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Schweinegrippe
07. November 2009 14:14; Akt: 07.11.2009 15:56 Print
Endlich wird in der Schweiz geimpft
Die Schweinegrippe-Welle zieht über ganz Europa und droht auch die Schweiz zu überrollen. Jetzt sind die ersten Kinder gegen die Schweinegrippe geimpft worden - zum Beispiel im Kanton Solothurn.
Jetzt wird geimpft. Endlich muss man beinahe schon sagen. Der Kanton Solothurn macht den Anfang und impft Kinder. Es sind vor allem Kinder mit schweren Krankheiten. Bis Mitte November sollten laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) alle Kantone im Besitz des Impfstoffes sein.
Symptome der SchweinegrippeDie Symptome der Schweinegrippe ähneln der einer ganz normalen Grippe: Fieber, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Husten. Einige Patienten berichteten auch über Schnupfen, Halsschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Ohne Laboruntersuchung gibt es keine Gewissheit.
Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch ist sehr kurz, manchmal erkranken Infizierte schon binnen Stunden, die meisten spätestens innerhalb von drei Tagen. In dieser Zeit sind die Patienten schon ansteckend, da die Virenausscheidung über die Schleimhäute des Nasen-Rachen-Raums beginnt. Diese Ausscheidung dauert in der Regel bis zu sieben Tage, bei geschwächten Menschen auch länger. (ap)
Verhaltensregeln für den Ernstfall
Die ersten Ärzte haben das Mittel Focetria am Samstag gespritzt, wie die «Tagesschau» berichtete. «Es sind vor allem Kinder mit schweren Herzfehlern, mit schweren Lungenproblemen oder immungeschwächte Patienten, die wir in einer ersten Runde impfen», sagte der Arzt Paul W. Meier von der Gruppenpraxis für Kinder in Solothurn im Beitrag.
Ob auch andere Kantone bereits mit Impfen begonnen haben, ist dem BAG nicht bekannt, wie Sprecher Jean-Louis Zurcher auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. Die Impfstoffe werden seit dem 30. Oktober an die Kantone verteilt. Wann sie mit den Impfungen starten, liegt in ihrer Kompetenz.
Armee, ein Seuchenpfuhl
Inzwischen breitet sich das Schweinegrippevirus in der Armee weiter aus: In der Kaserne von Bure JU sind fünf Rekruten an der Schweinegrippe erkrankt. Das Virus wurde bei ihnen am Donnerstag und Freitag nachgewiesen. Armeesprecher Christoph Brunner bestätigte einen Bericht der Samstagsausgabe von «Le Quotidien Jurassien».
In den vergangenen Tagen waren bereits Fälle in militärischen Einrichtungen in Thun BE, Chur und Dübendorf ZH bekannt geworden. In Chur müssen 25 erkrankte Rekruten das Wochenende in der Kaserne verbringen.
(sda)



























