Es begann mit der «Jasminrevolution» in Tunesien und verbreitete sich wie ein Lauffeuer: Streiks in Algerien, Proteste in Jordanien, Kundgebungen in Marokko, Aufstand in Libyen. In Ägypten stürzte Präsident Mubarak. Fegt ein «arabischer Frühling» die Despoten weg?
Tausende sind dem Konflikt in Syrien bereits zum Opfer gefallen. Für Syriens oppositionellen Nationalrat (SNC) wird eine Militärintervention daher immer wahrscheinlicher.
Laut 400 arabischen Geschäftsleuten hat der Arabische Frühling 100 Mrd. Dollar wirtschaftliche Einbussen verursacht. Jetzt soll die Zusammenarbeit in der Region gestärkt werden.
UNO, EU und IKRK sind sich einig, dass sich die anhaltende Gewalt zu einer humanitären Notlage für grosse Teile der Bevölkerung entwickelt. Sie fordern einen Waffenstillstand zur Versorgung der Verletzten.
Mindestens zehn Menschen kamen bei Anschlägen auf Wahllokale im Jemen ums Leben. Gesucht wird der Nachfolger von Präsident Ali Abdullah Saleh. Sein Nachfolger heisst wohl Abd Rabbo Mansur Hadi.
Gegen Ägyptens Ex-Präsident Hosni Mubarak soll die Höchststrafe verhängt werden. Das fordert der Staatsanwalt, weil Mubarak auf friedliche Demonstranten habe schiessen lassen.
Bewaffnete eröffneten das Feuer auf ein Auto, in dem ein Staatsanwalt sowie ein Richter sassen. Ägypten zog derweil seinen Botschafter aus Damaskus ab.
US-Drohnen beobachten offenbar das Geschehen in Syrien. Damit soll der Druck auf das Regime erhöht werden. Syrische Truppen schossen derweil auf einen grossen Protestzug in Damaskus.
Die UNO-Vollversammlung fordert den Rücktritt von Präsident Assad. Währenddessen greifen Regierungstruppen weiterhin die Rebellenhochburg Homs an.
Mit grosser Mehrheit haben die Vereinten Nationen die seit elf Monaten anhaltende Gewalt des Regimes in Syrien verurteilt. 137 Länder stimmten für die Resolution.
Twitter, Facebook oder eine SMS? Nicht in der syrischen Stadt Homs. Weil sie fast komplett von der Umwelt abgeschnitten sind, greifen Aktivisten zu einem uralten Kommunikationsmittel.
Nachdem im Sicherheitsrat die Syrien-Resolutionen reihenweise an Vetos scheitern, wählen Saudi-Arabien und Katar einen anderen Weg. Derweil stehen Homs und Hama weiter unter Beschuss.
Die Europäische Union kündigt Syriens Regime weitere Sanktionen an. Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel setzt auf die Arabische Liga, der sie in der Region eine Schlüsselrolle zuwies.
Die Protesthochburg Homs in Syrien erlebt den schwersten Beschuss seit Tagen. Laut Menschenrechtlern fallen pro Minute zwei Raketen.
Die UNO-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay spricht Klartext. Sie hat dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vorgeworfen, wegen Untätigkeit die Gewalt gegen Regierungsgegner in Syrien de facto angefacht zu haben.
Der syrische Machthaber Assad weist Vorschläge der Arabischen Liga scharf zurück. Diese hatte sich für den Einsatz einer UNO-Friedenstruppe in Syrien ausgesprochen.
Die Arabische Liga strebt eine gemeinsame Friedensmission mit der UNO an. Ihre Aussenminister haben sich auch darüber geeinigt, die Beziehungen zum syrischen Machthaber Baschar al-Assad abzubrechen.
Angehörige von in der Schweiz lebenden Exil-Syriern werden offenbar in ihrem Land verfolgt. Das EDA nimmt die Sache nach eigenen Angaben ernst.
Vor exakt einem Jahr war Ägyptens Machthaber Hosni Mubarak gestürzt worden. Demonstrationen gegen den Militärrat waren zahlreich und blieben bislang friedlich.
Ein US-Unternehmen hat Bilder des Kriegsgeschehens in Homs veröffentlicht. Derweil will die Regierung die «Terroristen auslöschen», ein General und viele Zivilisten wurden getötet.
Seit einer Woche steht die Metropole nahe der libanesischen Grenze unter Dauerbeschuss. Alle Zufahrtsstrassen sind gesperrt. Lebensmittel, Heizöl und Medikamente werden knapp. Aus Homs gibt es kein Entkommen.
Bilder des Grauens: Bei zwei Bombenanschlägen in der syrischen Stadt Aleppo sind mindestens 25 Menschen getötet worden. Das Staatsfernsehen berichtete zudem von 175 Verletzten.
Eine halbe Stunde nach dem Sturz von Ägyptens Präsident Hosni Mubarak fror die Schweiz sämtliche seiner Gelder ein. Daran hat sich bis heute nichts geändert.
Wie kann das Blutvergiessen in Syrien gestoppt werden? Über diese Frage will der syrische Nationalrat beraten. Derweil starben in Homs erneut über 30 Menschen.
Nach fast elf Monaten der Gewalt könnte die UNO jetzt Beobachter nach Syrien entsenden. Sie erwäge eine gemeinsame Mission mit der Arabischen Liga, sagte UNO- Generalsekretär Ban Ki Moon.
Die Weltgemeinschaft weiss nicht, wie man das Blutvergiessen in Syrien stoppen soll. Während Russland einen Dialog zwischen Assads Stellvertreter und der Opposition fördern will, setzt die EU auf Sanktionen.
Peter Blunschi - Einst galt die schöne Asma Assad in Syrien als Hoffnungsträgerin. Nun hat die First Lady ihr Schweigen gebrochen und ihren Mann in einem Mail in Schutz genommen.
Erneut sollen in der syrischen Stadt Homs Dutzende Menschen massakriert worden sein. Die Angaben der Aktivisten sind schwer zu prüfen. Zumal nun auch noch die Beobachter abgezogen werden.
Der russische UNO-Botschafter schiebt die Schuld am Veto zur UNO-Resolution dem Westen in die Schuhe. Die Europäer seien zu ungeduldig gewesen.
Am Dienstag hatten mehrere US-Abgeordnete gefordert, dass die USA den syrischen Widerstandskämpfern Waffen zukommen lassen sollen. Die Regierung blockt ab.
Die internationale Empörung ist nach dem russischen Veto gegen eine UNO-Resolution zu Syrien gross – in Damaskus die Freude. Den russischen Aussenminister Sergej Lawrow begrüssten Regime-Anhänger als Volksheld.
Die Oppositionshochburg Homs steht weiter unter Beschuss. Regierungsgegner vermuten, dass Staatschef Assad seinem bevorstehenden Besuch aus Russland demonstrieren will, dass er die Lage im Griff hat.
Russland und China haben mit ihrem Veto gegen eine Syrien-Resolution im UNO-Sicherheitsrat in der Arabischen Welt an Ansehen verloren. Das glaubt der Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi.
In Ägypten mehren sich die Zeichen, dass der Militärrat den Demonstranten entgegenkommt und die Macht an eine Zivilregierung früher als geplant übergibt. Die Nominierungen für die Wahl werden früher entgegen genommen.
Nach dem Scheitern der UNO-Resolution geht Syriens Präsident Baschar al-Assad weiter hart gegen Oppositionelle vor. Die USA ziehen alle Diplomaten aus dem Land ab und auch London zieht den Botschafter zurück.
Das Töten in Syrien geht weiter: Bei heftigen Bombardements sterben in der Oppositionshochburg Homs dutzende Menschen. Derweil verteidigt die chinesische Regierung ihr Veto gegen eine UNO-Resolution.
Aus Protest gegen die jüngsten Eskalationen in ihrem Land haben Demonstranten am Wochenende sechs syrische Botschaften in Europa und arabischen Ländern gestürmt.
Auf dem Tahrir-Platz in Kairo, dem Symbol der ägyptischen Revolution, demonstrieren wieder hunderte Menschen. Einige von ihnen fordern gleich die Hinrichtung der Mitglieder des Militärrats.
Die beiden Grossmächte Russland und China stützen weiterhin das syrische Regime, sie wollen keine UNO-Resolution. In der Stadt Homs kam es laut Aktivisten zu den schwersten Angriffen seit Beginn des Aufstandes.
Simon Beeli - Der Iran will aus den arabischen Revolutionen Kapital schlagen und lädt die Aktivisten der ersten Stunde zur islamischen Konferenz ein. Nicht dabei: die Akteure aus Syrien.
Eine unfähige Polizei und zunehmende Kriminalität – Ägypten hat nicht nur im Fussball ein Sicherheitsproblem. Das Blutbad von Port Said aber dürfte andere Ursachen haben.
Das Ende des syrischen Machthabers Assad sei absehbar, so der türkische Präsident Gül. Sollte es demnächst soweit sein, will die Türkei die Familie Assad aufnehmen.
Die Schweizer Behörden würden mit ihrer Langsamkeit dem Ben-Ali-Clan in die Hände spielen, sagt Enrico Monfrini. Er sucht weltweit nach versteckten Geldern des Potentaten.
Peter Blunschi - Fussball-Hooligans spielten beim Aufstand gegen Hosni Mubarak eine zentrale Rolle. Auf dem Tahrir-Platz in Kairo kämpften sie an vorderster Front für die Regimegegner.
Mit Glasscherben und Steinen gingen Fussballfans in Port Said aufeinander los. Die Sicherheitskräfte schauten der Schlacht mehrheitlich tatenlos zu. Kommentatoren und Fans sind überzeugt: Dahinter steckt der Militärrat.
Die Vereinten Nationen diskutieren zurzeit über einen Resolutionsentwurf für Syrien. Klar ist: Baschar al-Assad muss weg. Doch der syrische Präsident ist sich gewohnt, allein zu kämpfen.
Der Druck auf den UNO-Sicherheitsrat wächst. Nahezu die ganze Welt fordert eine UNO- Resolution gegen die Gewalt in Syrien - nur Russland stellt sich weiterhin quer.
Kämpfe in der Hauptstadt Damaskus, ein angeblicher Fluchtversuch von Assads Familie – das syrische Regime gerät zunehmend in Bedrängnis. Oppositionelle fürchten ein Blutbad.
Russland will die syrische Regierung für informelle Gespräche nach Moskau einladen. Aus Damaskus kommen positive Zeichen. Die Rebellen wollen aber von Verhandlungen nichts wissen.
Nach dem Abbruch der Beobachtermission der Arabischen Liga ist die Gewalt in Syrien sprunghaft angestiegen. Alleine am Sonntag sollen mindestens 62 Menschen getötet worden sein.
Das Parlament hielt vor wenigen Tagen die erste Sitzung ab, da werden die Ägypter schon wieder zur Wahl geschickt. Sie stimmen über die Mitglieder der Schura, der zweiten Kammer des Parlaments ab.
Europäische und arabische Länder bringen die UNO-Resolution zu Syrien nach dem Stopp der Beobachtermission «auf den neusten Stand». Syrien gab sich derweil «überrascht» wegen des Abzugs der Mission.
Die Beobachtermission der Arabischen Liga in Syrien war bereits mehrfach behindert worden. Jetzt reagiert die Liga darauf und zieht die Beobachter vorerst ab.
Russland stellt sich weiterhin gegen eine UNO-Resolution, welche die Gewalt in Syrien beenden soll. Russland will keine Resolution verabschieden, die einen Rückzug von Präsident Baschar al-Assad verlangt.
44 Tote, darunter Frauen und Kinder: Menschenrechtsaktivisten berichten von schweren Auseinandersetzungen in der syrischen Stadt Hama. Truppen der Regierung hätten die Stadt mit Panzern beschossen.
Ein Jahr nach der ägyptischen Revolution verhandeln Militär und Islamisten hinter den Kulissen über eine Verfassung. Erste Priorität hat jedoch die Bewältigung der Wirtschaftskrise.
Russland bleibt bei seiner Meinung. UNO Sanktionen gegen Syrien seien «ungerecht und kontraproduktiv», sagt Aussenminister Sergej Lawrow. Obama richtete einen Appell an die syrische Regierung.
Heute vor einem Jahr begann die Revolution, die Hosni Mubarak aus seinem Amt fegte. Zur Feier hat der Militärrat die umstrittenen Notstandsgesetze aufgehoben – zumindest teilweise.
Nach Saudi-Arabien ziehen auch die anderen Golfstaaten ihre Beobachter aus Syrien ab. Gleichzeitig forderten sie die UNO auf, den Druck auf das Assad-Regime zu erhöhen.
In Ägypten prügeln Sicherheitskräfte auf Demonstranten ein und schiessen mit scharfer Munition. Die staatlichen Medien zeigen nichts davon. Aktivisten gehen jetzt mit den Videos auf die Strasse.
Das neu gewählte ägyptische Abgeordnetenhaus ist in Kairo zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Dabei kam es zu chaotischen Szenen.
Das Bild der misshandelten Ägypterin «im blauen BH» ging um die Welt. Feldmarschall Tantawi, der mächtigste Mann im Staat, glaubt an eine Täuschung. Die Soldaten hätten ihr helfen wollen.
Russland unterstützt das Regime von Baschar al-Assad weiter. Es liefert 36 Militärflugzeuge nach Syrien. Derweil fordert die arabische Liga den Rücktritt von Assad. Der will davon aber nichts wissen.
Dem abtretende Präsident Jamens, Ali Abdallah Saleh, wird absolute Immunität gewährt. Das hat das Parlament entschieden. Diese Zusicherung war seine Bedingung für den Rückzug von der Macht.
Nicht regimetreue Soldaten, sondern Oppositionelle seien für den Tod des französischen Journalisten, der in Homs bei einem Angriff umgekommen ist, verantwortlich. Sie haben sich «fehlerhaft» verhalten.
Gefährliche Entwicklung des Krieges zwischen Aufständischen und Anhängern Assads: Laut Augenzeugen sind Hisbollah-Kämpfer aus dem Libanon nach Syrien unterwegs, um das Regime zu unterstützen.
Obwohl mehrere westliche Regierungen den Einsatz der Beobachter als gescheitert bezeichnen, dürfte die Arabische Liga die Experten einen Monat länger im umkämpften Land lassen.
Korruption und Gerüchte über eine angebliche Preissteigerung haben in Ägypten eine Benzinkrise ausgelöst. An vielen Tankstellen in Kairo und auf dem Land gab es am Mittwoch keinen Kraftstoff zu kaufen.
Der syrische Präsident will hart durchgreifen, falls sein Land von arabischen Truppen heimgesucht werden sollte. Der UNO-Sicherheitsrat berät erneut darüber, wie der blutige Krieg beendet werden kann.
Die neue Version des russischen Resolutionsentwurfs zu Syrien, den das Land dem UNO-Sicherheitsrat vorgelegt hat, sei ein «neues Hinhaltemanöver», sagt ein Diplomat. Er zeigt keine Fortschritte auf.
Nach der umstrittenen ersten Beobachter-Mission der Arabischen Liga wollen die Vereinten Nationen selbst die Beobachter auf ihren Einsatz vorbereiten. Das Training soll in wenigen Tagen beginnen.
In Homs wurden fünf Regimegegner erschossen. Neun weitere wurden bei einer Schiesserei verletzt. Indes laufen immer mehr Funktionäre des Assad-Regimes weg.
Vor einem Jahr gab sich mit Ben Ali in Tunesien der erste Diktator der arabischen Welt geschlagen. Zufrieden ist die Bevölkerung nicht. Die Arbeitslosenquote bleibt hoch und der neuen Regierung fehlt die Erfahrung.
Das System in Ägypten sei zu wenig demokratisch, sagte der ex-Friedensnobelpreisträger El Baradei. Deshalb scheide er aus dem Rennen um das Präsidentenamt aus. Faire Wahlen seien unmöglich.
Die USA glauben noch immer, dass der Iran die syrische Führung mit Waffen beliefert. Es gebe genug Indizien dafür, meinte ein hoher US-Beamte.
Die Arabische Liga ist angesichts der sich zuspitzenden Gewalt in Syrien sehr besorgt. Sie warnt eindringlich vor einem Bürgerkrieg. Die Opposition schliesst sich immer mehr zusammen.
Die Gewalt zwischen dem syrischen Regime und Regierungsgegnern steigt zusehends. In Deir al-Zor kam es zu heftigen Gefechten. Ein russischer Frachter unterlief das EU-Waffenembargo.
Ein französischer Fernseh-Journalist ist in Homs bei einem Granatbeschuss tödlich getroffen worden. Die Arabische Liga will vorerst keine weiteren Beobachter mehr ins Land schicken.
Der Vorsprung der islamistischen Parteien bei den ägyptischen Parlamentswahlen ist grösser als erwartet. Sie sicherten sich rund 70 Prozent der 498 Mandate.
Anwar Malek, Beobachter in Syrien für die Arabische Liga, hat das Land wieder verlassen. «Ich habe Horrorszenen gesehen», sagt er.
Lange hat er geschwiegen, jetzt wendete er sich an seine Bürger und gab sich siegessicher. Die Opposition befürchtet, dass das Regime den Kampf verstärkt.
Die Gewalt in der arabischen Welt ist nicht weniger geworden. Im Gegenteil: Rufe nach Reformen wurden «mit teils extremer Gewalt» unterdrückt, sagt ein Bericht von Amnesty International.
Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh kann nicht mehr strafrechtlich für die Verbrechen belangt werden, die er begangen hat – ausser, das Parlament stemmt sich gegen das Gesetz.
Die Beobachter der Arabischen Liga haben beschlossen, dass sie noch mehr Leute nach Syrien schicken wollen. Die Opposition dürfte dies wenig freuen. Sie wirft der Liga vor, sich täuschen zu lassen.
Nach dem blutigen Anschlag in Damaskus geht das Regime in Syrien weiter hart gegen die Proteste vor und schlägt wie angekündigt «mit eiserner Faust» zurück. 29 Regimegegner kommen ums Leben.
Als ägyptische Soldaten auf eine Studentin einprügelten und bis auf den BH entblössten, stellte sich ihnen eine Frau entgegen. Für ihre Zivilcourage zahlt sie bis heute einen hohen Preis.
Nach dem blutigen Anschlag in Damaskus will das Regime in Syrien weiter hart gegen die Proteste vorgehen. Derweil fordert die Arabische Liga weiterhin einen Stopp der Gewalt.
Bei einem schweren Anschlag in der syrischen Hauptstadt Damaskus sind mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. Ein Attentäter hatte sich in der Nähe einer Grundschule in die Luft gesprengt.
Dem ehemaligen Präsidenten Hosni Mubarak droht die Todesstrafe. Die Staatsanwaltschaft sieht es als erwiesen an, dass Mubarak die Tötung von Demonstranten auf dem Tahrir-Platz hätte verhindern können.
Nach der Kritik an der Arbeit der Beobachter-Mission in Syrien hat die Arabische Liga erstmals Fehler eingeräumt. Grund sei die fehlende Erfahrung auf diesem Gebiet.
Kian Ramezani - Assads Taktik, mit der Beobachtermission in Syrien auf Zeit zu spielen, könnte aufgehen, sagt Nahost-Experte Ulrich Tilgner. Trotzdem sei sein Regime langfristig am Ende.
Trotz der Anwesenheit der Beobachter der Arabischen Liga haben Regierungstruppen Demonstranten ermordet. Die Liga prüft deshalb deren Abzug.
Die syrischen Streitkräfte haben ihre schweren Waffen aus den Wohngebieten abgezogen. Ob dies allerdings schon der Durchbruch bei der Umsetzung des Friedensplan ist, bleibt fraglich.
In Kairo wurde der Prozess gegen den gestürzten ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak fortgesetzt. Mubarak liess sich auf einer Trage in den Gerichtssaal bringen.
Nach der Beerdigung eines 15-jährigen Aktivisten ist die bahrainische Polizei Augenzeugenberichten zufolge mit Tränengas und Gummigeschossen gegen Demonstranten vorgegangen.
Die Lage in Syrien spitzt sich immer mehr zu. Während erneut Demonstranten getötet wurden, wurde die Delegation der Arabischen Liga aufgefordert, das Land zu verlassen
Nach seinem Rückzug von der Spitze des Landes, plant der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh nun doch nicht mehr, in die USA zu reisen. Die jüngste Gewalteskalation hält ihn zurück.
Trotz Beobachtermission gingen am Freitag hunderttausende Menschen in Syrien auf die Strasse. Sicherheitskräfte setzten Tränengas, Blendgranaten und Nagelbomben ein.
Ungeachtet der Beobachter der Arabischen Liga sterben bei erneuten Protesten mindestens 28 Menschen. Inzwischen kommen Zweifel an der Integrität des Leiters der Beobachter-Mission auf.
Ägyptische Sicherheitskräfte sind massiv gegen mehrere Menschenrechtsorganisationen vorgegangen. Betroffen waren auch eine deutsche und zwei us-amerikanische Organisationen.
Syriens Präsident Baschar al-Assad schockiert die Welt mit der brutalen Unterdrückung der Protestbewegung. Ein Blick auf die Geschichte zeigt, dass Repression in Syrien Tradition hat.
Fabrizio Gatti ist getarnt als Flüchtling von Senegal über Libyen nach Italien gereist. Die Routen der Schlepper kennt er aus eigener Erfahrung. Dass Europa ein Flüchtlingsansturm bevorsteht, glaubt er nicht.
Despoten in der Defensive: In vielen Ländern der arabischen Welt geht das Volk auf die Strasse und fordert Freiheit und Brot.
Showdown auf dem Tahrir-Platz in Kairo: So zwangen die ägyptischen Demonstranten den «Pharao» in die Knie.
Der tunesische Ex-Präsident Zine el-Abidine Ben Ali ist der vorerst letzte Vertreter einer illustren Schar von Potentaten, die nach ihrem Sturz unfreiwillig ihr Land verlassen mussten.
Fliegende Steine, Platzwunden und Angriffe auf Kamelen: Videos und Bilder dokumentieren die Zusammenstösse rund um den Tahrir-Platz.
Eindrückliche Bilder dokumentieren die Proteste in Kairo und im ganzen Land. Eine Auswahl.
Tausende Tunesier demonstrieren in Köln vor dem Dom gegen den geflohenen Präsidenten Ben-Ali.
Tunesiens umstrittener Präsident ist aus dem Land geflüchtet. Sein Ziel ist derzeit unbekannt. Der Ministerpräsident übernimmt die Macht im Land. (Video: APTN-Video)
Der deutsch-französische Fotograf Lucas Mebrouk Dolega wurde von einer Tränengasgranate getroffen. Kurz darauf erlag er seinen Verletzungen.
Am 15. Januar 2011 haben rund 150 Tunesierinnen und Tunesier in Zürich gefordert, die Regierungspartei müsse abtreten.
Aufnahmen vom 13. Januar 2011
Aufnahmen vom 12. Januar 2011
Tunesien, Ägypten, Libyen und jetzt Syrien: Die Unruhen im Nahen Osten haben auch die Arabische Liga verändert. Aus einem Club autoritärer Staaten wird eine Organisation, die sich einmischt.
Christiane Jacke, dapd - In Tunesien wird heute der Staatspräsident bestimmt. Politisch hat sich das Land nach der Revolution vorbildlich entwickelt. Doch es hat ein grosses Problem: die Wirtschaft.
Peter Blunschi - Folgt auf den Arabischen Frühling der islamistische Winter? Der US-Experte Mark Tessler hat die Vereinbarkeit von Islam und Demokratie untersucht. Er sagt im Interview, die Menschen wollten in erster Linie gut regiert werden.
Paul Schemm, AP - Ganz unabhängig vom Ergebnis war die Wahl in Tunesien eine grosse Leistung in Sachen Demokratie. Der zu entsprechen, dürfte bei den Wahlen in Ägypten und Marokko kommenden Monat und später auch in Libyen nicht so leicht fallen.
Der Führer der islamischen Ennahdha-Bewegung, Rachid Ghannouchi, ist der grosse Gewinner der Wahlen in Tunesien. Liberale Tunesier halten ihn allerdings für einen Wolf im Schafspelz.
Peter Blunschi - Muammar Gaddafi ist kein Freund Algeriens, dennoch erhielt seine Familie im Nachbarland Asyl. Das Regime in Algier tut sich schwer mit der neuen Realität in Libyen.
Peter Blunschi - Baschar al-Assad gibt sich unbeugsam und verspricht allenfalls Mini-Reformen. Dem Westen aber sind weitgehend die Hände gebunden, denn Syrien ist nicht Libyen.
Der gedemütigte Gemüsehändler Mohamed Bouazizi verbrannte sich in Tunesien öffentlich und löste so die Revolutionen im arabischen Raum aus. Doch seine Geschichte weist Lücken auf.
Maggie Michael, AP - Die Geschichte ähnelt der von «Romeo und Julia»: Eine Koptin wollte sich in Ägypten scheiden lassen und einen Muslimen heiraten. Dann brannten Kirchen, 15 Menschen wurden getötet.
Peter Blunschi - Baschar Assad macht den Gaddafi: Syriens Diktator geht brutal gegen sein Volk vor. Doch der Westen hat kaum Möglichkeiten, ihn zu stoppen.
Peter Blunschi - Das Emirat Katar unterstützt die libyschen Rebellen mehr als jedes andere Land. Es liefert ihnen Waffen und verkauft ihnen Öl. Was steckt hinter diesem Engagement?
Ein Machtwechsel in Libyen oder Syrien ist nach Erkenntnissen des deutschen Geheimdienstes, dem Bundesnachrichtendienst (BND), derzeit nicht in Sicht.
Kian Ramezani - Tunesien und Ägypten sind befreit, Libyen und Jemen brennen, Syrien und Jordanien lodern. Anderswo hat der Funke aus verschiedenen Gründen nicht gezündet.
Grossbritannien hat in den vergangenen drei Jahren den Verkauf von Waffen an Libyen, Bahrain und den Jemen gebilligt. Politiker zeigen sich befremdet.
Felix Burch, Kairo - Mustafa demonstrierte 16 Tage auf dem Tahrir-Platz. Einen Monat nach der Revolution reist er mit 20 Minuten Online an den Ort, der Ägypten veränderte.
Das gewaltsame Vorgehen des syrischen Präsidenten Baschar Assad erinnert an das Massaker von Hama 1982. Sein Vater liess damals zehntausende Aufständische töten.
M. Apuzzo/A. Goldman, AP - Seit zwei Jahren pflegen die USA eine Zweckbeziehung zum Jemen: Sie sorgt für Geld, Jemen hilft im Kampf gegen Al-Kaida. Künftig dürfte das komplizierter werden.
Felix Burch/Andi Teuscher - Nach den Revolutionen ist in den Touristenhochburgen Nordafrikas der Alltag wieder eingekehrt. Die Gäste bleiben aber noch aus.
M. Faul/A. Shaw, AP - Auch in afrikanischen Ländern wie Uganda, Simbabwe oder Eritrea regieren Diktatoren. Trotzdem gibt es wenig Proteste. Doch das könnte sich bald ändern.
Die Demonstranten schafften, was dem Terror in zwanzig Jahren misslang. Nun drohen der Al Kaida, die Felle davon zu schwimmen. Doch abschreiben darf man sie nicht.
Kian Ramezani - Die Schweiz bewertet ihren Umgang mit den Geldern Ben Alis, Mubaraks und Gaddafis als mustergültig. Es gibt Zweifel an dieser Darstellung.
Der Boykott von EU und USA gegen das Gaddafi-Regime wirkt. International wird kein libysches Öl mehr gehandelt. Trotz der Beschränkung hat sich der Ölpreis leicht entspannt.
Bei den Protesten in Ägypten spielte Facebook eine wichtige Rolle. Ein frischgebackener Vater ist dem sozialen Netzwerk so dankbar, dass er seine Tochter nach ihm benannte.
Peter Blunschi - Ein stiller Amerikaner lieferte den Leitfaden für den erfolgreichen Aufstand in Ägypten. Gene Sharp ist der Mann, den die Diktatoren fürchten.
Ägyptische Aktivisten haben scheinbar Unterlagen, die dubiose Geschäfte des Mubarak-Clans belegen. Die in der Schweiz blockierten Gelder sind bisher der konkreteste Hinweis auf Vermögen.
Kian Ramezani - Die Militärs in Kairo wollen weiter Frieden mit Israel. Dennoch wird der jüdische Staat wieder vermehrt in die Sicherung seiner Südgrenze investieren müssen.
Kian Ramezani - Ägypten steht am Anfang einer Neuordnung. Wie demokratisch diese ausfällt, hängt auch davon ab, welche Rolle dem Islam eingeräumt wird.
Kian Ramezani - Mubarak ist weg, die Macht hat das Militär. Wer Ägypten in die Demokratie führen soll, ist offen. Auch Juristen, die eine Lösung innerhalb der Verfassung suchen, sind uneins.
Das ägyptische Volk gibt Hosni Mubarak den Schuh – eine gröbere Beleidigung ist in der arabischen Kultur kaum denkbar.
Hightech-Flugzeuge, Drohnen und eigene Satellitennetzwerke: Die Werkzeuge, um die in Ägypten staatlich verordnete Internet-Blockade zu umgehen, wären eigentlich vorhanden.
Mit dem absehbaren Ende der Ära Mubarak werden Fragen nach Umfang und Herkunft seines Privatvermögens laut. Der Finanzplatz Schweiz steht im Zentrum der Gerüchte.
Diaa Hadid, AP - Er wird als der Schauplatz des Aufstandes in Ägypten in die Geschichte eingehen: Der Tahrir-Platz in Kairo. Momentan ist die Stimmung sehr ausgelassen.
Ängste vor einer islamischen Revolution in Ägypten sind abwegig. Hingegen unterhalten alle demokratisch gewählten Regierungen in der Region enge Beziehungen zum Iran.
Hamza Hendawi, AP - Ein lang gehegter Traum der fundamentalistischen Muslimbruderschaft könnte mit den Protesten in Ägypten in Erfüllung gehen. Sie könnte endlich eine Rolle in der Politik spielen.
Brian Murphy, AP - Als die Protestbewegung im arabischen Raum um sich griff, rief der umstrittene jemenitische Staatschef Ali Abdullah Saleh in Katar an und bat den Herrscher des kleinen Emirats um Hilfe. Viel höher geht es nicht in der arabischen Hackordnung.
Tarek el Tablawy, AP - Nicht ganz Ägypten will einen Umsturz. Regierungstreue versuchen, Anhänger zu gewinnen. Die Geschichte von Saki Abdel und einem mysteriösen Anruf.
Sandro Spaeth - Ägyptens Wirtschaft ist wegen der Proteste wie gelähmt. Dem Land gehen täglich hunderte Millionen Dollar verloren.
Kian Ramezani - Der Westen rätselt über die Identität der Schlägertruppe, die auf ägyptische Regimegegner einprügelte. Fest steht: Wer sie schickte, hat viel zu verlieren.
Brian Murphy, AP - Hunger und Arbeitslosigkeit treiben die arabische Jugend auf die Strasse. Verzweifelt reagieren die Politiker und geloben Besserung. Zu spät?
Laut Wikileaks wussten die USA seit längerem über die Probleme des Mubarak-Regimes in Ägypten. Trotzdem unternahm die Weltmacht nichts.
Sarah El Deeb, AP - Muslime, Christen, Arme, Reiche - der Hass auf das Regime kennt keine Grenzen. Viele Ägypter haben eine Rechnung mit der Staatsmacht zu begleichen.
Jordan Robertson; AP - Es galt bisher als undenkbar, doch mit Ägypten hat sich erstmals ein global vernetztes Land vom Internet abgekoppelt - und könnte damit zum Vorbild werden.
Seit drei Jahrzehnten herrscht Hosni Mubarak mit harter Hand über Ägypten. Heute ist er alt und krank – und mit den grössten Protesten seit seiner Machtübernahme konfrontiert.
Mit dem Friedensnobelpreisträger Mohammed Al-Baradei hat sich ein politisches Schwergewicht der ägyptischen Opposition in die Proteste gegen Präsident Hosni Mubarak eingeschaltet.
Peter Blunschi - Erst Tunesien, jetzt Ägypten – in der arabischen Welt entlädt sich der Frust über Repression und Korruption. Kommt es jetzt zum Flächenbrand?
Wie kann die Schweiz verhindern, dass Tunesiens Ex-Präsident und seine Entourage ihre eventuell hier liegenden Gelder abheben? Die wichtigsten Fragen zum Thema.
Kian Ramezani - Es brodelt weiter in Nordafrika: In vielen arabischen Ländern solidarisiert sich die Bevölkerung mit den tunesischen Demonstranten.
H. Al-Shalchi/B. Murphy, AP - Der Aufstand der Tunesier und die Flucht des Präsidenten schürt bei den autoritären Regierungen der Nachbarsstaaten die Angst, dass die Protestwelle auf ihre Länder überschwappt.
Thom Nagy - In Tunesien wird im Internet seit langem gegen staatliche Unterdrückung gekämpft. Doch es gibt gute Gründe, warum die Weltöffentlichkeit davon nichts erfuhr.
Peter Blunschi - Eine Jugend ohne Perspektive rebelliert gegen das Regime. Nun hat der Präsident Schwäche gezeigt – Angehörige sollen in die Schweiz geflüchtet sein.
Auf Nordafrikas Strassen entlädt sich derzeit der Zorn der Bevökerung. Die Probleme Tunesiens und Algeriens sind nicht nur wirtschaftlicher Natur.
Die «Jasminrevolution» in Tunesien inspiriert die Opposition in anderen arabischen Ländern; besonders in Ägypten. Eine Chronik der Ereignisse.
K. Leuthold/F. Burch - Priklopil und H. telefonierten oft mit einer Pornohändlerin. Danach gab es Kontakte zu einem in Pädo-Kreisen bekannten hohen Offizier. Auch diese Spur wurde nie wirklich verfolgt.
Martin Suter - Mit einer enttäuschenden Leistung in der TV-Debatte auf dem US-Sender CNN bereitete Rick Santorum, der neue Spitzenreiter der Republikaner im Vorwahlkampf, seinen Abstieg vor.
Stefanie Nopper - Betrunken baute er mit dem Auto seiner Mutter im luzernischen Baldegg einen Unfall. Nun, einen Tag später, erzählt der 14-Jährige seine traurige Geschichte.
Zum Kinostart der neuen Action-Komödie «This Means War – Das gibt Ärger» schicken wir zwei Personen nach Hollywood. Fliegen Sie ins sonnige Kalifornien und erleben Sie dieses wahrlich aufregende Package inklusive Flug, Hotel, Automiete, Action-Programm und vielem mehr.
Glaubt man den Bildern vom neuen nordkoreanischen Diktator, die uns ständig ins Haus flattern, ist Kim Jong-Un viel unterwegs. Aber: Stimmts? Oder verlässt der Diktator nur dank Photoshop sein Haus?
Klaus Zaugg - Es war doch mehr als ein dummer Bubenstreich: Der SCB hat Massnahmen gegen den fehlbaren Buben ergriffen. Sein Vater, der Trainer des Teams war, geht per sofort.
Simona Marty - Schweizer Frauen finden sich hässlich. Laut einer Studie bezeichnen sich nur ein Prozent der Schweizerinnen als schön. Am glücklichsten mit ihrem Aussehen sind Frauen in Saudi-Arabien.
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Oliver Wietlisbach - Googles Betriebssystem Android 4 ist seit Monaten fertig. Trotzdem müssen die Käufer eines Samsung-, Sony- oder HTC-Handys weiter auf die neuen Funktionen warten. Was läuft schief?
Annette Hirschberg - Sabina ist 20, als sie im März 2009 einem gewissen Dani H. begegnet. Er will ihre Kleidergrösse wissen, verspricht ein Shooting und viel Geld. Zwei Tage später wird er zum Mörder.
Daniel Schurter - Die erste TV-Reportage aus den Foxconn-Fabriken in China enthüllte Überraschendes: Die Jobs dort sind überaus begehrt. Und: In den schicken Apple-Gadgets steckt viel Handarbeit.
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