Virus Typ A/H1N1

02. Mai 2009 19:34; Akt: 02.05.2009 19:34 Print

Roche aktiviert Tamiflu-NotvorratRoche aktiviert Tamiflu-Notvorrat

Das Basler Pharma-Unternehmen Roche hat den Notvorrat an Tamiflu aktiviert, um der Schweinegrippe zu begegnen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe darum gebeten. Bis heute wurden weltweit 653 Fälle von der neuen Grippe registriert.

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Die Schweinegrippe greift weiter um sich: In New York ist am 18. Mai 2009 erstmals ein Patient an der sogenannten Schweinegrippe gestorben. Der Mann war Rektor einer der Schulen im Stadtteil Queens. Die Gesundheitsbehörde von New York kündigt an, dass weitere Schulen in Queens vorübergehend geschlossen werden. In Japan wurden derzeit über 1000 Schulen und Kindergärten geschlossen. Die Schutzmasken sind in Japan immer noch an der Tagesordnung. Die Schweinegrippe hat nun auch die Türkei erreicht: Das Gesundheitsministerium teilte am 16. Mai 2009 mit, ein nach Istanbul von einer USA-Reise zurückgekehrter Mann sei mit dem Virus infiziert. Auch Schweden hat den ersten Fall von Schweinegrippe bestätigt. Weiter bestätigte auch Malaysia seinen ersten infizierten Patienten. Betroffen ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums ein 21 Jahre alter Student, der kürzlich aus den USA zurückkam. Schüler in Panama, Zentralamerika. Eine Mutter schützt ihr Baby in Hongkong. Flughafen Beunos Aires, Argentinien: Eine Kellnerin bei der Arbeit. Auch Polizisten am Flughafen in Buenos Aires schützen sich mit Masken. Das Gleiche Bild in London und ... ... Indien. Gläubige stehen ausserhalb der «Basilica de Guadalupe» in Mexiko Stadt. Kirchen bleiben geschlossen. Gottesdienste finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Hier in der Basilica de Guadalupe. Der Kirchenchor. Reinigungspersonal mit Schutzmasken an der Arbeit auf dem Zocalo Platz in Mexiko Stadt. Velofahrer in Mexiko-Stadt. Ein Punk in Mexiko-Stadt. Ein Mime in Mexiko-Stadt. Eine Krankenschwester zeigt, wie man eine Spezialmaske zum Schutz vor dem Virus trägt im Kasturba Gandhi Spital in Mumbai. Hotel-Angestellte und der mexikanische Botschafter warten auf Essen und Trinken, das von der Botschaft für Mexikaner geliefert wird, die im Hotel unter Quarantäne stehen. Eine Touristin wartet vor der Ankunftshalle des Pekinger Flughafens. Feuerwehrleute sehen sich eine Partie der Ping Pong Weltmeisterschaft in der japanischen Stadt Yokohama an. Eine Wärmekamera überwacht die Körpertemteratur von Ankommenden am Flughafen von Seoul, Korea. Passagiere kommen am Ben Gurion Flughafen in Tel Aviv, Israel, an. Ein Gesundheitsinspektor bei einem aus Mexiko in Tschechien gelandeten Flugzeug. Prag, 3. Mai 2009. Auf dem internationalen Flughafen Katmandu: Zwei Beamte bei der Einreisekontrolle am 30. April 2009. In Bangkok reinigen thailändische Arbeiterinnen einen Airbus A340, der von Los Angeles angekommen war, 30. April 2009. Medizinisches Personal prüfen die Temperatur eines Kindes auf der Notfallstation am Universitätsspital in Singapore, 30. April 2009. Warnung auf Plakaten: Die britische Regierung hat eine Informationskampagne gestartet, die zur Einhaltung von Hygieneregeln aufruft, 30. April 2009. Die rückkehrenden Touristen aus Cancún schützen sich: Flughafen Düsseldorf am 30. April 2009. Gesichtsmasken auf dem Flughafen von Sydney, Australien: Ein Reisender nach Iran am 30. April 2009. In Ägypten beginnt das grosse Schlachten: Wegen der Schweinegrippe haben die Behörden angeordnet, 300 000 Schweine zu schlachten. Mitarbeiter eines Krankenhauses in Kairo, Ägypten. Einreisekontrolle in China: Zwei Gesundheitsbeamtinnen überwachen auf einem Monitor die Temperatur der ankommenden Passagiere am Hong Kong Airport, 30. April 2009. Asien hat Erfahrung mit der Vogelgrippe und reagiert entsprechend vorsichtig: Ein Sicherheitsmann verteilt Gesichtsmasken vor einem Spital in Hong Kong, 30. April 2009. In der Schweiz finden Gesichtsmasken reissenden Absatz: Eine Apotheke in Stans verkauft die letzten noch vorhandenen Masken am 29. April 2009. Fotos weisen auf Grippesymptome hin, wie sie auch bei einer Schweinegrippe auftreten: Notfallstation des Universitätsspitals Genf am 29. April 2009. Auch Deutschland hat die Schweinegrippe erreicht: Ein Mann mit Maske vor dem Universitätsklinikum Regensburg, wo ein Patient mit dem Schweinegrippevirus behandelt wird. Die Schweinegrippe an der Grenze abfangen: Ärzte besteigen am 29. April 2009 am Flughafen von München eine Maschine, die aus Mexiko kommend gelandet ist. Die Ferienstimmung ist verflogen: Touristen aus Mexiko am Flughafen München, 29. April 2009. Vorsichtsmassnahmen in Asien: Angestellte der indonesischen Landwirtschaftsbehörden desinfizieren einen Schweinestall in Bali, 29. April 2009. Mittelamerika wappnet sich für die Schweinegrippe: Ein Verkäufer von Gesichtsmasken in San Jose, Costa Rica, am 29. April 2009. In den USA gibt es inzwischen ebenfalls zahlreiche Fälle von Schweinegrippe: Touristen kehren aus Mexiko zurück, 29. April 2009 in Phoenix. Ein Bus aus Mexiko ist in Houston angekommen. Ein Angestellter der Busfirma lädt mit Gesichtsmaske Gepäck aus, aufgenommen am 29. April 2009. Sie bestätigen die Schweinegrippe-Fälle in der Schweiz: Ein Mikorbiologe am Houston Departement of Health and Human Services, 29. April 2009. Messe in Mexiko-Stadt: Ein Priesteranwärter während einer Freiluft-Messe am 29. April 2009. Die Kirchen sind wegen Schweinegrippe geschlossen. Die Touristen verlassen geschützt Mexiko: In der Touristenhochburg Cancún am 29. April 2009. Alltag in Mexiko-Stadt: U-Bahn-Passagiere am 29. April 2009. Die Justiz arbeitet weiterhin — allerdings mit Gesichtsmasken: Ein Mitglied des Gulf-Kartells wird am 29. April 2009 an eine Pressekonferenz in Mexiko-Stadt geführt. Am Ursprungsort der Schweinegrippe: Journalisten besuchen den Ort La Gloria in Mexiko, von wo der 4-jährige Edgar Hernandez stammt, der sich als Erster mit dem Virus infiziert haben soll, 29. April 2009. Lagerhallen mit Medikamenten für den Notfall: Die Nationalgarde im amerikanischen Bundesstaat Ohio lagert Tamiflu ein, 28. April 2009. Während in Europa Flugpassagiere nur sporadisch kontrolliert werden, herrscht in Asien ein strengeres Regime, wie ein Bild vom 28. April 2009 aus Tokio zeigt. Auch Südkorea hält ein wachsames Auge auf ankommende Passagiere. Taiwan ist bereit für die Quarantäne: Ein Beamter am Taoyuan International Airport am 28. April 2009. Ein Passagier wartet im Flughafen von Mexiko-Stadt, dem grössten Airport in Süd- und Mittelamerika. Mit Schutzmaske auf Stadtrundfahrt in Mexiko-Stadt. Stadtbummel mit Gesichtsmaske: Zwei ausländische Touristinnen im Zentrum von Mexiko-Stadt am 27. April 2009. In Oakland, Californien üben Spitalangestellte den Gebrauch von speziellen Anti-Virus-Masken. Selbst zum essen zieht dieser Mann seine Schutzmaske nicht ab. Ein Mann telefoniert mit selbst dekorierter Maske. Die Schweinegrippe ist am 27. April 2009 in Europa angekommen: In Valencia stellten die Ärzte das Virus bei einem 24-jährigen Mann fest, der sich vor Kurzem in Mexiko aufgehalten hat. Ein Sicherheitsbeamter patrouilliert mit griffbereiter Maske vor dem Spital 'La Fe' in Valencia. Auch in Katalanien geht die Angst vor der Schweinegrippe um: Polizisten mit Mundschutz am Flughafen von Barcelona. In Mexiko ist die Situation dramatisch: Bereits starben über 100 Menschen am heimtückischen Virus - 1300 sind infiziert. Mexiko-Stadt steht still: Schulen und Universitäten sind bereits geschlossen. Je nach Situation werden heute sogar der Flughafen, die U-Bahn und alle Restaurants geschlossen. Geisterspiel wegen der Schweinegrippe: Aus Angst vor der Verbreitung der Krankheit erliessen die Behörden am gestrigen Spieltag ein Stadionverbot für die Fans. Nicht nur in Mexiko, sondern auf der ganzen Welt werden Flugpassagiere auf Schweinegrippe-Anzeichen überprüft: Hier in Bali, Indonesien. Die Menschen versuchen sich mit Masken vor den Schweinegrippe-Erregern zu schützen. Mexikos Präsident Felipe Calderon (rechts) und der Gesundheitsminister José Ángel Córdova beraten an einer Sitzung über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Schweinegrippe. Junge mexikanische Promotorinnen lassen sich durch die Schweinegrippe nicht abschrecken. Die Menschen warten vor den mexikanischen Spitälern, hier in Toluca, Mexico. Da hilft nur noch Beten. Die Armee verteilt Schutzmasken an die Bevölkerung. Auch auf den Phillipinen geht die Angst vor dem aggressiven Virus um.

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Der abgerufene Notvorrat werde nach Ermessen der WHO in betroffenen Ländern eingesetzt, teilte Roche am Samstag mit. Die Vorräte der WHO, die auf eine Spende von Roche zurückgehen, umfassen laut dem Pharma-Unternehmen regionale Bestände von 2 Millionen Packungen Tamiflu, die weltweit gelagert werden, sowie einen Notvorrat von 3 Millionen Packungen, die bei Roche eingelagert sind.

Die WHO will 2,4 Millionen Einheiten Tamiflu in 72 Entwicklungsländer verschicken, um diese gegen den möglichen Ausbruch einer Schweinegrippe-Pandemie zu wappnen. «Zu diesem Zeitpunkt ist es wichtig, dass alle Länder Zugang zu antiviralen Präparaten haben», sagte der zuständige WHO-Direktor Mike Ryan am Samstag in Genf.

Die Empfängerländer nannte Ryan nicht. Er fügte hinzu, die WHO habe ihre Warnstufe noch nicht auf den Pandemie-Alarm der höchsten Stufe erhöht, da das Virus dazu erst noch eine anhaltende Übertragung ausserhalb Nordamerikas verursachen müsse.

Roche erhöht nach eigenen Angaben die Produktionsmenge von Tamiflu, um die wachsende Nachfrage nach dem Grippemedikament zu decken. Das Unternehmen arbeite eng mit den Regierungen zusammen, um bei Bedarf Bestellungen für Tamiflu auszuführen.

653 Ansteckungen

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der US-Gesundheitsbehörden sind weltweit bislang 653 Erkrankungen an Schweinegrippe bestätigt. Am stärksten betroffen ist Mexiko als Ursprungsland der Krankheit. Dort wurden bisher 433 Menschen angesteckt und 16 starben. In den USA wurden 161 Erkrankungen und ein Todesfall registriert. Kanada meldete 51 Ansteckungen, Spanien 15, Grossbritannien 13. In Deutschland erkrankten nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bislang sechs Menschen. Zudem gibt es 30 Verdachtsfälle. In der Schweiz gibt es nach wie vor einen Fall. Dazu kamen am Samstag noch 23 Verdachtsfälle.

Die sieben Mitglieder der Aarauer Stadtregierung sind bis am kommenden Dienstag unter Quarantäne gestellt worden. Dies ordnete der Kantonsärztliche Dienst an, nachdem ein Mitglied der Behörde als Schweinegrippe-Verdachtsfall galt.

Hotel unter Quarantäne

Ausserhalb von Mexiko gibt es bisher nur einen einzigen Todesfall: Er betrifft einen 21 Monate alten mexikanischen Jungen, der mit seinen Eltern nach Texas gereist war.

Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung der Grippe schloss Mexiko am Freitag für fünf Tage alle Behörden und privaten Betriebe, die keine lebenswichtigen Dienstleistungen verrichten.

Als Vorsichtsmassnahme wurden auch in den USA Dutzende weiterer Schulen geschlossen. Insgesamt ruht der Unterricht bereits in mehr als 400 Schulen in 18 US-Staaten; knapp 250 000 Schüler waren betroffen.

Nach dem ersten Schweinegrippe-Fall in China wurden Flüge aus Mexiko ausgesetzt. Das Hotel, in dem der erkrankte Tourist aus Mexiko in Hongkong abgestiegen war, wurde für sieben Tage unter Quarantäne gestellt.

Eine Maschine der US-Fluggesellschaft United Airlines legte am Freitag auf dem Flug von München nach Washington eine unplanmässige Zwischenlandung in Boston ein, weil eine 53-jährige Passagierin über grippeartige Beschwerden geklagt hatte.

US-Präsident Barack Obama sagte am Samstag, wegen der Möglichkeit einer Pandemie werde «schnell und offensiv» gehandelt. Er hat beim Kongress die Freigabe von 1,5 Milliarden Dollar beantragt, unter anderem für den Kauf von Medikamenten.

Weitere vereinzelte Infektionen wurden in Neuseeland, Israel, Italien, Österreich, Dänemark, Frankreich, den Niederlanden, Hongkong und Südkorea registriert.

(Quelle: SDA/AP)


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