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FMH unterstützt Referendum
23. September 2011 07:52; Akt: 23.09.2011 10:06 Print
Ärzte sagen Managed-Care den Kampf an
Obwohl die Ärzteschaft die integrierte Versorgung befürwortet, spricht sie sich für ein Referendum gegen die vom eidgenössischen Parlament beschlossene Managed-Care-Vorlage aus.
Zentrale Punkte der Managed-Care-Vorlage stossen beim Ärzteverband FMH auf Unverständnis. Stein des Anstosses sind die zwingende Budgetmitverantwortung für Leistungserbringer und die Einschränkung der freien Arztwahl durch einen höheren Selbstbehalt für Patienten, welche nicht in einem Managed-Care-Modell versichert sind, wie FMH mitteilte.
Infografik Krankenkassen Prämienerhöhung 2011 mit TabelleDie Managed-Care-Vorlage war Auslöser für eine Urabstimmung bei der FMH.
Mit dem definitiven Resultat sei am 27. September zu rechnen. Bestätige sich das Ergebnis, würden die 200 Delegierten der Ärztekammer Ende Oktober 2011 die Unterstützung des Referendums beschliessen.
«Missglücktes» Gesetz
«Das vorläufige Ergebnis der FMH-Urabstimmung zeugt von einer deutlichen Unzufriedenheit der Ärzteschaft mit der aktuellen Vorlage», wie die FMH weiter schreibt. Die FMH-Mitglieder lehnten nicht Managed Care grundsätzlich ab, sondern erachteten das vorliegende Gesetz als missglückt.
Die Vorlage wurde im eidgenössischen Parlament bereinigt und ist nun bereit für die Schlussabstimmung. Der Nationalrat schwenkte am Donnerstag auf die Linie des Ständerats ein und beschloss, den Selbstbehalt für diejenigen zu erhöhen, die ihren Arzt frei wählen wollen. So soll, wer sich nicht einem Managed-Care-Modell anschliesst, neu 15 statt bisher 10 Prozent der Kosten selbst tragen.
Beim Managed-Care-Modell schliessen sich Leistungserbringer - etwa Hausärzte, Spezialärzte und Physiotherapeuten - zum Zweck der Koordination der medizinischen Versorgung zusammen. Die Gesundheitspolitiker erhoffen sich von diesen Modellen, bei denen die freie Arztwahl eingeschränkt wird, geringere Kosten bei einer höheren Behandlungsqualität.
Heute sind lediglich 10 Prozent aller Versicherten einem integrierten Versorgungsnetz angeschlossen. Ziel von Gesundheitsminister Didier Burkhalter ist ein Anteil von 60 Prozent.
(sda)
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Alle 28 Kommentare






























Freie Arztwahl verhindert Scharlatane
Freie Arztwahl ist wichtig. Sonst sind wir Scharlatanen ausgeliefert. Es gibt viele gute Aerzte, aber leider auch solche die nichts können oder nicht interessiert sind. Und was ist mit den Frauenärzten? Muss Frau dann zwingend zu einem Arzt und sich demütigen lassen und nicht mehr zu einer Aerztin? Kosten können eingespart werden, wenn nur noch diejenigen behandelt werden, welche auch Prämien bezahlen.
Ärzte bevormuden!?!
Klar sagen die Ärzte: Nein. Wer lässt sich schon gerne in die Arbeit reden!
Danke
Ich habe Leukemie und muss zu einem Spezialarzt ( Krebs) wie soll ich zu einer gruppe von Aerzten gehen ? Bin ein ( Kronischen Patienten ) als muss ich die grössten Selbstbehalte bezahlen .Werde gestraft mit einer solchen Krankheit und von der Politik mit den Kosten. Und das soll mir einer erklären .Habe dreissig Jahre als Krankenschwester mit kleinem Lohn viele Patienten gepflegt . Diese junge Generation sagt so danke ?