Schweinegrippe

29. April 2009 17:22; Akt: 29.04.2009 17:29 Print

Ägypten tötet 300 000 Schweine

Die ägyptischen Behörden haben wegen der Schweinegrippe die vorsorgliche Tötung aller etwa 300 000 Schweine im Land angeordnet.

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Die ersten Tiere wurden am Mittwoch gekeult. Schweinezüchter reagierten wütend auf die Massnahme und forderten Entschädigung. Die Betreiber einer grossen Schweinefarm nördlich von Kairo verweigerten Mitarbeitern der Gesundheitsbehörde, die die Tiere töten sollten, den Zutritt. Aus Ägypten wurde bislang kein Fall von Schweinegrippe gemeldet.

In weiten Teilen der muslimischen Welt gelten Schweine als unreine Tiere, und ihr Verzehr ist verboten. Oft werden die Tiere von Angehörigen religiöser Minderheiten gezüchtet, die Schweinefleisch essen. In Ägypten ist dies vor allem die christliche Minderheit, die Schätzungen zufolge etwa zehn Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht.

(ap)