Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Flut in Pakistan
31. August 2010 10:44; Akt: 31.08.2010 16:57 Print
Verzweifelter Kampf um zwei Städte
In Pakistan drohen zwei weitere Städte mit insgesamt 100 000 Einwohnern in den Fluten zu versinken.
Die Wassermassen des über die Ufer getretenen Flusses Indus strömten auf Jati und Choohar Jamali zu, teilte am Dienstag ein Behördensprecher mit. In den im Süden des Landes gelegenen Städten leben insgesamt rund
Hilfsgüter aus der Luft
Die Glückskette sammelt Spenden für Pakistan:
Postkonto 10-15000-6 (Vermerk «Überschwemmungen Asien»)
Gratis-Telefonnummer 0800 87 07 07
Oder über www.glueckskette.ch
Sie seien aufgefordert worden, ihre Häuser und auch ihre jeweilige Stadt zu verlassen, sagte der Behördensprecher und versprach zugleich: «Wir versuchen alles, um die zwei Städte zu retten.»
Viele Einwohner flüchteten ins nahegelegene Thatta, das von den Behörden inzwischen wieder als sicher angesehen wird. Aus Angst vor den Fluten des Indus war die
Inzwischen konnten die Menschen wieder in ihre Häuser zurück. Zudem strömen auch Flüchtlinge aus umliegenden bedrohten Ortschaften wie Jati und Choohar Jamali nach Thatta.
Pakistan kämpft seit nunmehr mehr als einem Monat gegen die schlimmsten Überschwemmungen seiner Geschichte. Noch immer ist das Ausmass der Katastrophe nicht absehbar. Schätzungen der UNO zufolge sind bis zu 20 Millionen Menschen von den Fluten betroffen. Rund ein Fünftel des gesamten Staatsgebietes wurde überschwemmt.
Krank und unterernährt
In Notlagern in der südlichen Provinz Sindh starben gemäss Medienberichten 17 Menschen an Krankheiten und Unterernährung, darunter neun Kinder. Der Direktor der regionalen Katastrophenbehörde, Khair Mohammad Kaloro, bestätigte, dass es «einige Todesfälle» gegeben habe. Er wies Vorwürfe zurück, die Menschen hätten sich in den Lagern infiziert.
Allein in der Provinz Sindh betreibe die Regierung mehr als 2800 Auffanglager, in denen etwa
Die UNO hat bereits vor dem Ausbruch von diversen Krankheiten wie Hepatitis A und E, Typhus und Malaria im Zuge der verheerenden Überschwemmungen gewarnt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass bereits etwa
«Die Vorräte an Arzneimitteln sind fast erschöpft und die Zahl der Kranken wird in den kommenden Tagen steigen», sagte Ashiq Hussain Malik, Chefarzt des Muzaffargarh-Spitals in der schwer betroffenen Provinz Punjab. Rund 60 Prozent der Patienten litten unter Magen- und Darmentzündungen, Durchfall, Haut- und Augeninfektionen. Die Kranken seien in einem ziemlich schlechten Zustand, fügte er hinzu.

(sda)




























