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Hochwasser in Pakistan
21. August 2010 11:33; Akt: 21.08.2010 22:40 Print
Neue Flutwellen lösen Panik aus
Der Indus in der südlichen Provinz Sindh ist dramatisch angestiegen. 150 000 Menschen wurden aus ihren Häusern und Flüchtlingslagern vertrieben.
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Spenden für Pakistan?
Die Flutkatastrophe in Pakistan nimmt immer grössere Ausmasse an. Militär, Polizei und freiwillige Helfer versuchten jetzt, vor allem im südlichen Distrikt Shadadkot die Deiche des mächtigen Indus zu sichern, sagte ein Behördensprecher. Mehr als 90 Prozent der dortigen Bevölkerung habe vor den Überschwemmungen gerettet werden müssen. Die Flutwelle nähere sich nun dem Arabischen Meer.
Infografik Timeline Pakistan Video
Hilfsgüter aus der Luft
Spenden
Spenden für die Flutopfer in Pakistan nimmt die Glückskette entgegen auf:
Postkonto 10-15000-6 (Vermerk «Überschwemmungen Asien»),
www.glueckskette.ch.
Seit Beginn der Flutkatastrophe Ende Juli steht ein Fünftel Pakistans unter Wasser. Mindestens
Knapp eine Million Häuser sind nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde NDMA zerstört worden. Tausende gerettete Menschen sind noch ohne Unterkunft, Nahrung und Wasser. Fast 1500 Menschen kamen ums Leben, mehr als 2000 wurden verletzt. Insgesamt sind rund 20 Millionen Menschen direkt oder indirekt von der Katastrophe betroffen.
Ban: «Welt hat Ausmass zu spät begriffen»
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte mit Nachdruck sofortige und umfassende Hilfen. «Wir können nicht dastehen und zusehen, wie diese Natur- zu einer von Menschen gemachten Katastrophe wird», schrieb Ban in einem Gastbeitrag für die «Frankfurter Rundschau» vom Samstag.
Ban beklagte, die Welt habe das Ausmass der Katastrophe zu langsam und zu spät begriffen. Die Folgen des Hochwassers stellten «die Welt vor die grösste solidarische Herausforderung unserer Zeit».
Das Ausmass der Katastrophe sei «unfassbar», er habe bei seinem Besuch in Pakistan Menschen getroffen, «die in täglicher Angst leben, ihre Kinder nicht ernähren zu können oder sie vor der nächsten Welle der Katastrophe nicht schützen zu können: Durchfall, Hepatitis, Malaria und Cholera».
Fast 500 Millionen Dollar gespendet
Die Appelle scheinen allmählich Wirkung zu zeigen. Wie die UNO in New York mitteilte, kamen bislang knapp 500 Millionen Dollar an Hilfe für das Land zusammen.
Grösster Geldgeber sind die USA mit 102 Mio. Dollar, die bereits bezahlt wurden, sowie weiteren 60 zugesagten Millionen. Ihnen folgen Grossbritannien und Saudi-Arabien mit jeweils 65 Mio. Dollar, beide haben rund 40 Millionen Dollar zusätzlich angekündigt.
Die Staaten der Europäischen Union und die EU-Kommission stockten ihre Hilfe auf gut 250 Millionen Dollar auf. Die Schweiz hat einen Betrag von 4,5 Millionen Franken versprochen.
Mehr Gelder notwendig
In einem Hilfsappell vor zehn Tagen hatten die Vereinten Nationen um 460 Millionen Dollar für die Flutopfer gebeten. Mittlerweile wird der benötigte Betrag allerdings deutlich höher eingeschätzt.
Die Schätzung vom 11. August sei von sechs Millionen Menschen ausgegangen, die sofortige humanitäre Hilfe benötigten, sagte der Sprecher des UNO-Büro für die Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA), Maurizio Giuliano.
Diese Zahl sei nun auf mindestens acht Millionen Menschen gestiegen. «Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Bedarf an Spenden stark ansteigen wird», sagte Giuliano. «Wir sind in einem Rennen gegen die Zeit.»
(sda)


























