Nach Wahlschlappe

04. Januar 2012 17:38; Akt: 04.01.2012 21:16 Print

Bachmann wirft den Bettel hin - Perry kämpftBachmann wirft den Bettel hin - Perry kämpft

Nach der Niederlage bei der Vorwahl in Iowa zieht Michele Bachmann nun ihre Kandidatur zurück. Weitermachen will hingegen Rick Perry.

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: Der frühere Sprecher des Repräsentantenhauses hat bislang eine Achterbahnfahrt erlebt. Mit dem Sieg bei der Vorwahl in South Carolina war er zuletzt ganz oben. Unklar ist, wie lange dies so bleibt, denn Gingrich schleppt viel Ballast mit sich herum. : Der Ex-Gouverneur von Massachusetts und Multimillionär gilt als mehrheitsfähig. Doch viele Konservative tun sich schwer mit dem Mormonen, sie halten ihn für zu glatt und abgehoben. Nach gutem Start in die Vorwahlen ist er zuletzt in Rücklage geraten. Der 53-jährige Italoamerikaner sass zwölf Jahre für den Bundesstaat Pennsylvania im Senat, ehe er 2006 abgewählt wurde. Er politisiert am rechten Rand der Partei. Lange war er ein krasser Aussenseiter, doch in Iowa gewann er knapp gegen Romney. : Der Texaner hat mit seinen libertären, staatskritischen Ansichten eine grosse Fangemeinde erobert. Diese hat ihm bei den bisherigen Vorwahlen zu teilweise guten Resultaten verworfen. Eine Chance auf die Nomination hat er trotzdem nicht. Der Gouverneur von Texas stieg im August ins Rennen ein und erreichte in den Umfragen sofort Spitzenwerte. Doch nach einigen Patzern stürzte er immer tiefer ab. Nach schwachen Ergebnissen in Iowa und New Hampshire stieg er aus dem Rennen aus. : Er war Gouverneur von Utah, US-Botschafter in China und ist bekennender Mormone, wie Mitt Romney. Huntsman wollte sich als moderate Alternative zu diesem anbieten, doch wirklich durchsetzen konnte er sich nie. Am 16. Januar warf er das Handtuch. Die Kongressabgeordnete aus Minnesota hat fünf eigene und 23 Pflegekinder. Sie ist eine Favoritin der Tea-Party-Bewegung und berüchtigt für ihr loses Mundwerk. Nachdem sie bei der Vorwahl in ihrem Geburtsstaat Iowa nur den letzten Platz belegte, gab sie ihre Bemühungen auf. Der ehemalige Chef einer Pizza-Kette inszeniert sich als Anti-Politiker und kommt damit vor allem bei der Tea-Party-Bewegung an. Vorwürfe wegen sexueller Belästigung und peinliche Patzer haben ihm jedoch geschadet - so sehr, dass er am 3. Dezember 2011 seine Kandidatur vorläufig auf Eis gelegt hat. Mit seiner zupackenden Art hat er sich als Gouverneur von New Jersey schnell Respekt verschafft. Für viele Republikaner ist er ein Hoffnungsträger, doch am 4. Oktober 2011 stellte Christie ein für allemal klar, dass er nicht kandidieren wird. : Die ehemalige Gouverneurin von Alaska erhält viel Aufmerksamkeit, doch ob sie in der Lage wäre, gegen Barack Obama zu gewinnen, haben viele bezweifelt. Am 5. Oktober 2011 hat sie ihren Verzicht auf eine Kandidatur bekanntgegeben. Der Bruder von George W. Bush (l.) hat sich als früherer Gouverneur von Florida Respekt verschafft. Einen weiteren Bush im Weissen Haus will er den Amerikanern aber offensichtlich nicht zumuten. «Ich kandidiere nicht», hielt er in einer Mitteilung fest. Der Kongressabgeordnete von Wisconsin hat den radikalen Budget-Sparplan der Republikaner entworfen. Das macht ihn für viele in der Partei zu einem möglichen Kandidaten, doch Ryan will davon bislang nichts wissen. Der populäre Gouverneur von Indiana und Budgetdirektor in der Regierung von George W. Bush galt als Favorit der Parteiführung. Am 22. Mai 2011 erklärte er jedoch aus Rücksicht auf seine Familie den Verzicht auf eine Kandidatur. : Dem ehemaligen Gouverneur von Arkansas gelang 2008 zum Auftakt der Vorwahlen ein Überraschungssieg. Dieses Mal hat der Baptistenprediger frühzeitig das Handtuch geworfen. : Der Gouverneur von Minnesota hat versucht, sich als solider Konservativer zu profilieren. Allerdings fehlt es ihm an Charisma. Im Juli stieg er als erster Kandidat aus dem Rennen aus. Der New Yorker Immobilienmogul sorgte mit markigen Sprüchen für Furore und erklomm in den Umfragen kurzzeitig den Spitzenplatz. Dann krebste er zurück: Seine vermeintliche Präsidentschaftskandidatur war wohl nur ein Werbegag für seine TV-Show «The Celebrity Apprentice».

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Die Politikerin des ultrakonservativen Tea-Party-Flügels der Republikaner Michele Bachmann ist nach ihrem schlechten Abschneiden bei der ersten Vorwahl in Iowa aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei ausgestiegen. Das teilte sie am Mittwoch in Des Moines auf einer Pressekonferenz mit.

Von sechs in Iowa angetreten Kandidaten war Bachmann bei den Wählerversammlungen am Dienstag auf den letzten Platz gekommen mit lediglich fünf Prozent der Stimmen. Sie sagte daraufhin Wahlkampfauftritte in South Carolina ab und setzte die Pressekonferenz in Des Moines, der Hauptstadt Iowas, an.

«Ich trete zur Seite», sagte die Kongressabgeordnete. Die Wähler hätten ihr deutlich gezeigt, dass sie einen anderen Kandidaten wollten, erklärte die Ikone der Tea-Party-Bewegung. Damit ist die einzige Frau unter den bislang sieben Anwärtern aus dem Rennen.

Der ebenfalls geschlagene Gouverneur von Texas, Rick Perry, erklärte hingegen trotz des für ihn enttäuschenden Resultats über den Online-Kurzbotschaftendienst Twitter, er wolle an seiner Bewerbung festhalten.

(aeg/dapd)

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  • Ricardo Granda am 05.01.2012 06:04 Report Diesen Beitrag melden

    Blinde Us-Bürger

    Rick Perry und Mitt Romney haben die typischen äusserlichen Merkmale die einen "perfekten" Ami verkörpern. Wenn man sich die letzten Präsidenten anschaut (vielleicht ausser Jimmy Carter), merkt man, dass alle irgendwie markante Gesichtszüge hatten. Nun, sei wie es will, ich hoffe Präsident Obama bekommt wieder eine Chance.

  • Heiri Kalberer am 04.01.2012 19:04 Report Diesen Beitrag melden

    Immerhin Einsichtigkeit

    Dies hätte ich der Dame nicht gegeben, dass sie so schnell die Konsequenzen zieht - eigentlich schade, denn so hat das Theater der Republikaner doch ein wenig Farbe eingebüsst. Mal hoffen, dass die Amis dieses Mal nicht wieder einen Rückfall in die Steinzeit erleben müssen. Aber wie heisst es doch so schön? Jedes Land erhält die Politiker, die es sich verdient.

    • Rico am 05.01.2012 11:06 Report Diesen Beitrag melden

      Weltpolitik

      Richtig: jedes Land hat die Politiker die es verdient. Nur in diesem Fall (USA) sind die Konsequenzen schlussendlich von der ganzen Welt zu tragen. Leider bestimmt Amerika immer noch die Weltpolitik.

    einklappen einklappen
  • Ami Bürger am 04.01.2012 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    Weiter so

    Ein Schritt in die richtige Richtung Frau Bachman. Jetzt nur noch komplett aus der Politik zurückziehen und alle sind glücklich.