Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Flutkatastrophe
20. August 2010 13:33; Akt: 20.08.2010 14:13 Print
Pakistan akzeptiert Hilfe vom Erzfeind
Lange hat die pakistanische Regierung gezögert, doch nun hat sie ein indisches Hilfsangebot für die Opfer der Flut angenommen. Ein Zeichen der Annäherung?
-
Ban ruft zur Hilfe auf: «Zeitlupen-Tsunami in Pakistan»
-
Pakistan: 650 000 haben nicht einmal eine Notunterkunft
-
Überschwemmungen: Schweiz schenkt Pakistan drei Helikopter
-
Flutkatastrophe in Pakistan: Schweizer spenden 13 Millionen
-
Flut in Pakistan: Viele Dörfer müssen aufgegeben werden
- Dossiers
-
Land unter in Pakistan
Die pakistanische Regierung hat nach tagelangem Zögern ein indisches Hilfsangebot für die Opfer der Jahrhundertflut angenommen. Inmitten der Katastrophe, unter der 20 Millionen Menschen leiden, ist das ein Zeichen des guten Willens und der Annäherung zwischen zwei Staaten, die sich wegen des Kaschmir-Konflikts seit 1947 zu Atomwaffenstaaten hochgerüstet haben und zwei Kriege gegeneinander geführt haben.
Infografik Timeline PakistanIndien hat fünf Millionen Dollar für die Hochwasseropfer zur Verfügung gestellt. Das Geld «ist hoch willkommen und wir erkennen das an», sagte der pakistanische Aussenminister Shah Mahmood Qureshi dem indischen Fernsehsender NDTV. Das indische Aussenministerium begrüsste am Freitag die pakistanische Entscheidung, wie die indische Nachrichtenagentur PTI aus Neu-Delhi berichtete. Das Land sei bereit, noch mehr zu helfen. Indien hatte bereits nach dem schweren Erdbeben 2006 Pakistan Hilfe geleistet, bei dem mehr als
Mehr Helikopter benötigt
Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hat derweil dazu aufgerufen, weitere Helikopter nach Pakistan zu bringen. Es bestehe ein dringender Bedarf an Helikoptern, damit die Hilfe schnell die Bedürftigen erreiche, die von der Aussenwelt abgeschnitten seien, sagte WFP-Sprecherin Emilia Casella am Freitag in Genf.
Insgesamt verfügt das WFP derzeit über 15 Helikopter, nachdem am Freitag fünf zusätzliche in die Flotte aufgenommen wurden. Wie viele weitere Helikopter das WFP genau benötigt, konnte Casella nicht sagen. «Sie können uns viele bringen, und wir werden sie alle nutzen», sagte sie.
Das WFP verfüge über Lebensmittelrationen für einen Monat für 1,2 Millionen Flutopfer. Insgesamt benötigten jedoch sechs Millionen Menschen Nahrung, sagte sie. Es sei dringend, die Kapazität zur Versorgung aus der Luft massiv zu erhöhen. «Wir brauchen die Helikopter jetzt, nicht erst, wenn die Flut zurückgegangen ist.»
Schweiz schickt Helikopter
Der Bundesrat hat am Mittwoch angekündigt, er wolle Pakistan Schweizer Armee-Helikopter des Typs Alouette III zur Verfügung stellen. Wie viele Helikopter es genau sein werden, ist noch Gegenstand von Abklärungen, wie die Bundeskanzlei am Mittwoch mitteilte.
Nach pakistanischen Regierungsangaben sind 20 Millionen Menschen von den Überschwemmungen betroffen. Fast 1500 Menschen starben seit Ende Juli durch die Katastrophe.
(sda/dapd)


























