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Risiko
30. April 2009 10:59; Akt: 30.04.2009 11:21 Print
Swissmedic warnt vor Internet-Tamiflu
Das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic warnt im Zusammenhang mit der Schweinegrippe vor dem Kauf von Tamiflu im Internet.
Wer sich Tamiflu nicht über die offiziellen Vertriebskanäle in der Schweiz wie Spitäler, Ärzte und Apotheken besorge, gehe ein grosses Gesundheitsrisiko ein, teilte Swissmedic am Donnerstag mit. Niemand könne sicher sein, dann auch wirklich das Grippemittel Tamiflu zu bekommen.
Das Schweinegrippe-Virus (Typ H1N1)
Wissenschaftler klassifizieren Grippe-Viren nach ihren Oberflächenproteinen. H steht dabei für Hämaggluttinin, N für Neuraminidase. Es gibt 16 verschiedene H-Typen und neun verschiedene N-Typen, wobei die Nummern nichts über die Schwere der Krankheit aussagen. Die jetzt in Mexiko ausgebrochene Schweinegrippe hat den Virenstamm H1N1, die Vogelgrippe den Typ H5N1.
Der grösste Teil einer Virusoberfläche ist mit dem Eiweiss Hämagglutinin bedeckt. Das Protein ermöglicht Viren das Ankoppeln an die Zelle, in der schliesslich neue Grippeviren entstehen. Neuraminidasen sind Enzyme, die sich auf der Oberfläche von Influenzaviren befinden. Sie ermöglichen das Eindringen von Krankheitserregern in körpereigene Zellen. Diese viralen Enzyme schleusen dann auch von infizierten Zellen neu produzierte Viren aus der Zelle.
(Quelle: AP)
Oft Fälschungen
Die Erfahrung zeige, dass Arzneimittel, die aus nicht kontrollierten Quellen stammten, oft gefälscht seien und im günstigsten Fall wenig oder keinen Wirkstoff enthielten. Im schlimmsten Fall enthalten sie gesundheitsschädigende Substanzen, wie Swissmedic warnt. Damit werde in unverantwortlicher Weise die Angst der Bevölkerung genutzt, um Profit zu machen. Das Heilmittelinstitut weist darauf hin, dass in der Schweiz ausreichend Vorräte zur Versorgung der Bevölkerung bestehen. Tamiflu ist als rezeptpflichtiges Medikament zugelassen und soll entsprechend nur auf ärztliche Anordnung eingenommen werden. Bei unsachgemässer Einnahme bestehe die Gefahr, dass sich resistente Virenstämme bildeten, die sich dann ungehindert verbreiten könnten.
(dapd)




























