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Flut in Pakistan
17. September 2010 21:54; Akt: 17.09.2010 22:05 Print
«Aber jetzt brauchen wir mehr»
Wegen der Jahrhundertflut in Pakistan hat die UNO den grössten Spendenaufruf ihrer Geschichte gestartet.
Gut fünf Wochen nach dem ersten sogenannten Blitzaufruf über 459 Mio. Dollar will die UNO jetzt über 2 Milliarden Dollar von ihren 192 Mitgliedern haben.
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Hilfsgüter aus der Luft
«Die Höhe des aktualisierten Spendenaufrufs spiegelt das enorme menschliche und geografische Ausmass der Katastrophe wieder», erklärte die neue UNO-Nothilfekoordinatorin (OCHA) Valerie Amos am Freitag in New York.
Mit dem Geld soll 14 Millionen Flutopfern in den nächsten zwölf Monaten geholfen werden. Von der Katastrophe sind nach OCHA-Angaben gut 20 Millionen Menschen betroffen - deutlich mehr als zehn Prozent aller Pakistaner.
Mehr als 1700 Menschen starben, etwa 1,9 Millionen Heime seien zerstört. Die verwüstete Fläche sei mit
483 Hilfsprojekte
Mit dem Geld sollen 483 Hilfsprojekte von 15 UNO-Büros, der Internationalen Organisation für Migration und 156 Hilfsorganisationen unterstützt werden. Vor allem für die Landwirtschaft, Flüchtlingslager, Nahrung, Gesundheit, Wasser und Hygiene soll das Geld ausgegeben werden.
«In diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten haben sich viele Länder als extrem grosszügig gezeigt und in diesem Jahr schon mehr als fünf Milliarden Dollar gespendet», sagte Amos. «Aber jetzt brauchen wir mehr. ... Auch wir müssen unseren Beitrag leisten und können nicht einfach danebenstehen bei einer Katastrophe dieses Ausmasses.»
Mit dem neuerlichen Aufruf soll auch der vom August einen neuen Schub erhalten. Von den 459 Millionen Dollar sind bislang erst 80 Prozent gedeckt.
Der Spendenaufruf wendet sich an alle Mitgliedsländer, ist aber nicht verbindlich. Den bislang grössten Blitzaufruf (Flash Appeal) gab es nach dem Erdbeben in Haiti im Januar. Mit 1,48 Milliarden Dollar war er etwas höher als der fünf Jahre zuvor nach dem Tsunami im Indischen Ozean mit 1,41 Milliarden Dollar.
(sda)




























