Nicht zu stoppen

28. April 2009 14:34; Akt: 28.04.2009 15:55 Print

Die Schweinegrippe hat Asien erreichtDie Schweinegrippe hat Asien erreicht

Die Schweinegrippe breitet sich immer weiter aus: Nach Amerika und Europa wurde die Krankheit auch im asiatisch-pazifischen Raum und im Nahen Osten nachgewiesen. Derweil steigt in der Schweiz die Nachfrage nach Schutzmasken.

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Die Schweinegrippe greift weiter um sich: In New York ist am 18. Mai 2009 erstmals ein Patient an der sogenannten Schweinegrippe gestorben. Der Mann war Rektor einer der Schulen im Stadtteil Queens. Die Gesundheitsbehörde von New York kündigt an, dass weitere Schulen in Queens vorübergehend geschlossen werden. In Japan wurden derzeit über 1000 Schulen und Kindergärten geschlossen. Die Schutzmasken sind in Japan immer noch an der Tagesordnung. Die Schweinegrippe hat nun auch die Türkei erreicht: Das Gesundheitsministerium teilte am 16. Mai 2009 mit, ein nach Istanbul von einer USA-Reise zurückgekehrter Mann sei mit dem Virus infiziert. Auch Schweden hat den ersten Fall von Schweinegrippe bestätigt. Weiter bestätigte auch Malaysia seinen ersten infizierten Patienten. Betroffen ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums ein 21 Jahre alter Student, der kürzlich aus den USA zurückkam. Schüler in Panama, Zentralamerika. Eine Mutter schützt ihr Baby in Hongkong. Flughafen Beunos Aires, Argentinien: Eine Kellnerin bei der Arbeit. Auch Polizisten am Flughafen in Buenos Aires schützen sich mit Masken. Das Gleiche Bild in London und ... ... Indien. Gläubige stehen ausserhalb der «Basilica de Guadalupe» in Mexiko Stadt. Kirchen bleiben geschlossen. Gottesdienste finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Hier in der Basilica de Guadalupe. Der Kirchenchor. Reinigungspersonal mit Schutzmasken an der Arbeit auf dem Zocalo Platz in Mexiko Stadt. Velofahrer in Mexiko-Stadt. Ein Punk in Mexiko-Stadt. Ein Mime in Mexiko-Stadt. Eine Krankenschwester zeigt, wie man eine Spezialmaske zum Schutz vor dem Virus trägt im Kasturba Gandhi Spital in Mumbai. Hotel-Angestellte und der mexikanische Botschafter warten auf Essen und Trinken, das von der Botschaft für Mexikaner geliefert wird, die im Hotel unter Quarantäne stehen. Eine Touristin wartet vor der Ankunftshalle des Pekinger Flughafens. Feuerwehrleute sehen sich eine Partie der Ping Pong Weltmeisterschaft in der japanischen Stadt Yokohama an. Eine Wärmekamera überwacht die Körpertemteratur von Ankommenden am Flughafen von Seoul, Korea. Passagiere kommen am Ben Gurion Flughafen in Tel Aviv, Israel, an. Ein Gesundheitsinspektor bei einem aus Mexiko in Tschechien gelandeten Flugzeug. Prag, 3. Mai 2009. Auf dem internationalen Flughafen Katmandu: Zwei Beamte bei der Einreisekontrolle am 30. April 2009. In Bangkok reinigen thailändische Arbeiterinnen einen Airbus A340, der von Los Angeles angekommen war, 30. April 2009. Medizinisches Personal prüfen die Temperatur eines Kindes auf der Notfallstation am Universitätsspital in Singapore, 30. April 2009. Warnung auf Plakaten: Die britische Regierung hat eine Informationskampagne gestartet, die zur Einhaltung von Hygieneregeln aufruft, 30. April 2009. Die rückkehrenden Touristen aus Cancún schützen sich: Flughafen Düsseldorf am 30. April 2009. Gesichtsmasken auf dem Flughafen von Sydney, Australien: Ein Reisender nach Iran am 30. April 2009. In Ägypten beginnt das grosse Schlachten: Wegen der Schweinegrippe haben die Behörden angeordnet, 300 000 Schweine zu schlachten. Mitarbeiter eines Krankenhauses in Kairo, Ägypten. Einreisekontrolle in China: Zwei Gesundheitsbeamtinnen überwachen auf einem Monitor die Temperatur der ankommenden Passagiere am Hong Kong Airport, 30. April 2009. Asien hat Erfahrung mit der Vogelgrippe und reagiert entsprechend vorsichtig: Ein Sicherheitsmann verteilt Gesichtsmasken vor einem Spital in Hong Kong, 30. April 2009. In der Schweiz finden Gesichtsmasken reissenden Absatz: Eine Apotheke in Stans verkauft die letzten noch vorhandenen Masken am 29. April 2009. Fotos weisen auf Grippesymptome hin, wie sie auch bei einer Schweinegrippe auftreten: Notfallstation des Universitätsspitals Genf am 29. April 2009. Auch Deutschland hat die Schweinegrippe erreicht: Ein Mann mit Maske vor dem Universitätsklinikum Regensburg, wo ein Patient mit dem Schweinegrippevirus behandelt wird. Die Schweinegrippe an der Grenze abfangen: Ärzte besteigen am 29. April 2009 am Flughafen von München eine Maschine, die aus Mexiko kommend gelandet ist. Die Ferienstimmung ist verflogen: Touristen aus Mexiko am Flughafen München, 29. April 2009. Vorsichtsmassnahmen in Asien: Angestellte der indonesischen Landwirtschaftsbehörden desinfizieren einen Schweinestall in Bali, 29. April 2009. Mittelamerika wappnet sich für die Schweinegrippe: Ein Verkäufer von Gesichtsmasken in San Jose, Costa Rica, am 29. April 2009. In den USA gibt es inzwischen ebenfalls zahlreiche Fälle von Schweinegrippe: Touristen kehren aus Mexiko zurück, 29. April 2009 in Phoenix. Ein Bus aus Mexiko ist in Houston angekommen. Ein Angestellter der Busfirma lädt mit Gesichtsmaske Gepäck aus, aufgenommen am 29. April 2009. Sie bestätigen die Schweinegrippe-Fälle in der Schweiz: Ein Mikorbiologe am Houston Departement of Health and Human Services, 29. April 2009. Messe in Mexiko-Stadt: Ein Priesteranwärter während einer Freiluft-Messe am 29. April 2009. Die Kirchen sind wegen Schweinegrippe geschlossen. Die Touristen verlassen geschützt Mexiko: In der Touristenhochburg Cancún am 29. April 2009. Alltag in Mexiko-Stadt: U-Bahn-Passagiere am 29. April 2009. Die Justiz arbeitet weiterhin — allerdings mit Gesichtsmasken: Ein Mitglied des Gulf-Kartells wird am 29. April 2009 an eine Pressekonferenz in Mexiko-Stadt geführt. Am Ursprungsort der Schweinegrippe: Journalisten besuchen den Ort La Gloria in Mexiko, von wo der 4-jährige Edgar Hernandez stammt, der sich als Erster mit dem Virus infiziert haben soll, 29. April 2009. Lagerhallen mit Medikamenten für den Notfall: Die Nationalgarde im amerikanischen Bundesstaat Ohio lagert Tamiflu ein, 28. April 2009. Während in Europa Flugpassagiere nur sporadisch kontrolliert werden, herrscht in Asien ein strengeres Regime, wie ein Bild vom 28. April 2009 aus Tokio zeigt. Auch Südkorea hält ein wachsames Auge auf ankommende Passagiere. Taiwan ist bereit für die Quarantäne: Ein Beamter am Taoyuan International Airport am 28. April 2009. Ein Passagier wartet im Flughafen von Mexiko-Stadt, dem grössten Airport in Süd- und Mittelamerika. Mit Schutzmaske auf Stadtrundfahrt in Mexiko-Stadt. Stadtbummel mit Gesichtsmaske: Zwei ausländische Touristinnen im Zentrum von Mexiko-Stadt am 27. April 2009. In Oakland, Californien üben Spitalangestellte den Gebrauch von speziellen Anti-Virus-Masken. Selbst zum essen zieht dieser Mann seine Schutzmaske nicht ab. Ein Mann telefoniert mit selbst dekorierter Maske. Die Schweinegrippe ist am 27. April 2009 in Europa angekommen: In Valencia stellten die Ärzte das Virus bei einem 24-jährigen Mann fest, der sich vor Kurzem in Mexiko aufgehalten hat. Ein Sicherheitsbeamter patrouilliert mit griffbereiter Maske vor dem Spital 'La Fe' in Valencia. Auch in Katalanien geht die Angst vor der Schweinegrippe um: Polizisten mit Mundschutz am Flughafen von Barcelona. In Mexiko ist die Situation dramatisch: Bereits starben über 100 Menschen am heimtückischen Virus - 1300 sind infiziert. Mexiko-Stadt steht still: Schulen und Universitäten sind bereits geschlossen. Je nach Situation werden heute sogar der Flughafen, die U-Bahn und alle Restaurants geschlossen. Geisterspiel wegen der Schweinegrippe: Aus Angst vor der Verbreitung der Krankheit erliessen die Behörden am gestrigen Spieltag ein Stadionverbot für die Fans. Nicht nur in Mexiko, sondern auf der ganzen Welt werden Flugpassagiere auf Schweinegrippe-Anzeichen überprüft: Hier in Bali, Indonesien. Die Menschen versuchen sich mit Masken vor den Schweinegrippe-Erregern zu schützen. Mexikos Präsident Felipe Calderon (rechts) und der Gesundheitsminister José Ángel Córdova beraten an einer Sitzung über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Schweinegrippe. Junge mexikanische Promotorinnen lassen sich durch die Schweinegrippe nicht abschrecken. Die Menschen warten vor den mexikanischen Spitälern, hier in Toluca, Mexico. Da hilft nur noch Beten. Die Armee verteilt Schutzmasken an die Bevölkerung. Auch auf den Phillipinen geht die Angst vor dem aggressiven Virus um.

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In Europa bestätigte sich ein weiterer Fall: In Spanien wurde ein Patient in einem Krankenhaus in Valencia positiv auf das Virus getestet, wie Gesundheitsministerin Trinidad Jimenez mitteilte. Der Zustand des Betroffenen sei aber nicht ernst. Den Angaben zufolge stand der Patient schon seit Montag mit 25 weiteren potenziell Erkrankten unter Beobachtung. Sie alle waren erst kürzlich von einer Reise aus Mexiko zurückgekehrt.

Der erste Krankheitsfall in Spanien wurde am Montag bestätigt. Es war zugleich der erste Schweinegrippefall in Europa. Zwei anschliessend aus Schottland gemeldeten Schweinegrippepatienten geht es nach Angaben des britischen Premierministers Gordon Brown inzwischen besser.

In Frankreich gibt es insgesamt 20 Verdachtsfälle auf Schweinegrippe. Wie das Institut für Gesundheitsüberwachung (InVS) mitteilte, werden 20 Personen mit verdächtigen Symptomen untersucht. Bislang gibt es in Frankreich keinen bestätigten Fall der gefährlichen Krankheit.

Verdachtsfälle in neun EU-Staaten

Insgesamt gibt es Verdachtsfälle in mindestens acht weiteren EU-Staaten: in Deutschland, Österreich, Tschechien, Italien, Griechenland, Irland, Dänemark und Schweden. EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou kündigte ein Treffen mit Vertretern von Pharma-Konzernen an. Generell rät die EU von Reisen nach Mexiko und in die amerikanischen Grenzgebiete dringend ab.

In Neuseeland sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens elf Menschen an der Schweinegrippe erkrankt. Dabei handelt es sich um Schüler und Lehrer einer Reisegruppe, die am Wochenende aus Mexiko zurückgekehrt war. Ausserdem gibt es dort 43 weitere Verdachtsfälle. Die Seuche erreichte damit den asiatisch-pazifischen Raum. Auch aus Südkorea wurde ein Verdachtsfall gemeldet. Weltweit wurden die Sicherheitsmassnahmen erhöht. Russland, Hongkong und Taiwan erklärten, Durchreisende mit Grippesymptomen würden sofort in Quarantäne eingewiesen.

WHO informiert über aktuelle Lage

In Mexiko sind allem Anschein nach schon 152 Menschen an der Schweinegrippe gestorben. Fast 2000 Verdachtsfälle werden zurzeit noch überprüft.

Die WHO signalisierte mit der Anhebung der Warnstufe, dass das Risiko einer weltweiten Epidemie, also einer Pandemie, deutlich gestiegen ist. Dies bedeute aber nicht, dass eine Pandemie unvermeidlich sei, betonte die Organisation. Der stellvertretende WHO-Generaldirektor Keiji Fukuda räumte aber ein, dass eine Eindämmung derzeit kaum möglich sei, da das Virus sich bereits auf mehrere Länder ausgebreitet habe. WHO-Experten wollten am Nachmittag über den aktuellen Stand informieren.

In den USA stieg die Zahl der bestätigten Erkrankungen auf rund 50, Todesfälle gab es dort vorerst noch nicht. US-Präsident Barack Obama zeigte sich besorgt über die Ausbreitung der Schweinegrippe, betonte aber, es gebe keinen Grund, Alarm zu schlagen. Die Ministerin für innere Sicherheit, Janet Napolitano, erklärte, die Gesundheitsbehörden bereiteten sich auf eine Pandemie vor, obwohl man davon ausgehe, dass diese nicht eintreten werden. Sechs bestätigte Erkrankungen gibt es bereits in Kanada.

Karte: Die Ausbreitung der Seuche


Sehen Sie sich H1N1 Schweinegrippe auf einer grösseren Karte an
Rosa: Verdachtsfälle / Lila: Bestätigte Fälle / Gelb: Negative Fälle
Symbole ohne Punkt: Todesfälle

(dapd)