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Syrien-Krise
15. Februar 2012 03:43; Akt: 15.02.2012 08:24 Print
UNO bereitet Resolution vor
Nachdem im Sicherheitsrat die Syrien-Resolutionen reihenweise an Vetos scheitern, wählen Saudi-Arabien und Katar einen anderen Weg. Derweil stehen Homs und Hama weiter unter Beschuss.
In der Resolution der Vollversammlung werden die Menschenrechtsverletzungen des syrischen Regimes scharf verurteilt und ein Plan der Arabischen Liga für ein Ende des seit elf Monaten andauernden Konflikts unterstützt. Die syrische Regierung wird aufgefordert, alle Gewalt einzustellen, Gefangene freizulassen und alle bewaffneten Truppen aus Städten und Ortschaften abzuziehen.
Infografik SyrienDie arabische Welt im UmbruchFerner soll die Regierung von Präsident Baschar al-Assad friedliche Demonstrationen zulassen und Beobachtern der Arabischen Liga und internationalen Medien freien Zutritt gewähren. Gefordert wird auch die Entsendung eines UNO-Sonderbeauftragten.
Resolution ist nicht bindend
Über den von Saudi-Arabien und Katar vorbereiteten Entwurf soll voraussichtlich am Donnerstag abgestimmt werden. Eine Annahme gilt als sicher. Anders als im Sicherheitsrat hat in der Vollversammlung kein Staat ein Vetorecht, eine dort verabschiedete Resolution ist allerdings auch nicht bindend.
Ein Beschluss im Sicherheitsrat zum Konflikt in Syrien kam bislang nicht zustande. Bei zwei Gelegenheiten legten China und Russland ihr Veto gegen Resolutionsentwürfe ein, die vor allem die Führung in Damaskus für das Blutvergiessen verantwortlich gemacht hätten.
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon wird sich in dieser Woche in Wien mit dem russischen Aussenminister Sergei Lawrow zu Gesprächen über die Lage in Syrien treffen. Das sagte Israels Vize-Premierminister Silvan Shalom am Dienstag in New York.
Mit Panzern gegen Hama
Ungeachtet der internationalen Kritik setzen die Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad ihre Offensive gegen Hochburgen der Protestbewegung fort. In Hama nahmen Panzer in der Nacht auf Mittwoch mehrere Wohngebiete unter Beschuss, wie Anhänger der Opposition per Satellitentelefon berichteten.
Die Armee habe Festnetz und Mobilfunk in der gesamten Stadt unterbrochen. Wegen der Kommunikationsprobleme sei das Ausmass der Gewalt und die Anzahl der Toten noch unklar.
Auch aus der Protesthochburg Homs wurden am frühen Mittwochmorgen weitere Angriffe auf Wohngebiete gemeldet. Die Armee habe wieder mehrere Stadtteile der Sunniten unter Beschuss genommen, berichteten Menschenrechtsaktivisten.
Über 5000 Todesopfer
Allein am Dienstag waren in Homs sechs Menschen getötet worden. Damit stieg die Zahl der Toten seit Beginn der jüngsten Offensive gegen die Protesthochburg auf mehr als 400. Im ganzen Land sind seit Beginn des Aufstands gegen Assad vor knapp einem Monat nach UNO- Schätzungen mehr als 5000 Menschen getötet worden.
(sda)



























