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Session
23. November 2009 17:34; Akt: 23.11.2009 18:37 Print
Erika Forster wird Ständeratspräsidentin
Die St. Galler FDP-Politikerin Erika Forster ist die neue Präsidentin des Ständerats. Die Kleine Kammer hat die 65-Jährige mit 43 von 44 gültigen Stimmen gewählt.
Die St. Galler FDP-Politikerin Erika Forster ist die neue Ständeratspräsidentin. Die Kleine Kammer hat ihr langjähriges Mitglied am Montag glanzvoll zur Vorsitzenden gekürt. Wie ihr Vorgänger Alain BersetDas Parlament
Alain Berset
SP, FR
auf MerklisteDetails (SP/FR) sprach Forster nach der Wahl über die Grenzen des Milizparlaments, die das Krisenjahr offenbart hatte.
Erika Forster
Forster erhielt 43 von 44 gültigen Stimmen und durfte sich damit über ein Glanzresultat freuen. Sie hätte sich beim Start ihrer politischen Karriere vor 34 Jahren im St. Galler Stadtparlament nie träumen lassen, dass sie einmal eine solche Ehre erfahren würde, sagte die neue Präsidentin. Sie ist nach Josi Meier 1991/92 und Francoise Saudan 2000/01 erst die dritte Frau auf diesem Posten, und die erste St. Gallerin seit 43 Jahren. Forster sitzt seit 14 Jahren im Ständerat und hat davor Parlamentserfahrung auf Gemeinde- und Kantonsebene gesammelt, wobei sie sowohl im St. Galler Stadtparlament wie im Kantonsrat bereits Präsidentin war.
In ihrer Rede nach der Wahl sprach Forster wie zuvor ihr 37-jähriger Vorgänger Alain Berset über die Grenzen des Milizparlaments in einem Umfeld immer komplexerer Herausforderungen. Bundesrat und Parlament hätten Hausaufgaben zu machen und sich zu überlegen, wie ihre Arbeit aufeinander abzustimmen sei, damit auch künftig rasches und umsichtiges Handeln gewährleistet werden könne. Nach Forsters Ansicht löst ein reines Berufsparlament die Probleme nicht, weil das Milizsystem durch die Ausnutzung des Beziehungsgeflechts auch grossen Nutzen biete. Es sei aber von grösster Wichtigkeit, Reformpotenziale zu nutzen und alle Möglichkeiten der Effizienzsteigerung und Prioritätensetzung auszuschöpfen.
Forster wird in ihrem Präsidialjahr von den Vizepräsidenten, dem 62-jährigen Hansheiri Inderkum (CVP/UR) und dem 59-jährigen Hans AltherrDas Parlament
Hans Altherr
FDP, AR
auf MerklisteDetails (FDP/AR) unterstützt. Inderkum erhielt seine Beförderung zum ersten Vizepräsidenten mit dem gleichen Resultat wie die Präsidentin, und auch Altherr erreichte 43 von 44 gültigen Stimmen. Mit der Wahl Forsters werden nun beide Parlamentskammern von Frauen geführt, nachdem der Nationalrat zuvor Pascale BrudererDas Parlament
Pascale Bruderer
SP, AG
auf MerklisteDetails zur neuen Präsidentin gewählt hatte.
(dapd)




























