Abgeblitzt

01. Juni 2010 13:14; Akt: 13.09.2010 11:12 Print

Den C-Ausweis gibts auch ohne LandesspracheDen C-Ausweis gibts auch ohne Landessprache

Der Nationalrat forderte, Ausländern nur noch dann eine Niederlassungsbewilligung zu erteilen, wenn sie eine der Landessprachen genügend beherrschen. Der Ständerat lehnt das ab.

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Es war ein abenteuerlicher Zusammenhang, den Nationalrat Lukas ReimannDas ParlamentLukas Reimann
SVP, SG
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(SVP/SG) in seiner Motion zog: Wer mangelnde Kenntnissen einer Landessprache aufweist, neige zu Gewaltdelikten. Was von der grossen Kammer noch durchgewunken wurde, lehnte bereits die vorberatende Kommission des Ständerates ab – die kleine Kammer folgte ihr mit 24 zu 9 Stimmen.

Kantone sollen zuständig bleiben

Wie Alain BersetDas ParlamentAlain Berset
SP, FR
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(SP/FR) sagte, ist sich die vorberatende Kommission der grossen Bedeutung der Sprachkenntnisse für die Integration bewusst. Bereits heute könnten die Kantone die Aufenthaltsbewilligung aber an die Bedingung knüpfen, dass die antragsstellende Person einen Sprach- oder Integrationskurs besuche.

Die Kantone hätten es damit in der Hand, die Kenntnis einer Landessprache zu fördern und fordern. Hingegen sei die Kommission dagegen, dass diese Kompetenz künftig beim Bund zentralisiert werden solle.

Nicht zuletzt lehnten zahlreiche Ständeräte die Motion von Lukas Reimann (SVP/SG) auch aus formalen Gründen ab. Der Nationalrat habe die Motion im Rahmen der ausserordentlichen Migrationsdebatte in der Frühjahrssession gar nicht richtig beraten, kritisierten Ständeräte aus allen politischen Parteien.

Unzufriedene Ständeräte

Selbst der Onkel des Motionärs, Ständerat Maximilian ReimannDas ParlamentMaximilian Reimann
SVP, AG
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(SVP/ AG) räumte ein, dass der Nationalrat oft keine Begründung liefere. Nach Ansicht von Christine EgerszegiDas ParlamentChristine Egerszegi
FDP, AG
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(FDP/AG) wird die zweite Kammer so zur Erstkammer, was nicht befriedigen könne.

In der Folge lehnte der Ständerat sieben von 11 weiteren Vorstössen der nationalrätlichen Migrationsdebatte ab - meist stillschweigend. Eine Reihe weiterer Vorstösse aus der Migrationsdebatte des Nationalrats wird der Ständerat erst in der zweiten Sessionshälfte beraten.

Bereits abgelehnt wurde die Forderung, Imame in der Schweiz streng zu kontrollieren. Ginge es nach dem Nationalrat sollten die Imame nur noch eine Bewilligung erhalten, welche die Einhaltung der Rechtsordnung und der verfassungsmässigen Grundrechte anerkennen. Abgelehnt wurde auch der Antrag, die Visumspflicht für Menschen aus Taiwan aufzuheben.

Angenommen wurde dagegen die Motion von Philipp MüllerDas ParlamentPhilipp Müller
FDP, AG
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(FDP/AG), die sogenannte Empfangsstellenhaft zu verlängern. Diese spezielle Ausschaffungshaft wird vom Bundesamt für Migration dann verfügt, wenn der Wegweisungsentscheid in einer Empfangsstelle eröffnet wird und dessen Vollzug absehbar ist. Zurzeit kann diese Haft höchstens 20 Tage dauern, was zu kurz ist, um etwa ein Dublin- Rückübernahmeverfahren durchzuführen.

(sda)

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  • Schweizer am 02.06.2010 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    C-Ausweis

    Das wäre ja die minimste Auflage für den C-Ausweis. Ohne Kenntnis einer Landessprache sollte es diesen richtigerweise nicht geben. Leider hat der lahme Ständerat wiedereinmal eine grosse Chance vertan um unser Ausländerproblem etwas zu entschärfen.

    • nicht Schweizer, aber sympathisant am 15.02.2011 14:43 Report Diesen Beitrag melden

      Luxus-Auslaender Problem

      An Schweizer: Schweiz hat ein Luxus-Auslaender Problem: man mag Auslaender nicht, aber Geld von ueberall will man trotzdem

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  • Kurt Röösli am 01.06.2010 21:52 Report Diesen Beitrag melden

    Linker Ständerat

    Der Ständerat verkommt zu einer Softiekammer die an den Interessen des Schweizer Volkes vorbeipolitisiert. Dafür lassen sich die Damen und Herren von jenen Interessengruppen umgarnen.

    • Ueli der Hengst am 09.01.2011 11:44 Report Diesen Beitrag melden

      Bildungslücke

      Im Ständerat sitzen 46 Politiker, davon sind 12 Links. Informieren Sie sich doch mal...

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  • S. Wiss am 01.06.2010 20:53 Report Diesen Beitrag melden

    Normal

    Wir verschenken ja auch CH-Pässe an Personen die nicht einmal eine der vier Landessprachen beherrschen. Sowas gibt es nur in der Schweiz!