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Münchner Schläger
13. Oktober 2010 18:45; Akt: 13.10.2010 20:25 Print
Benji D. will gestehen
Dramatische Wende im Fall der Schläger von München: Benji D., einer der Schläger von München, wird am Donnerstag ein Geständnis ablegen. Sein neuer Anwalt kritisiert zudem seinen Vorgänger scharf.
Benji D. will sein monatelanges Schweigen im Münchner Schlägerprozess brechen. Sein Anwalt, Steffen Ufer, bestätigte auf Anfrage von 20 Minuten Online eine Meldung der Nachrichtenagentur DPA, wonach Benji D. am Donnerstag vor dem Landgericht München ein Geständnis ablegen wird.
Die drei Schweizer Angeklagten: Benji D. (links), Ivan Z. und Mike B.(Bild: Keystone)
Infografik
Die Blutspur der München-Prügler
Zum Richtungswechsel in der Verteidigung hat Anwalt Ufer beigetragen. Erst vor kurzem hat der heute 18-Jährige seinen Rechtsvertreter gewechselt. Laut Ufer werde Benji D. das Geständnis wiederholen, das er zuvor bereits bei der polizeilichen Vernehmung abgelegt hatte. Er werde einräumen, an einer Körperverletzung teilgenommen zu haben. «Zudem wird er sich reuig zeigen und sagen, dass ihm die Tat leid tut», sagt Ufer.
Strategie des Schweigens aufgegeben
Damit gibt der Jugendliche seine bisherige Strategie des Schweigens auf. Gemäss Empfehlung seines früheren Anwaltes schwieg er seit Prozessbeginn am 8. März. Das Gleiche taten seine beiden Mitangeklagten. Ob der Kurswechsel Einfluss auf deren Verhalten hat, wird sich am Donnerstag zeigen. Rechtsanwalt Ufer zeigte sich auf Anfrage davon überzeugt, «dass mindestens einer der beiden Mitangeklagten ebenfalls ein Geständnis ablegen wird».
«Diese Mafia-Verteidigung, einfach nichts zu sagen, passt nicht zu den jugendlichen Taten, auch wenn sie noch so schwer gewesen sein sollten», sagt Ufer. Die Eltern seines Mandanten und Benji D. selbst hätten begriffen, dass es keinen Sinn mache, zu schweigen. Schliesslich hätten die Schläger ja bereits bei der Polizei ein Geständnis abgelegt.
Gemäss Prozessprogramm waren auf Donnerstag die Plädoyers von Verteidigung und Anklage angekündigt. Dass die Zeit nach dem Geständnis dafür reicht, bezweifelt der Anwalt. Wann in diesem Fall das Urteil eröffnet werden kann, ist noch offen.
Es drohen zehn Jahre Haft
Die drei Jugendlichen sind des gemeinschaftlichen versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung angeklagt. Bei einem Schuldspruch drohen ihnen bis zu zehn Jahre Freiheitsentzug.
Die drei ehemaligen Schüler der Berufswahlschule Küsnacht ZH sollen während der Klassen-Abschlussreise nach München Ende Juni 2009 fünf Passanten grundlos brutal zusammengeschlagen haben. Zwei Opfer wurden dabei lebensgefährlich verletzt. Seit der Tatnacht sind die drei Angeklagten in Haft.
(sda/rn)
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Alle 16 Kommentare































Verdient
Die Drei haben meiner Meinung nach die Strafe verdient, wie manch anderer auch der in der Schweiz lebt. Zum "glück" haben sie die Tat in Deutschland begangen, in der Schweiz wären sie schon lange wieder auf freiem Fusse und würde weiter Menschen terrorisieren. 10 Jahre haft sind nur angemessen, sind ja selber Schuld dass sie sich ihr leben verbaut haben!
geschickte Strategie
Eine geschickt gesteuerte Strategie des Anwalts um Einfluss auf das Strafmass zu nehmen. Wenn eine Person wahrhafte Reue bezeugt dann sicherlich nicht erst unmittelbar vor den Plädoyers. Ich hoffe nur dass alle drei die volle Härte des Gesetzes erfahren
Tolle Eltern
anstatt die Tat ihrer Sprösslinge zu verachten sagte ein Vater nur, "schade dies ist in DE passiert. In der Schweiz wären seine Kids schon wieder draussen" Da kann ich nur sgen, zum glück in einem Land welches eine bessere Umsetzung der Gesetzte praktiziert.