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Impfchaos
19. November 2009 22:25; Akt: 19.11.2009 22:26 Print
Bundesrat Burkhalter kritisiert BAG
von Raffaela Moresi - Allein letzte Woche erkrankten wohl gegen 21 000 Schweizer an der Schweinegrippe. Und: Erstmals kritisiert nun auch Gesundheitsminister Didier Burkhalter das BAG.
Ärzte und Patienten monieren seit Tagen, dass die Verteilung des Schweinegrippe-Impfstoffes chaotisch abgelaufen sei – dieser Kritik schliesst sich jetzt sogar Bundesrat Didier Burkhalter an. «Man kann bei uns schwerlich behaupten, es habe keinen Piloten an Bord. Vielleicht hat es im Gegenteil ein paar zu viel», so der Gesundheitsminister an einer Tagung. Laut Burkhalter ist die Lage mittlerweile unter Kontrolle. Ab Montag sollen flächendeckend auch Nicht-Risikopatienten geimpft werden. Doch: Bis Ende Woche ist nur genug Impfstoff vorhanden, um die Hälfte der Bevölkerung zu impfen. «Andere Länder erreichen diesen Stand kaum», verteidigt sich Patrick Mathys, Leiter der BAG-Pandemievorsorge.
Gesundheitsminister Didier Burkhalter: Lage unter Kontrolle. (Bild: pixil)
Für viele kommt der Schutz sowieso zu spät: Vergangene Woche gingen über 21 000 mit Grippesymptomen zum Arzt – die meisten von ihnen litten wohl an der Schweinegrippe. Die nachgewiesenen Fälle haben sich innert Wochenfrist auf 4500 verdreifacht. 85 Personen mussten ins Spital, 16 landeten auf der Intensivstation.
Derweil lässt das Heilmittelinstitut Swissmedic den Impfstoff Pandemrix neu auch für über 60-Jährige zu. Noch geprüft wird, ob bald auch Kinder ab 6 Monaten Pandemrix erhalten sollen.


























