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Blutiger Konflikt
07. Februar 2012 09:15; Akt: 07.02.2012 10:49 Print
Syrische Armee setzt Beschuss von Homs fort
Die Oppositionshochburg Homs steht weiter unter Beschuss. Regierungsgegner vermuten, dass Staatschef Assad seinem bevorstehenden Besuch aus Russland demonstrieren will, dass er die Lage im Griff hat.
Die syrische Armee hat nach Angaben der Opposition am Dienstag den schweren Beschuss der Stadt Homs fortgesetzt. Regierungsgegner sahen einen Zusammenhang mit dem bevorstehenden Besuch des russischen Aussenminister Sergej Lawrow in Damaskus.
Video
Syrien: Mitten im Kugelhagel gefilmt - Homs
China setzt auf Dialog
China erwägt für eine Lösung der Krise in Syrien nach eigenen Angaben die Entsendung von Regierungsvertretern in mehrere Länder der Region. Ein Sprecher des Aussenministeriums in Peking wiederholte am Dienstag, China wolle ein Ende der Gewalt in Syrien durch Dialog erreichen. Gemeinsam mit Russland hatte China am Wochenende eine Resolution gegen das Regime von Präsident Baschar Assad im UN-Sicherheitsrat verhindert. Zur Begründung erklärte Peking, die Resolution sei vorschnell zur Abstimmung gebracht worden. Europa, die USA und zahlreiche arabische Staaten hatten den Widerstand der beiden Veto-Mächte heftig kritisiert.
Mit den Angriffen auf die Oppositionshochburg wolle Staatschef Baschar al-Assad seinem Gast demonstrieren, dass er die Lage im Griff habe, sagte Catherine al-Talli vom Syrischen Nationalrat. Russland ist einer der wenigen Verbündeten Assads und hat zusammen mit China eine Syrien-Resolution im UNO-Sicherheitsrat blockiert.
95 Menschen wurden getötet
In Homs konzentrierten sich die Angriffe nach Darstellung der Opposition erneut auf den Stadtteil Bab Amro. Dort sei die Stromversorgung zusammengebrochen, und es gebe keinerlei Verbindung in das Stadtviertel. Ein Arzt, der Hilfe leisten wollte, sei verletzt worden, sagte ein Oppositioneller.
Am Montag waren beim Beschuss der Stadt nach Oppositionsangaben mindestens 95 Menschen getötet worden. Die Regierung erklärte, das Militär bekämpfe in Homs Terroristen. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich vom Beschuss der Stadt erschüttert. Das Bombardement sei nicht zu akzeptieren und untergrabe die Legitimität der Regierung in Damaskus, erklärte Ban am Montag und forderte das sofortige Ende der Gewalt.
Journalisten haben kaum Zugang
Die Arabische Liga kritisierte den Einsatz von schweren Waffen gegen Zivilisten und warnte vor einem Bürgerkrieg. Die Berichte aus Syrien über den seit elf Monaten anhaltenden Aufstand können nicht überprüft werden, weil die Regierung internationalen Journalisten kaum Zugang gewährt.
(sda)



























