Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Hochwasserkatastrophe
25. August 2010 06:40; Akt: 25.08.2010 17:31 Print
800 000 Opfer von Hilfe abgeschnitten
In den pakistanischen Überschwemmungsgebieten sind nach UNO-Schätzungen 800 000 Menschen für Hilfslieferungen nur über den Luftweg erreichbar.
In den pakistanischen Hochwassergebieten sind nach UNO-Schätzungen mehr als
Hilfsgüter aus der Luft
Spenden
Spenden für die Flutopfer in Pakistan nimmt die Glückskette entgegen auf:
Postkonto 10-15000-6 (Vermerk «Überschwemmungen Asien»),
www.glueckskette.ch.
Von äusserster Dringlichkeit sei es jetzt, die Menschen durch den Einsatz zusätzlicher Helikopter zu erreichen, sagte UNO-Sprecher Maurizio Giuliano am Mittwoch. «Wir werfen Hilfsgüter aus der Luft ab. Es ist nicht der beste Weg, aber es ist der einzige Weg.» Zurzeit stünden 13 Helikopter zur Verfügung, benötigt würden aber 37 weitere.
«Diese beispiellosen Überschwemmungen stellen uns vor beispiellose logistische Herausforderungen», sagte UNO- Nothilfekoordinator John Holmes. «Das erfordert ausserordentliche Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft.»
Pakistan kämpft seit nunmehr einem Monat gegen die schlimmsten Überschwemmungen seiner Geschichte. Mindestens 1500 Menschen starben, das Ausmass der Katastrophe ist aber noch längst nicht absehbar.
Rund ein Fünftel Pakistans wurde bisher von den Fluten überschwemmt. Fünf Millionen Menschen verloren durch die Katastrophe ihre Häuser.
Nach UNO-Angaben sind landesweit inzwischen 17 Millionen Menschen von der Flut betroffen. Vor allem alte Menschen, Frauen und Kinder warteten vielerorts weiter auf Hilfe, sagte eine Sprecherin des UNO- Flüchtlingshilfswerk in Islamabad.
Weitere Überschwemmungen drohen
Während sich die Lage in einigen Gebieten im Norden etwas entspannt, warnten die Behörden in der südpakistanischen Provinz Sindh am Mittwoch vor erneuten schweren Überschwemmungen durch den Indus-Fluss.
Die Millionenstadt Hyderabad und umliegende Bezirke seien weiterhin stark gefährdet, sagte der Minister für Bewässerung in Sindh, Jam Saifullah Dharejo. «Wir stecken mitten im Krieg gegen diese aussergewöhnlichen Fluten.»
Nach Angaben eines örtlichen Armeesprechers dehnte sich der Indus, der sich durch das ganze Land zieht, in Kotri westlich von Hyderabad von seiner ursprünglichen Breite von 200 bis 300 Metern auf nahezu 3,5 Kilometer aus.
Aus den gefährdeten Gebieten wurden bereits zehntausende Menschen in Sicherheit gebracht. Tausende Helfer versuchten, den Fluss mit Barrieren und Dämmen in Schach zu halten.
Nach Behördenangaben wurden im Distrikt Larkana mindestens 25 weitere Dörfer überflutet, nachdem an einem westlich des Flusses Indus gelegenen Kanal ein Deich gebrochen war.
UNICEF: Mehr Geld nötig
Das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF bezifferte am Mittwoch den Bedarf an Nothilfe auf rund 141 Millionen Dollar. Das ist das Dreifache der ersten Schätzungen Anfang August.
Die internationale Gemeinschaft spendete bislang mehr als 700 Millionen Dollar. Die Regierung in Islamabad schätzt den Bedarf für den Wiederaufbau, der mehrere Jahre dauern dürfte, auf insgesamt 43 Milliarden.
(sda)



























