Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Föderalismus
19. Mai 2010 13:29; Akt: 19.05.2010 13:44 Print
Das Rauchverbot-Chaos geht weiter
von Lukas Mäder - Das schweizweite Rauchverbot ist in Kraft, doch das föderalistische Chaos hält an: Den einen gehen die Verbote zu weit, die anderen fordern schärfere Gesetze.
-
Rauchverbot: Erste Wirte müssen Personal abbauen
-
Basel: Per Initiative Rauchverbot kippen?
-
Luzern: Innovative Wirte umgehen Rauchverbot
-
Rauchverbot: Wirte befürchten Anstieg bei Privat-Partys
-
Rauchverbot: «Es riecht irgendwie komisch»
- Dossiers
-
Das Aus für den blauen Dunst
- Was meinen Sie?
-
Rauchverbote in der Gastronomie
Die Schweiz hat seit dem
Das föderalistische Chaos geht trotz Bundesregelung zum Schutz vor dem Passivrauchen weiter: Die Lungenliga will ein absolutes Rauchverbot in Beizen, die Wirte wollen Ausnahmen.(Bild: Keystone)
Unterschiedliche Regelungen
In der Schweiz existieren drei Varianten des Rauchverbots in der Gastronomie: Rauchfreie Betriebe mit bedienten Fumoirs, mit unbedienten Fumoirs sowie Ausnahmen für Betriebe unter 80 Quadratmeter.
Die Lungenliga vertritt den strikten Schutz der Arbeitnehmer. Deshalb will sie mit ihrer Volksinitiative in der ganzen Schweiz nur noch unbediente Fumoirs erlauben. Ausnahmen für kleinere Gastronomiebetriebe sind ebenfalls verboten.
Die Lungenliga hat ihre nationale Volksinitiative lanciert, weil ihr das Bundesgesetz zu wenig weit ging. Während das Parlament in Bern Raucherlokale als Ausnahmen sowie bediente Fumoirs zulässt, will die eingereichte Volksinitiative einen vollständigen Schutz für das Personal: Alle Lokale müssen rauchfrei sein und Fumoirs sind nur unbedient erlaubt. Diesen Standard haben auch mehrere kantonale Lungenligen über Volksinitiativen installiert — aber eben nicht in allen Kantonen, weshalb der regulatorische Wildwuchs wuchert.
Misserfolge der Rauchverbotsgegner
Während sich die Lungenliga mit ihrer Initiative beim Volk aufgund bisheriger Abstimmungsergebnisse gute Chancen ausrechnen kann, mussten die Gegner von Rauchverboten bisher einige Niederlagen einstecken. Sie sind mit ihrem Referendum gegen das Bundesgesetz gescheitert, und auch gegen die kantonal-bernische Regelung bekamen die Gegner nicht genügend Unterschriften zusammen. Diese Misserfolge haben sie jedoch nicht entmutigt. Die IG Freie Wirte sammelt derzeit Unterschriften für eine eidgenössische Initiative, die das Rauchen faktisch wieder zulassen würde. Ob in einer Bar oder in einem Restaurant geraucht werden darf, soll der Eigentümer entscheiden. Damit geht das Volksbegehren hinter die Bundeslösung zurück — und dürfte deshalb an der Urne chancenlos sein, obwohl das Komitee in drei Monaten bereits
Doch auch gemässigte Gegner eines Rauchverbots machen mobil. Im Kanton Solothurn hat ein Komitee letzten Sommer eine Initiative eingereicht, die die geltende Fumoir-Regelung wieder abschaffen und die Bundesregelung mit Rauchbeizen unter
Glarus lehnt striktes Rauchverbot ab
Zwar hat die Bevölkerung in der Vergangenheit Initiativen für Rauchverbote immer klar angenommen. Doch während eine Rückkehr zur absoluten Freiheit, wie sie die IG Freie Wirte anstrebt, völlig aussichtslos erscheint, könnten Vorstösse zugunsten der moderaten Bundesregelung die Gunst der Bevölkerung finden. Dies hat die Landsgemeinde im Kanton Glarus vorgemacht. Sie lehnte am
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
-
Alle 215 Kommentare





























man man man
ha!am besten auswandern!die luft zum atmen wird in unserem land immer kleiner...
ich glaub ich werde raucher...
..wenn das so weiter geht, dann werde ich noch zum kiffer...den ohne drogen oder alkohol kann ein mensch so viel schwachsinn nicht aushalten :-)
weiter so...
.. und wir haben so viele sinnvolle Gesetzte das wir nur noch zuhause Sitzen dürfen. Der Kurrier mit Spezialbewilligung und Schutzanzug bringt dann etwas zu essen :-) Gut ist es immernoch meine Sache was ich meinem Körper antue oder nicht. Den Grundsätzlich geht meine Gesundheit niemand etwas an, auch nicht die Lungenliga.
Antwort an Rolf:
klar ist jeder für seine Gesundheit selber verantwortlich. Ich sehe einfach nicht ein, weshalb es für viele Raucher einfach selbstverständlich ist, dass sie in einem geschlossenen Raum die Luft verpesten dürfen, obwohl Nichtraucher zugegen sind. Ist das ein Menschenrecht? Ich setze mich ja auch nicht ins Restaurant und stelle meinen CD-Player auf den Tisch und höre lauthals meine Lieblingsmusik. Das verbietet mir der Anstand... Wenn die Raucher ihr "Hobby" rücksichtsvoller praktizieren würden, wäre das Rauchverbot nicht nötig!!!