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Nach Rücktritt
31. Dezember 2011 20:42; Akt: 01.01.2012 03:28 Print
Jemens Präsident Saleh will bleiben
Nach seinem Rückzug von der Spitze des Landes, plant der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh nun doch nicht mehr, in die USA zu reisen. Die jüngste Gewalteskalation hält ihn zurück.
Der scheidende jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh will offenbar doch nicht das Land verlassen. Wie ein Sprecher der Regierungspartei am Samstag mitteilte, wird der langjährige Machthaber nicht wie bisher angekündigt in die USA ausreisen.
Infografik Die arabische Welt im Umbruch Video
Blutige Zusammenstösse in Jemen
Grund dafür sei, dass er die jüngste Ausbreitung der Protestbewegung auf Mitarbeiter der Behörden sowie auf die Sicherheitskräfte als zu grosse Bedrohung für die gesamte Regierung ansehe.
Nach monatelangen Demonstrationen gegen das Regime hatte Saleh im November ein von den arabischen Golfstaaten vermitteltes Abkommen unterzeichnet, das einen Rücktritt im Gegenzug für einen Schutz vor Strafverfolgung vorsieht.
Strafrechtliche Verfolgung Salehs gefordert
Das Abkommen hat dem Jemen jedoch nicht die erhoffte Ruhe gebracht. Die Protestierenden auf der Strasse fordern, Saleh wegen des Todes hunderter Demonstranten vor Gericht zu stellen.
Inzwischen haben sich auch Regierungsangestellte mit Sitzstreiks den Protesten angeschlossen, und Mitglieder der Sicherheitskräfte begehren gegen ihre Vorgesetzten auf.
Säuberungsaktion gegen aufständische Offiziere
Unterdessen führte der Sohn Salehs, Ahmed, nach Aussage eines Vertreters der Streitkräfte innerhalb der von ihm befehligten Republikanischen Garde eine Säuberungsaktion gegen aufständische Offiziere durch.
Bislang seien Dutzende festgenommen worden, sagte der Vertreter, der anonym bleiben wollte. Offenbar solle verhindert werden, dass sich Offiziere den Massenprotesten gegen Salehs Herrschaft anschliessen.
In der Stadt Tais gingen am Samstag hunderte Männer in Militäruniformen auf die Strasse und forderten, dass wegen der Tötungen von unbewaffneten Demonstranten während der Unruhen ranghohen Kommandanten der Prozess gemacht werde.
Friedensmarsch im Süden des Landes
Unterdessen stoppten Islamisten im Süden des Jemen laut Augenzeugen einen Friedensmarsch mit etwa
Einige Demonstranten seien umgedreht, andere versuchten, die Extremisten davon zu überzeugen, den Weg freizumachen.
Die Menschen waren zu einem 50 Kilometer langen Marsch von der Hafenstadt Aden nach Sindschibar aufgebrochen. Sie fordern ein Ende der Kämpfe im Süden des verarmten Landes zwischen der Armee und Aufständischen mit mutmasslichen Verbindungen zur radikal- islamischen Terrororganisation Al-Kaida. Allein deshalb sind fast 100'000 Menschen auf der Flucht.
Weitere
(sda)
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Bringt sowieso nichts
Der ''neue'' Präsident wird sowieso wieder unter Salehs Kommando stehen. Es wird im grossen und ganzen eine manipulierte Wahl werden, davon bin ich zu 100% überzeugt.