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Ständerats-Entscheid
22. September 2011 14:35; Akt: 22.09.2011 16:24 Print
Weiterhin keine Formel-1-Rennen in der Schweiz
Im Gegensatz zum Nationalrat will der Ständerat nicht, dass das Verbot für Rundstreckenrennen aufgehoben wird. Damit bleiben die Räte in dieser Frage auf ihren altbekannten Positionen.

Solche Bilder sind in der Schweiz auch künftig nur am TV zu sehen. (Bild: Keystone)
Rundstreckenrennen bleiben in der Schweiz verboten: Der Ständerat hat am Donnerstag drei parlamentarische Initiativen für eine Aufhebung des Verbots abgelehnt. Damit sind - zumindest vorläufig - keine Formel-1-Rennen in Sicht.
Im Nationalrat hatte sich wiederholt eine Mehrheit dafür ausgesprochen, in der Schweiz wieder Rundstreckenrennen zuzulassen. Das Verbot sei nicht mehr zeitgemäss, lautete der Tenor. Im Ständerat hält sich die Motorsportbegeisterung dagegen in Grenzen.
Schon als die kleine Kammer im Frühjahr über das Thema diskutierte, wurden die Motorsportfans im Nationalrat der «notorischen Zwängerei» bezichtigt. Das Thema gelange immer wieder in die Räte, geändert werde jeweils nur der Titel der Vorstösse.
«Eine gewisse Hartnäckigkeit zu attestieren»
Der Unmut ist nicht kleiner geworden: «Es gilt zu vermerken, dass wir diese Thematik schon x-mal zwischen den Räten hin- und hergeschoben haben», sagte Peter Bieri (CVP/ZG) am Donnerstag im Namen der vorberatenden Kommission. «Eine gewisse Hartnäckigkeit in dieser offensichtlich staatspolitisch wichtigen Thematik ist den Initianten zu attestieren.» Das Vorgehen zeuge jedoch nicht von Respekt gegenüber Entscheiden.
René Imoberdorf (CVP/VS) gab zu bedenken, das Problem liesse sich mit einem Ja vermeiden. Wenn sich der Ständerat erneut gegen eine Aufhebung des Verbots stemme, werde bestimmt bald ein neuer Vorstoss eingereicht. Das Argument überzeugte nicht: Der Ständerat blieb standfest und lehnte die drei parlamentarischen Vorstösse mit 20 zu 13 Stimmen ab.
Das Verbot von Rundstreckenrennen war 1955 unter dem Eindruck von schweren Unfällen - insbesondere auf der Rennstrecke in Le Mans (F) - im Strassenverkehrsgesetz verankert worden. Die Gegner des Verbots versprechen sich von Rundstreckenanlagen Nutzen für Industrie und Forschung, die Befürworter verweisen auf Lärm und Luftverschmutzung.
(sda)
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Alle 53 Kommentare






























Motorsport
Es gibt soviele Motorsportler in der Schweiz, soviele Teams, die ständig weite Wege ins Ausland (nur schon fürs Training, Abstimmung der Fahrzeuge etc.) auf sich nehmen müssen, und wieso das? Weil man immernoch an die Sicherheitsstandards vor über 60 Jahren denkt. Katastrophe ! Wenn das der Grund ist, müsste der Alpinsport verboten sein. Das ist nach Haushaltsunfällen die 2. meiste Unfallursache mit Todesfolge in der Schweiz ! Zudem ist die Umweltbelastung in den Bergregionen katastrophal. Aber es füllt halt die Tourismuskasse.
typisch
ich bin gar kein Fan von Formel 1 ,aber das mit der rennstrecke wäre ne sehr gute idee dann könnte man mal richtig aufs gas drücken.wäre auch für fahrsicherheitstrainings sinnvoll
Formel1 mit neuen technologien
Die f1 und andere rennsportarten sollen sich mal in bezug auf mweltverträglichkeit weiterentwickeln und alternative technologien vorantreiben, dass würde auch die industrie weiter bringen. Danach kann man über eine aufhebung des verbotes diskutieren. Leider werden aber lieber energieverschwenderische nachtrennen eingeführt...
Hmmmm
Die Formel 1 wird Ihren Kommentar beherzigen um die Erlaubnis zu bekommen in der Schweiz rennen zu fahren. Es wird zukünftig mit 1,6 l Motoren gefahren... berücksichtigen Sie dann noch wieviel Millionen Menschen am Sonntag zuhause bleiben und nicht mit dem Auto ins Grüne fahren.... hmmm vielleicht doch gar nicht so umweltschädlich, wenn man die Gesamtbilanz sieht.