Ex-Armeechef

06. Januar 2009 08:45; Akt: 06.01.2009 10:33 Print

Nef geht es «schlecht, sehr schlecht»Nef geht es «schlecht, sehr schlecht»

Roland Nef ist am Ende seiner Kräfte: Ihm geht es laut Aussagen seines Anwalts gesundheitlich sehr schlecht. Der ehemalige Armeechef habe zudem kaum Chancen, je wieder einen Job zu finden.

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Ex-Armee-Chef Roland Nef. Archivbild.

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Ex-Armeechef Roland Nef schweigt seit Monaten über die Enthüllungen rund um seine Person. Nun gibt sein Anwalt Bernhard Rüdy in einem Interview mit der «Berner Zeitung» Details über den Zustand von Nef bekannt: «Ihm und seiner Familie geht es vor allem gesundheitlich schlecht, sehr schlecht - bedingt durch die ganze Medienschlacht.» Nef wolle nun einfach Ruhe haben. Er habe weder die nervliche noch die finanzielle Kraft, weitere rechtliche Schritte zu unternehmen, sagte Rüdy zu den in den vergangenen Tagen bekannt gewordenen neuen Details aus dem eingestellten Strafverfahren gegen Nef.

Anwalt dementiert Alkoholproblem

«Es geht etwa um die Behauptung, Nef habe ein Alkoholproblem. Hätte er ein Alkoholproblem, glauben Sie etwa, dass er die ganze Karrierenleiter bis zum Korpskommandanten geschafft hätte», erklärte Rüdy.

Diese Vorwürfe würden von jenem Zürcher Stadtpolizisten aufgewärmt, der sich wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses vor Gericht verantworten muss. Die Schlammschlacht habe gravierende Folgen: «Für Nef ist es so gut wie aussichtslos, wieder eine Arbeit zu finden», sagte Rüdy.

Der Bundesrat hatte Nef am vergangenen 20. August unter Bezahlung einer Abgangsentschädigung von 275 000 Franken verabschiedet, nachdem schwere Nötigungsvorwürfe seiner Ex-Partnerin bekannt geworden waren.

(am/ap)