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Tiananmen
04. Juni 2009 10:06; Akt: 04.06.2009 10:16 Print
China ist «tief unzufrieden»
US-Aussenministerin Hillary Clinton hat die chinesische Regierung aufgefordert, die Geheimhaltung um die blutige Niederschlagung der Proteste auf dem Pekinger Tiananmen-Platz 1989 aufzugeben. Das finden die Chinesen gar nicht in Ordnung.
Clintons Erklärung enthalte «unbegründete Anklagen gegen die chinesische Regierung», sagte ein Sprecher des Aussenministeriums am Donnerstag. «Wir geben unsere tiefe Unzufriedenheit zum Ausdruck.» Über die Ereignisse vom 4. Juni 1989 gebe es bereits eine Einschätzung seitens der chinesischen Kommunistischen Partei und der Regierung.
Clinton hatte die Volksrepublik am Mittwoch in einer Erklärung aufgefordert, die Namen der vor 20 Jahren Getöteten oder seit der Niederschlagung Vermissten zu veröffentlichen. Damit könne China einen Prozess des «Heilens» nach den blutigen Ereignissen einleiten. Einen ähnlichen Aufruf veröffentlichte der US-Kongress.
Bei dem Einsatz der Armee gegen Demonstranten auf dem Tiananmen-Platz in der Nacht zum 4. Juni 1989 waren nach amtlichen chinesischen Angaben 241 Menschen getötet worden, laut Menschenrechtsorganisationen hingegen bis zu mehrere tausend Menschen.
(sda)



























