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Studie
03. September 2009 06:40; Akt: 03.09.2009 09:31 Print
Influenza A wird nicht zu «Super-Virus» mutieren
Good News von der Schweinegrippe-Front. Das H1N1-Virus (Influenza A) wird nach Einschätzung von US-Forschern nicht so schnell zu einem gefährlicheren Erreger mutieren. Ausserdem zeigt ein Pilotversuch mit dem Novartis-Impfstoff gegen die Schweinegrippe vielversprechende Resultate.
Gemäss einer Studie der amerikanischen Universität Maryland vereinigte sich das Schweinegrippevirus bei Tierversuchen nicht mit anderen Grippeviren - eine Voraussetzung für die Entstehung gefährlicher Mutationen. Gegenüber den zwei gängigsten Viren dieser Grippesaison habe das Schweinegrippe-Virus einen klaren biologischen Vorteil, sagte Studienkoordinator Daniel Perez, dessen Forschungsergebnisse im Online-Fachjournal «PLOS Currents» publiziert wurden. Das Schweinegrippe-Virus habe in den Wirtskörpern die anderen Grippeviren verdrängt und sich zwei Mal so schnell vermehrt wie diese.
Empfehlungen an Erkrankte bei Grippesymptomenmit erhöhtem Komplikationsrisiko sowie keine Besuche von Patienten in Spitälern oder Bewohnern von Heimen. Nach Möglichkeit enge Kontakte im Haushalt vermeiden
a) die Symptome innert 7 Tagen nach Rückkehr aus einem Gebiet mit erhöhtem Expositionsrisiko für A(H1N1) auftraten, oder
b) die erkrankte Person engen Kontakt mit einem bestätigten Influenza A(H1N1) Fall hatte, oder
c) schwere Symptome auftreten, oder
d) ein erhöhtes Komplikationsrisiko besteht
Quelle: BAG
Einige mit dem Schweinegrippe-Erreger und anderen Grippeviren infizierte Tiere entwickelten neben Atemwegs- auch noch Darmerkrankungen. Perez sprach sich für weitere Untersuchungen zu Mehrfach-Infektionen aus, da diese für einige Todesfälle durch die Schweinegrippe verantwortlich sein könnten.
Das Resultat der Studie lasse sowohl Impfungen gegen Schweinegrippe als auch gegen saisonale Grippe im Herbst und Winter angeraten erscheinen, hob der Forscher hervor.
Novartis-Impfstoff auf Kurs
Ein Pilotversuch mit dem Novartis-Impfstoff gegen die Schweinegrippe hat ergeben, dass der auf Basis von Zellkulturen erzeugte Impfstoff eine starke Immunisierung bewirkt und gut toleriert wurde, wie Novartis heute mitteilte. Es zeigte sich auch, dass die beste Immunreaktion mit je zwei Impfdosen erzielt wurde.
Der Pilotversuch an 100 Probanden ergab, dass aber immerhin 80 Prozent von ihnen nach nur einer Impfdosis und sogar 90 Prozent nach zwei Impfdosen eine starke Immunisierung aufwiesen. Damit würden die von der EU und den USA vorgegebenen Kriterien in Bezug auf die Immunogenität erfüllt.
Weitere klinische Versuche mit einer grösseren Zahl von Probanden - über 6000 Erwachsene und Kinder - sind in die Wege geleitet, wie Novartis weiter mitteilte. Dabei sollen sowohl auf Basis von Zellkulturen, wie auch nach der traditionellen Methode mit Hühnereiern entwickelte Impfstoffe eingesetzt werden. Der in Zellkulturen erzeugte Impfstoff gegen Schweinegrippe, der die Bezeichnung Celtura haben wird, war im ersten Pilotversuch von der Universität Leicester in Grossbritannien an 100 erwachsenen Freiwilligen im Alter zwischen 18 und 50 Jahren getestet worden.
(sda/dapd)



























