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Pannenstart
14. Januar 2009 06:40; Akt: 14.01.2009 08:35 Print
Finanzminister hinterzieht Steuern
Der Finanzminister des neuen US-Präsidenten Barack Obama hat mehrere Jahre lang zu wenig Steuern gezahlt. Timothy Geithner gab am Dienstag öffentlich zu, zwischen 2001 und 2004 insgesamt 34 000 Dollar (38 000 Franken) nicht an den Fiskus abgeführt zu haben.
Den grössten Teil des Betrages zahlte Geithner an den Staat, noch bevor er im November für das Ministeramt bestimmt wurde. Trotz der Panne hält Obama an dem Politiker fest, der in der Fachwelt einen exzellenten Ruf hat.
Timothy Geithner hört sich am 8. Januar eine Rede des künftigen US-Präsidenten Barack Obama an.(Bild: Keystone/AP)
Die Steuerschulden wurden von Obamas Beratern entdeckt, als sie den Hintergrund Geithners durchleuchteten. Obama informierte am 5. Dezember den Senat. Der Vorsitzende des Finanzausschusses, Max Baucus, sagte nach einem Gespräch mit Geithner am Dienstag, der Politiker habe das Geld nicht absichtlich behalten. Es handele sich um ein Versehen.
Obama kündigte an, nicht von Geithner abzurücken. «Er hat seine Karriere unserem Land gewidmet und ihm mit Ehre und Intelligenz ausgezeichnet gedient», sagte der künftige Sprecher des Weissen Hauses, Robert Gibbs.
Arbeit für Internationalen Währungsfonds
Bei den Steuerschulden handelt es sich um Beträge, die mit Geithners Tätigkeit für den Internationalen Währungsfonds zusammenhängen. Nach eigener Aussage wusste Geithner nicht, dass er in seiner Position Steuern zahlen musste, die eigentlich Selbstständige betreffen. Hintergrund ist, dass internationale Organisationen in den USA nicht den Arbeitgeberanteil an der Sozialversicherung zahlen.
Der Posten des Finanzministers ist im Kabinett Obamas einer der wichtigsten, weil die Finanzkrise noch immer nicht ausgestanden ist. Vor seiner Berufung war Geithner Chef der New Yorker Notenbank.
(dapd)


























