Rauchverbot

09. Juni 2010 13:26; Akt: 09.06.2010 14:11 Print

Trotz Fumoir: Der Rauchgestank bleibtTrotz Fumoir: Der Rauchgestank bleibt

von Ronny Nicolussi - Die Vorfreude auf einen rauchfreien Ausgang stellt sich als Trugschluss heraus. Das Problem ist der Rauch aus dritter Hand.

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Weshalb riecht es im Bolero nach Rauch? - Blick auf das Fumoir mit offenen Türen. (Bild: Leser-Reporter)

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So haben sich viele den Ausgang nach dem Rauchverbot nicht vorgestellt: Seit gut einem Monat sollten Nichtraucher schweizweit nicht mehr eingenebelt werden. Bis es in sämtlichen Lokalen nicht mehr nach Rauch stinken wird, wird es aber wohl noch ein bisschen dauern. In alten Beizen riecht es nach abgestandenem Rauch, der sich über Jahre in Gebälk und Gemäuer festgesetzt hat. Und in verschiedenen Clubs wird trotz Rauchverbot ungehemmt weitergeschlotet.

Enttäuscht zeigten sich Leser aber vor allem über Lokale mit einem Fumoir. Dachten sie, das Einbauen von Raucherräumen sorge für ein besseres Klima, mussten sie sich eines Besseren belehren lassen. Zwar sind sie ausserhalb der Fumoirs vor dem schädlichen Passivrauch geschützt, der Rauchgeruch indessen bleibt.

Ein Leserreporter meldete, im Winterthurer Club Bolero rieche es ausserhalb des Fumoirs nach wie vor nach Rauch. Er vermutete, der Rauch entweiche aus dem Fumoir, da dessen automatische Schiebetüren meistens sperrangelweit offen stünden. «Es spielt gar keine Rolle, ob du im oder ausserhalb des Fumoirs stehst, am Ende riechst du wie ein Aschenbecher», ärgerte er sich.

Unangenehm, aber ungefährlich

Dass verrauchte Luft aus dem Fumoir in den Club dringt, kann aber eigentlich gar nicht sein, wie Bolero-Sprecher Marcel Nüesch festhält. «Da im Club mit unterschiedlichem Luftdruck gearbeitet wird, bleibt der Rauch im Fumoir.» Ob die Türen offen oder geschlossen seien, sei dabei egal. Die Anlage sei im Übrigen von offizieller Seite geprüft worden.

Was also riecht im Bolero nach Rauch? Statt verrauchter Luft verrauchte Kluft – von Menschen, die sich zuvor längere Zeit im Fumoir aufgehalten haben? Gut möglich, meint Otto Brändli, Präsident der Lungenliga Zürich. Im Fachjargon spricht man von Third-Hand-Rauch (Passivrauch wird als Second-Hand-Rauch bezeichnet). Beim Rauch aus dritter Hand handelt es sich um den, welcher in den Kleidern, der Haut und den Haaren haften bleibt. Er ist zwar unangenehm, aber ungefährlich.

Zwei Dutzend laufende Untersuchungen in Zürich

Anders als das Bolero bekunden mehrere Lokale in der Stadt Zürich Mühe mit der Bundesverordnung zum Schutz vor Passivrauchen (PRSV). «Wir haben bisher rund zwei Dutzend Betriebe notiert, die Raucherräume anbieten, ohne vorgängig die gesetzlichen Bedingungen dafür überprüft zu haben», sagt Marco Bisa, Sprecher der Stadtpolizei Zürich auf Anfrage. Konkrete Vorwürfe oder weitere Details wollte Bisa mit Hinweis auf die laufenden Untersuchungen jedoch nicht nennen.

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  • sr am 18.06.2010 07:49 Report Diesen Beitrag melden

    ja, der Gestank ...

    ... im Ausgang ist beinahe unerträglich. Besonders seit dem Rauchverbot! Ich bin vehement dafür, weitere Gesetze für Ausgangslokale einzuführen: - Verbot von parfümierten Deos und Haarsprays, - Vorschrift, max. eine Stunde vor Einlass zu duschen, - Wer schwitzt muss nach Hause, - Wer Alkohol verschüttet, muss blitzeblank aufputzen ...

  • Zenith am 11.06.2010 16:45 Report Diesen Beitrag melden

    fiese Stimmungsmache

    Leute Leute kommt mal wieder runter. Merkt ihr nicht dass da bloss wieder von den Medien Oel ins Feuer gegossen wird? Da macht ein Nichtraucher eine so dämliche Aussage wie im Artikel und schon geht die Hetze los! Das war EIN (in Zahlen: 1) Depp, der so ein Statement rausliess. D.h. noch lange nicht, dass "wieder mal" alle Nichtraucher gemotzt haben!

  • Andy K am 11.06.2010 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin schwer Kriminell

    Ich Rauche, ich spiele Killerspiele und ich sage immer noch Fussgängerstreifen! Wenn das raus kommt lande ich bestimmt für 10 Jahre hinter Gittern!