den Eindruck enormer Geschäftigkeit im für die Ölpest zuständigen Katastrophenzentrum.
Das unveränderte Original (Bild: BP p.l.c)
Bildstrecken
Ein Bild lügt mehr als tausend WorteOilguard - ein Schweizer Vlies soll Öl von den Stränden fernhaltenDas grosse Vogelputzen hat begonnenDie Opfer der ÖlkatastropheDie schlimmsten ÖlkatastrophenDer Ölteppich aus dem All gesehen
Infografik
Ausgelaufenes Öl im Golf von MexikoDer ÖlteppichKampf gegen die ÖlkatastropheUmwelt-Katastrophen
Video
Barack Obamas Rede zur Ölpest
Lebendig begraben im Öl
Auf dem Bild sind Mitarbeiter in Houston zu sehen, die auf zehn gigantische Videoschirme mit Bildern von den Ereignissen unter Wasser blicken. Zwei der Bildschirme seien allerdings leer gewesen, räumte BP-Sprecher Scott Dean am Dienstag ein.
«Photoshop-Kenntnisse beweisen»
Ein Fotograf des Konzerns habe das Bild mit Hilfe von Photoshop verändert. Dabei nahm es der Mann aber nicht extrem genau, wie es scheint: In der Vergrösserung sind die Manipulationen an mehreren Stellen deutlich sichtbar. So zeigen weisse Stellen um den Kopf eines Mannes unten im Bild klar, dass der Bildschirm im Hintergrund ursprünglich weiss war.
Wie die «Washington Post» lakonisch kommentierte, «ist BP offensichtlich nicht geschickter beim Bilder-Manipulieren als beim Stopfen von Tiefsee-Öllecks».
Das Original wurde am Montag gezeigt, nachdem John Aravosis auf seinem Americablog.com von Unstimmigkeiten berichtet hatte. Aravosis bemerkte dazu laut der «Washington Post»: «Ich nehme an, wenn man Katastrophenbekämpfung vortäuscht, kann man auch ein Bild aus dem Katastrophenzentrum fälschen.»
BP-Sprecher Dean sagte, der Fotograf habe nur seine Photoshop-Kenntnisse unter Beweis stellen wollen. Die Mitarbeiter seien angewiesen worden, das Bildbearbeitungsprogramm nur für Veränderungen wie Farbkorrekturen oder das Erstellen von Ausschnitten zu verwenden.
(dhr/dapd)



























