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Pakistan
23. August 2010 15:01; Akt: 23.08.2010 16:08 Print
«Wir können warten - unsere Kinder nicht»
Vier Wochen nach Beginn der Flutkatastrophe in Pakistan bedrohen die Wassermassen nun bevölkerungsreiche Städte im Süden des Landes. Retter verstärken Dämme, doch Experten bleiben kritisch.
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Land unter in Pakistan
In pausenlosem Einsatz verstärkten Einsatzkräfte am Montag Deiche, doch die Verantwortlichen äusserten sich skeptisch darüber, ob die Überflutung der Städte Shadad Kot, Qambar und anderer Orte noch abgewendet werden kann.
Infografik Timeline Pakistan GlückskettePostkonto 10-15000-6 (Vermerk «Überschwemmungen Asien»),
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www.glueckskette.ch.
«Es ist unser letzter verzweifelter Versuch, die Stadt zu retten», sagte Brigadegeneral Khawar Baig. «Wir versuchen, hier das Wasser zu stoppen. Wenn es über die Deiche geht, werden weitere Orte überflutet.»
90 Prozent der
Sechs Millionen sind obdachlos
Der Einsatzleiter des Katastrophenschutzes in dem Gebiet, Yaseen Shar, war besonders über die Lage an den östlichen Deichen vor der Stadt besorgt. 2,70 Meter hoch stand hier das Wasser. «Wir bekämpfen diese ständige Bedrohung mit Steinen und Sandsäcken, und das ist eine grosse Herausforderung», sagte er.
Rund sechs Millionen Menschen hat die von ungewöhnlich heftigen Monsun-Niederschlägen ausgelöste Flut obdachlos gemacht - vom Norden, wo sie vor vier Wochen begann, bis zum Süden. Ernten und Infrastruktur wurden erheblich geschädigt und zerstört. Pakistanische Einsatzkräfte und internationale Hilfsorganisationen versuchen, die bedürftigen Menschen mit dem Notwendigsten zu versorgen, kommen aber in vielen Fällen noch immer nicht zu Betroffenen durch.
In der Stadt Kot Adu in der Provinz Punjab protestierten am Montag 400 Menschen. «Zwei Tage haben wir keine Lebensmittel bekommen», sagte einer der Demonstranten, Mohammed Iqbal. «Wir können warten - unsere Kinder nicht.»
Im Hochwassergebiet Punjabs stürzte in der Nacht zum Montag ein Bus in eine überflutete Schlucht - mindestens 13 Menschen kamen ums Leben, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Sie seien vermutlich von den reissenden Wassermassen in der Schlucht davongespült worden. 29 Menschen konnten gerettet werden.
(dapd)


























