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Schweinegrippe
16. November 2009 17:55; Akt: 16.11.2009 18:03 Print
Viele Muslime verschieben Wallfahrt
An den heiligen Stätten des Islams in Saudi-Arabien wird in diesem Jahr wegen der Schweinegrippe weniger Gedränge herrschen als sonst. Viele Muslime haben ihre geplante Wallfahrt nach Mekka und Medina («Hadsch») aus Angst vor dem Virus auf das nächste Jahr verschoben.
Die saudische Zeitung «Arab News» meldete am Montag, die «Hadsch»- Reiseveranstalter in Saudi-Arabien hätten 40 Prozent weniger Kunden aus dem Inland als 2008.
Pilger beten beim heiligen Schrein in Mekka (20. September 2009).(Bild: Keystone)
Empfehlungen an Erkrankte bei Grippesymptomen
mit erhöhtem Komplikationsrisiko sowie keine Besuche von Patienten in Spitälern oder Bewohnern von Heimen. Nach Möglichkeit enge Kontakte im Haushalt vermeiden
a) die Symptome innert 7 Tagen nach Rückkehr aus einem Gebiet mit erhöhtem Expositionsrisiko für A(H1N1) auftraten, oder
b) die erkrankte Person engen Kontakt mit einem bestätigten Influenza A(H1N1) Fall hatte, oder
c) schwere Symptome auftreten, oder
d) ein erhöhtes Komplikationsrisiko besteht
Quelle: BAG
Das Gesundheitsministerium in Riad hatte zuvor erklärt, für Pilger aus Saudi-Arabien sei die Impfung gegen das Virus Pflicht. Nach dieser neuen Vorschrift müssen sich alle saudischen Bürger und alle Ausländer, die mit einer Aufenthaltsgenehmigung in Saudi- Arabien leben, impfen lassen, bevor sie die Wallfahrt antreten.
Den Pilgern, die aus dem Ausland zum «Hadsch» kommen, raten die Gesundheitsbehörden des islamischen Königreiches ebenfalls zur Impfung.
Erste Todesfälle in Tunesien
Die tunesische Regierung verbot den Reiseveranstaltern des Landes wegen der Schweinegrippe, Pilger nach Saudi-Arabien zu bringen. Auch in Tunesien gab es erste Todesfälle nach einer H1N1-Infektion. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Tunis handelt es sich um zwei Männer mittleren Alters mit Risikofaktoren. Der eine habe unter Hepatitis gelitten, der andere unter schweren Herzproblemen.
Aus dem palästinensischen Westjordanland wurden ebenfalls die ersten Todesfälle gemeldet. Die Gesundheitsbehörde der Palästinensischen Autonomiebehörde teilten mit, in den vergangenen Tagen seien in den Städten Nablus, Ramallah, Bethlehem und Hebron fünf Todesfälle registriert worden.
In der schwer betroffenen Ukraine stiegen derweil die Grippe- Todeszahlen weiter an. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Kiew sind inzwischen etwa 300 Menschen an der Infektion gestorben. Unklar war, wie viele von ihnen an der Schweinegrippe starben. Die Zahl der Infizierten wurde mit 1,4 Millionen angegeben.
(sda)




























