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Rauchverbot
27. April 2010 13:52; Akt: 27.04.2010 14:08 Print
Hier wird weiter gequalmt
In fünf Tagen ist es so weit: In allen Kantonen gelten Rauchverbote in Gaststätten. Doch ausgeraucht ist damit noch lange nicht.
Am 1. Mai treten landesweit Vorschriften zum Schutz vor dem Passivrauchen in Kraft. Doch nicht alle Aschenbecher müssen weg - das Gesetz bleibt ein Flickenteppich mit Ausnahmen und kantonalen Eigenheiten.
Raucherräume, sogenannte Fumoirs, sind überall vorgesehen. In sieben Kantonen dürfen sie allerdings nicht bedient sein.(Bild: Keystone)
Der Bund ist nämlich weniger streng als etliche Kantone, die bereits eigene Gesetze erlassen haben und diese weiterhin anwenden können: Wirte dürfen etwa gemäss Bundesgesetz abgetrennte und ausreichend belüftete Fumoirs einrichten. Was «ausreichend belüftet» heisst, haben die Kantone festzulegen.
Angestellte, die vorgängig ihre Zustimmung gegeben haben, dürfen in Raucherräumen beschäftigt werden. In 7 Kantonen sind nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) Raucherräume mit Service verboten, 19 erlauben bediente Fumoirs. Auf Raucherräume ganz verzichten wollte bisher kein Kanton.
Eine weitere Ausnahme macht der Bund für kleine Lokale: Sie können als Raucherbetriebe geführt werden. Voraussetzung ist, dass die für Gäste zugänglichen Räume - inklusive Toiletten - höchstens 80 Quadratmeter Fläche haben. Der Kanton muss eine Bewilligung erteilen und das Lokal klar als Raucherlokal gekennzeichnet werden.
Kleine Nachfrage nach Raucherbetrieben
Raucherbetriebe sind in 13 Kantonen erlaubt. Riesig ist die Nachfrage nicht: Der Kanton Aargau etwa hat 109 Lokale für Raucher bewilligt. Weitere 46 Gesuche seien hängig, sagte Balz Bruder, Sprecher des Gesundheitsdepartements, auf Anfrage. Das Amt für Verbraucherschutz geht von rund 1500 Gastrobetrieben im Kanton aus.
Luzern - auch hier gibt es rund 1500 vom Rauchverbot betroffene Gaststätten - hat bisher 60 Raucherlokale bewilligt. Bis zu 20 Gesuche seien hängig und weitere würden erwartet, sagte Arthur Wolfisberg, Chef Gastgewerbe und Gewerbepolizei.
Gesuche für einen Raucherbetrieb reichten vor allem Bars und Pubs ein, sagte Wolfisberg. «Traditionelle Dorfbeizen sind oft zu gross, weil sie neben der Gaststube noch einen Saal haben.» Im Aargau sind Raucherlokale überall im Kanton zu finden. «Es gibt alles, von der Altstadt-Bar in Aarau und Baden bis zur Dorfbeiz», sagte Bruder.
Nur zwei Gesuche für Raucherbetriebe sind im Jura eingegangen, wie es beim Amt für Gewerbe und Arbeit hiess. Vier von fünf jurassischen Gastrobetrieben sind kleine Lokale auf dem Land.
Der Jura - Sitz des Zigaretten-Herstellers British American Tobacco (BAT) mit mehreren hundert Arbeitsplätzen - galt bisher als letzte Westschweizer Raucherbastion: Vorstösse für den Schutz vor dem Passivrauchen in Restaurants scheiterten immer.
Initiativen hängig
Das letzte Wort zum Rauchverbot ist aber mit Sicherheit noch nicht gesprochen. Die Lungenliga will im Sommer ihre Volksinitiative für ein generelles Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden einreichen. Die nötigen Unterschriften hat sie beisammen; der Branchenverband GastroSuisse hat bereits seinen Widerstand angekündigt.
Auch die Gegner des generellen Rauchverbots haben eine Volksinitiative lanciert. Sie haben bis am 23. August 2011 Zeit, die erforderlichen
(sda)
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Alle 149 Kommentare
































jeppi....
... also hab ich jetzt richtig verstanden: Raucher nach draussen, Nichtraucher drinnen? So schön, jetzt haben die Raucher die Gartenrestaurants für sich.. denn die Nichtraucherplätze sind ja jetzt drinn.. (Merkt eigentlich niemand wie absurd das ganze ist) Ich werde in Zukunft meine Zigaretten zuhause Rauchen und mit meinen Freunden die Partys in den eigenen 4 Wänden feiern und leider nicht mehr in den Ausgang gehen.. Warum soll ich irgendwo Geld ausgeben wo ich nicht willkommen bin?? Nein, nein ich weis mir schon zu helfen:-)
Frische Luft für Alle
Ich bin jetzt schon länger Nichtraucherin und geniesse mein gesünderes Leben mit meinem zweitem Leben.Meine bald 11Jahre alte Tochter ist mit Ihrem Mami sehr zufrieden.
Unsägliches Gejammer
Das Gejammer der Raucher ist ja kaum mehr zu ertragen. In den Kommentaren lese ich völlige realitätsfremde Argumente gegen das Rauchverbot: Diskriminierungsgesetz, Menschenrecht etc. Letztendlich - auch wenn ihr es nicht gerne hört, liebe Raucher - seid ihr (Drogen)-Süchtige. Wer nicht in eine Beiz gehen kann, ohne zu rauchen, tut mir sehr leid und bräuchte meiner Meinung nach dringend Hilfe.
Wer jammert den hier
Ich bin ein Raucher und stehe auch dazu, kann ganz gut Leben ohne Restaurant, ach übrigens beschwere ich mich auch nicht wenn mich besoffenen anquatschen, ich trinke kein Alkohol will aber desswegen keine alkoholfreie Restaurant's, und Raucher fahren auch keine Kinder und Füssgänger über den Haufen.