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Schweinegrippe
28. Januar 2010 16:48; Akt: 28.01.2010 17:02 Print
Schweiz verkauft Impfstoff an den Iran
Die Schweiz hat einen Teil ihrer überzähligen Schweinegrippe-Impfdosen an den Iran verkauft. Rund 1,3 Millionen Impfdosen werden zudem Entwicklungsländern zur Verfügung gestellt.
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Das Gesundheitsjahr 2009
Der Vertrag mit dem Iran umfasst laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) den Verkauf von insgesamt 750 000 Impfdosen. Weitere 150 000 Dosen würden dem Land geschenkt, hiess es weiter. Bei allen Dosen handelt es sich um den Impfstoff Celtura von Novartis. Da dieser nur sechs Monate haltbar ist, werden vorerst lediglich 360 000 Dosen ausgeliefert. Die Lieferung der restlichen 540 000 Dosen hängt nach Angaben des BAG davon ab, ob Novartis wie angestrebt die Haltbarkeit verlängern kann.
Das Schweinegrippe-Virus (Typ H1N1)Wissenschaftler klassifizieren Grippe-Viren nach ihren Oberflächenproteinen. H steht dabei für Hämaggluttinin, N für Neuraminidase. Es gibt 16 verschiedene H-Typen und neun verschiedene N-Typen, wobei die Nummern nichts über die Schwere der Krankheit aussagen. Die jetzt in Mexiko ausgebrochene Schweinegrippe hat den Virenstamm H1N1, die Vogelgrippe den Typ H5N1.
Der grösste Teil einer Virusoberfläche ist mit dem Eiweiss Hämagglutinin bedeckt. Das Protein ermöglicht Viren das Ankoppeln an die Zelle, in der schliesslich neue Grippeviren entstehen. Neuraminidasen sind Enzyme, die sich auf der Oberfläche von Influenzaviren befinden. Sie ermöglichen das Eindringen von Krankheitserregern in körpereigene Zellen. Diese viralen Enzyme schleusen dann auch von infizierten Zellen neu produzierte Viren aus der Zelle.
(Quelle: AP)
Schweiz bei internationaler Spendeninitiative dabei
Zudem beteiligt sich die Schweiz wie bereits im September angekündigt an der von US-Präsident Barack Obama lancierten Spendeninitiative zugunsten der Entwicklungsländer. Sie schenkt der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund einen Zehntel ihrer insgesamt 13 Millionen Impfstoff-Bestellungen. Diese Dosen des zwei Jahre haltbaren Impfstoffes Pandemrix würden gar nicht erst an die Schweiz ausgeliefert, sondern der WHO direkt vom Hersteller Glaxo-Smith-Klein zur Verfügung gestellt, schreibt das BAG. Die verbleibenden Impfdosen würden eingelagert und stünden der Schweizer Bevölkerung im Fall einer neuen pandemischen Grippewelle zur Verfügung. Ziel bleibt aber nach wie vor, bis zu 4,5 Millionen Impfdosen zu verkaufen oder zu verschenken, wie es beim BAG hiess.
Derzeit ebbt die Pandemiewelle indes weiter ab. Aufgrund des schweizerischen Sentinella-Meldesystems rechnen die Experten damit, dass die Pandemiewelle nächste Woche vorüber sein dürfte. Dies ist dann der Fall, wenn auf 100 000 Einwohner noch 50 Arztkonsultationen wegen Grippeverdachts kommen. In der Woche vom 18. bis zum 24. Januar gab es noch 54 Konsultationen. Hochgerechnet auf die ganze Schweiz bedeutete dies rund 4300 Arztbesuche, verglichen mit 6400 in der Vorwoche. Insgesamt starben in der Schweiz bisher 18 Personen an der Schweinegrippe. Dabei handelte es sich hauptsächlich um Angehörige von Risikogruppen.
(sda/dapd)


























