Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Schweinegrippe
16. September 2009 12:18; Akt: 16.09.2009 18:56 Print
Quarantäne in zwei Bündner Internaten
Im Kanton Graubünden sind rund 80 Schüler in zwei Internaten an der Schweinegrippe erkrankt. Während am Oberengadiner Lyceum Zuoz das Virus nachgewiesen wurde, bestand in der Klosterschule Disentis konkreter Verdacht.
Am Lyceum Zuoz sind rund 40 der 220 internen und 100 externen Schüler und drei Lehrpersonen mit der Schweinegrippe angesteckt. Die Krankheit ist letzte Woche ausgebrochen, nachgewiesen wurde das Virus H1N1 erstmals am Samstag.
Am Lyceum Zuoz sind rund 40 der 220 internen und 100 externen Schüler und drei Lehrpersonen mit der Schweinegrippe angesteckt.(Bild: Keystone)
Symptome der Schweinegrippe
Die Symptome der Schweinegrippe ähneln der einer ganz normalen Grippe: Fieber, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Husten. Einige Patienten berichteten auch über Schnupfen, Halsschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Ohne Laboruntersuchung gibt es keine Gewissheit.
Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch ist sehr kurz, manchmal erkranken Infizierte schon binnen Stunden, die meisten spätestens innerhalb von drei Tagen. In dieser Zeit sind die Patienten schon ansteckend, da die Virenausscheidung über die Schleimhäute des Nasen-Rachen-Raums beginnt. Diese Ausscheidung dauert in der Regel bis zu sieben Tage, bei geschwächten Menschen auch länger. (ap)
Verhaltensregeln für den Ernstfall
Ein halbes Dutzend Tests sind positiv ausgefallen, daher geht die Schule laut Rektor Beat Sommer davon aus, dass auch die übrigen Erkrankungen am Lyceum vom Virus verursacht sind. Alle erkrankten Schüler befinden sich in Quarantäne auf der schuleigenen Krankenstation oder in isolierten Zimmern, wie der Rektor zu einem Bericht der Tageszeitung «Die Südostschweiz» sagte.
Doppelt so viel Kranke wie bei gewöhnlicher Grippe
Bevor die Grippe im Internat ausbrach, habe es mehrere Erkrankungen in den umliegenden Gemeinden gegeben, sagte Sommer zur Nachrichtenagentur SDA. «Mit 220 im Internat lebenden Schülern sind wir ein dankbares Ziel für das Virus», so der Rektor. Die Zahl der Erkrankten sei rund doppelt so hoch wie bei einer normalen Grippewelle. Die Symptome hingegen wären vergleichbar.
Entwarnung in Disentis
Der Verdacht auf einen Ausbruch der Schweinegrippe an der Klosterschule in Disentis GR hat sich nicht bestätigt. Die Resultate der zwei getesteten Schüler sind negativ.
Zur Sicherheit bleiben aber 35 Internatsschüler mit Erkältungssymptomen bis zum Wochenende in Quarantäne, wie Rektorin Geneviève Appenzeller am Mittwochabend mitteilte. Bis dann sollten die Testresultate von zwei weiteren erkrankten Schülern vorliegen, die frisch getestet worden sind.
Der Verdacht auf Schweinegrippe war in Disentis aufgekommen, nachdem sich Anfang Woche eine Erkältungswelle ungewohnt schnell unter den Schüler verbreitet hatte. Insgesamt sind 49 der 78 Internatsschüler und 29 der 131 externen Schüler erkrankten. Rund ein Viertel von ihnen ist mitterweile wieder gesund.
Gesamtschweizerisch zählte das Bundesamtes für Gesundheit (BAG) letzten Montag 1119 bestätigte und 119 wahrscheinliche Fälle von Schweinegrippe. In der ersten Septemberwoche konsultierten 32 von 100'000 Einwohnern wegen Grippesymptomen ihren Arzt.
(sda)



























