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München-Prozess
10. März 2010 10:55; Akt: 10.03.2010 12:46 Print
Richter will vom Prügel-Trio ein Geständnis
Zurzeit vernimmt das Münchner Landgericht das Hauptopfer der München-Prügler, den schwer geschädigten 47-jährigen Versicherungskaufmann. Der Richter soll an die Angeklagten appelliert haben, ein Geständnis abzulegen. Für heute Mittag werden mehr Informationen erwartet.
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Die Blutspur der München-Prügler
Jetzt sind die Opfer an der Reihe im Münchner Prügel-Prozess: Gestern Abend wurden die drei Mazedonier vernommen, welche die Jugendlichen im Nussbaumpark mit Fäusten und Tritten traktierten. Heute Vormittag befinden sich das Hauptopfer, der 47-jährige Versicherungskaufmann, sowie der bulgarische Student in der Einvernahme.
Der Richter: Reinhold Baier(Bild: Keystone/Walter Bieri)
Werden die Angeklagten weiter Schweigen? Christoph Finke, Anwalt von Benjamin D(Bild: Keystone/Walter Bieri)
Obwohl der Prozess hinter verschlossenen Türen stattfindet und das Landgericht zumindest an der gestrigen Pressekonferenz nicht viel bekannt gab, sickern immer wieder Informationen durch.
Reinhard Keck, Gerichtsreporter der Münchner Abendzeitung, sagt gegenüber 20 Minuten Online, dass es das Hauptopfer aus dem Nussbaumpark, einen teilweise gelähmten Mazedonier, übel erwischt habe. «Er hat Angstzustände und Panikattacken, er kann nicht mehr schlafen und ist noch immer in psychiatrischer Behandlung», sagt Keck. Die physischen Wunden seien aber geheilt.
Gesichtspflege im Gerichtssaal
Auch im Falle des Versicherungskaufmanns sei durchgesickert, dass er bleibende Schäden davongetragen habe - das sehe man sogar im Gerichtssaal. «Anscheinend streicht er sich während der Verhandlungen immer wieder eine Creme aufs Gesicht», sagt Keck.
Eberhard Unfried von der Münchner TZ weiss, dass der Richter sich gestern Abend zur verschwiegenen Verteidigungsstrategie der Angeklagten geäussert habe. «Der Richter appellierte an die Angeklagten, dass sie jetzt nochmals die Gelegenheit hätten, ein Geständnis abzulegen»,sagt Unfried. Er habe ihnen versichert, dass sich dies strafmildernd auswirke. «Der Richter bezeichnete die bisherige Verteidigungsstrategie als destruktiv», so Unfried.
Heute Mittag um 13 Uhr wird das Landgericht über den Stand der Verhandlungen informieren.
(job)


























